Zeitfenster jenseits von Lidl schaffen

Kraemers-Park-Initiative:

sz Hilchenbach. Die Auseinandersetzung um die mögliche Lidl-Ansiedlung auf dem stadteigenen Parkgrundstück stellt nach Ansicht der »Offenen Initiative zur Erhaltung des Kraemerschen Parks« auch einen Beitrag zur Renaissance der politischen Kultur in Hilchenbach dar. Die Ankündigung der Rathausspitze, dem Rat in seiner Sitzung am 28. Mai vorzuschlagen, die Option auf den Kauf und die Beplanung des Parkgrundstücks nicht zu verlängern, nahm man mit »großer Freude und Genugtuung zur Kenntnis«. Diese Kehrtwende sei ein ermutigender Erfolg bürgerschaftlichen Engagements, der über die konkret zur Verhandlung stehende Angelegenheit weit hinausweise.

Die Auseinandersetzung um die Zukunft des Kraemerschen Parks sei niemals nur der Streit um das Pro und Contra eines vor den Stadttoren lauernden Discounters gewesen. Die von der »Offenen Initiative zur Erhaltung des Kraemerschen Parks« aus den Hinterzimmern von Politik und Verwaltung in die breite Öffentlichkeit getragene Diskussion beweise, dass nur die von Alternativen lebende politische Kontroverse zwischen den Parteien und Fraktionen – die durch jede große Koalition bereits im Keim erstickt wird – eine Verwaltung, die nicht selbst als »Fraktion« auftrete, und schließlich eine hellwache Bürgerschaft der »res publica« unserer Stadt wirklich dienen könne.

Die Initiative will eigenen Angaben zufolge fortfahren, bei Verwaltung, Politik und Bürgerschaft für ihre in Zusammenarbeit mit dem Siegener Architekturprofessor Horst Höfler und seinen Studenten entwickelten Vorstellungen zu werben. Die Entwurfsziele: Grünzone um die Wilhelmsburg mit der Grünzone des Kraemerschen Parks zu einer »Stadtpark«-Einheit einschließlich Bebauung kombinieren und den Gerber Park »nachverdichten«, gegebenenfalls mit einem Lidl-Markt.

Sollte der Rat am 28. Mai der Empfehlung des Bürgermeisters folgen, hofft die Initiative im Rahmen einer zukunftsweisenden Stadtentwicklung auf ein »Zeitfenster«, das »hoffentlich nicht schon bald wieder durch kurzsichtiges Handeln zugeschlagen wird«, heißt es abschließend.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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