Kultureller Marktplatz Dahlbruch
Zwei Wünsche, (k)ein Probenraum

Problemfall Bandprobenraum: Was genau wird am Kulturellen Marktplatz gewünscht?
  • Problemfall Bandprobenraum: Was genau wird am Kulturellen Marktplatz gewünscht?
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js Dahlbruch. Was genau wurde aus den Planungen des Kulturellen Marktplatzes Dahlbruch (KMD) ausgeklammert, als der Posten „Bandprobenraum“ gestrichen wurde? Diese Frage wird seit Dezember durch die politischen Gremien der Stadt Hilchenbach gereicht und kann offenbar auf mehrere Weisen beantwortet werden. Stadtjugendpflegerin Heike Kühn, Leiterin des vor Ort ansässigen Jugendtreffs „No Limits“, hatte im Dezember den Jugendausschuss davon überzeugt, dass es nicht um einen offenen Probenraum für Bands gehen solle, sondern um eine ans Jugendzentrum angeschlossene Experimentierwerkstatt. Der Ausschuss hatte diese für ihn neue Erkenntnis in seiner Beschlussempfehlung aufgegriffen.

Kulturentwicklung ermöglichen

Da liege offenbar ein Missverständnis vor, meinte hingegen am Mittwochabend Kultur-Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Klein im Stadtentwicklungsausschuss. Aus Sicht der Kinder- und Jugendarbeit möge dies so sein, aus „kultureller“ Sicht aber sei durchaus ein Bandprobenraum gewünscht, der allgemein genutzt werden könne. „Wir möchten Kulturentwicklung ermöglichen“, sagte Klein. Der Ursprungsgedanke sei vor Jahren gewesen, einen multifunktionalen Musikraum zu integrieren. Es gebe zwei Bedarfe, die beide in der Zielstellung des KMD berücksichtigt werden sollten. Klein bezeichnete es als „nicht günstig“, beide Interessen gegeneinander auszuspielen.  Susanne Kues-Gertz (Grüne), Vorsitzende des Jugendausschusses, erinnerte an die lange Diskussion im Dezember, deren Ergebnis nicht einfach so vom Tisch gewischt werden könne.

"Multifunktionales Denken" gefordert

„Einfach nur traurig“, bezeichnete ihr Parteifreund Mirko Reifenrath den Stand der Dinge. Nach jetzigem Stand werde es ohnehin keinen Probenraum geben oder höchstens einen in einem provisorischen Container. Das komme einem „Rausschmiss“ der Idee gleich. Baudezernent Michael Kleber warb um Zuversicht. Das geplante Gebäude biete in seiner nunmehr baugenehmigten Form eine Menge Potenzial, das so noch nicht von jedem erkannt werde. Renate Becker (UWG) stimmte ihm zu, eine gemeinschaftliche Nutzung sei möglich, das sei in anderen Einrichtungen auch der Fall. „Man muss Kompromisse eingehen können.“ Auch Hans-Jürgen Klein bat um ein „multifunktionales Denken“, sodass möglichst alle sinnvollen Nutzungen zusammengeführt werden könnten.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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