Auftragseingang der SMS Group wieder über 3 Mrd. Euro
Zurück im Aufwärtstrend

Bei der SMS Group herrscht wieder Zuversicht. Neue Aufträge machen Mut, neue Geschäftsfelder sollen die Unternehmensgruppe zukunftstauglich machen. Archivfoto: Jan Schäfer
  • Bei der SMS Group herrscht wieder Zuversicht. Neue Aufträge machen Mut, neue Geschäftsfelder sollen die Unternehmensgruppe zukunftstauglich machen. Archivfoto: Jan Schäfer
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sz Dahlbruch/Düsseldorf. Es geht wieder aufwärts bei der „Siemag“: Im Geschäftsjahr 2018 hat die SMS Group sowohl ihre operativen und finanziellen Ziele als auch bedeutende Meilensteine ihrer Wachstumsstrategie erreicht. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch bei seinem Jahrespressegespräch in Düsseldorf mit. „Mit 3,087 Mrd. Euro lag der Auftragseingang der Gruppe um 217 Mill. Euro (7,6 Prozent) über dem Vorjahreswert von 2,87 Mrd. Euro. Der Umsatz, der mit 2, 805 Mrd. Euro leicht (2,8 Prozent) unter dem Niveau von 2017 lag, reflektiert die niedrigeren Auftragseingänge der Vorjahre.“ Beim Ergebnis vor Steuern erreichte die SMS Group eine leichte Steigerung um 16,5 Prozent auf 27 Mill. Euro. Die Eigenkapitalquote ist leicht auf 20,5 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeite im In- und Ausland ist leicht zurückgegangen und lag zum Jahresende 2018 bei rund 13 900.

Für die positiven Entwicklungen sei u. a. die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Transformationsprogramm „Task Force ‘21“ verantwortlich, hieß es. Die gesteckten wurden Ziele planmäßig erreicht, teilweise übertroffen. In diesem Programm werden über 1100 Maßnahmen weltweit umgesetzt, um neue Investitionsfelder zu entwickeln und Kosteneffizienzpotenziale zu realisieren. Torsten Heising, CFO: „Wir sind mit den Entwicklungen 2018 insgesamt zufrieden. Für 2019 rechnen wir mit einer Fortsetzung des positiven Trends und der erneuten Bestätigung unserer mittelfristigen Ziele.“

Neben einer nachhaltigen Stärkung des Kerngeschäfts und den vier strategischen Wachstumsfeldern gehören ausgewählte Investitionen und Akquisitionen weiterhin zur Strategie. Die weltweiten Megatrends Urbanisierung, Konnektivität, Nachhaltigkeit und Mobilität sind in hohem Maße von innovativen Metall-Lösungen abhängig. Steigende Ansprüche an Gewicht und Festigkeit von Metall sowie an die Energieeffizienz des Herstellungsprozesses treiben weltweit die Nachfrage nach Premiumlösungen im Anlagenbau. Als führender Technologie-Anbieter profitiere SMS stark von diesem Trend, erklärte Burkhard Dahmen, CEO: „Wir bauen unsere Position als Weltmarktführer im Anlagenbau kontinuierlich aus. Die Transformation unseres Unternehmens setzen wir konsequent und planmäßig um. Die Erfolge im Markt bestätigen unseren Kurs.“

Die Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermögliche messbare Vorteile für Kunden. SMS biete ihre Produkte und Leistungen in drei Kernkategorien an und verfolge damit das Ziel, Kunden die wirtschaftlich erfolgreiche Nutzung von Anlagen- und Produktionsdaten zu ermöglichen: 1. Vorort-Beratung durch Industrieexperten, um Anlagen oder Unternehmensbereiche in die nächste Entwicklungsstufe der Digitalisierung zu bringen; 2. maßgeschneiderte Datenanalysen, um Produktqualität und Anlageneffizienz zu optimieren; und 3. praxiserprobte Anwendungen und Apps, die teilweise innerhalb von 48 Stunden installiert werden können und insbesondere in der Produktionsplanung, Zustandsüberwachung und Qualitätskontrolle für Mehrwert sorgen.

Weitere Erfolge erziele die stark gewachsene Unternehmenssparte SMS Digital mit ihrer in der Industrie führenden Plattform „my SMS Group“. Um diese Marktoffensive voranzutreiben, wurde die Anzahl der Beschäftigten im Bereich Digitalisierung weltweit bereits mehr als verdoppelt. Dieses Wachstum soll auch in 2019 fortgesetzt werden.

Zusätzliche Innovationen in der Produktentwicklung, im Projektmanagement sowie bei der Prozessoptimierung werden durch die Neuaufstellung der Geschäftsführung ermöglicht. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Prof. Katja Windt (CDO) und den neuen Mitgliedern der Geschäftsführung Prof. Hans Ferkel (CTO) sowie Michael Rzepczyk (COO) werde die Verzahnung zwischen Prozess, Produkt und Projekt aktiv vorangetrieben.

Nach erfolgreicher Planung und Umsetzung von Big River Steel (USA), dem weltweit ersten „lernenden Stahlwerk“, konnte SMS Group nun weitere Großprojekte mit Referenzcharakter abschließen. Michael Rzepczyk, COO: „Als führender Anbieter in der Industrie sind wir der Wunschpartner unserer Kunden. Wir erreichen dies durch technologisch überlegene Lösungen sowie erstklassiges Projektmanagement.“

Eines der langfristigen Schwerpunktthemen der SMS Group ist die CO<sub>2</sub>-Bilanz der Stahlindustrie. „Als zentraler Entwicklungspartner der Stahlindustrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfolgt SMS group das klare Ziel, CO<sub>2-</sub>Emissionen mittelfristig zu minimieren und langfristig zu vermeiden.“ Das Ziel: „Die erste CO<sub>2</sub>-freie Bramme soll auf einer SMS-Anlage produziert werden.“

Die „New Horizon“-Strategie der SMS Group erschließt weitere neue Geschäftsfelder, u. a. hat die Unternehmensgruppe eine Vorreiterrolle bei der Additiven Fertigung inne (die SZ berichtete ausführlich).

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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