Zwischen Spanien und Orange

Die große Politik, hier in Person des Gesandten Wilhelms, seines Freundes Prinz Adar Nadoku (Christian Britwum), zerstört die Ruhe auf der Ginsburg. Foto: gmz
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gmz Grund. Große Aufregung auf der Ginsburg: Prinz Wilhelm von Oranien hat sich doch tatsächlich angekündigt! Und das zu einem Zeitpunkt, als das eigentlich sehr beschauliche Leben auf der kleinen Grenzburg ohnehin in einem Ausnahmezustand ist: Juliane (Christine Kaufmann), die Tochter des Burggrafen, will in ein paar Tagen ihren Martin (Lenni Kriems), den Jäger, heiraten. Für das Fest muss noch viel vorbereitet werden – da passt so ein Besuch gerade gar nicht!

Aber irgendwie gelingt es dem Burggrafen Hans Plaß (Frank Klischies) und seiner Frau Elisabeth (Karin Mankel), Prinz Wilhelm von Oranien (Thomas Utsch) gebührend zu empfangen, assistiert von Onkel Jost (Manfred Hirsch) und der Magd Marie (Andrea Benito), trotz der Störfeuer von Johanna (Molly Kriems), der Freundin Julianes. Schließlich geht es bei dem Treffen des Prinzen mit seinen Brüdern und anderen Vertrauten um den Befreiungskampf der Niederlande ...

Bei strahlendem Sonnenschein spielte die Truppe des Hilchenbacher Hof-Theaters, verstärkt von den Original Hilchenbacher Raubrittern, die sehr glaubhaft die rauen Gesellen der Landsknechte gaben, und von Mitgliedern des Ensembles Theatra Pack Siegen, ihr schon traditionelles Stück zu KulturPur.

Vor der stimmungsvollen Ginsburg, unter geschickter Einbeziehung der schönen Kulisse, entwickelten die Schauspieler ein Spiel vom (Alltags-)Leben des sogenannten kleinen Mannes, dessen Leben urplötzlich und ohne sein Zutun von der sogenannten großen Politik berührt und durcheinandergebracht wird. Oder, wie es Onkel Jost formuliert: Wenn die große Politik ins Spiel kommt, wird der „Zehnte einfach verdoppelt“, für die einfachen Leute – versteht sich.

Dabei schilderte das Stück, das aus der Feder von Karin Keppel-Kriems und Hartmut Kriems stammt, der auch – mit einigen sehr witzigen Einfällen – Regie geführt hat, ein Treffen, das tatsächlich stattgefunden hat, das aber durch die Einbettung in den Alltag „greifbar“ wurde.Die Musik, die Albert Prins ausgesucht und arrangiert hat und die von Musikern des Blechbläserensembles pro musica sacra gespielt wurde, setzte stimmungsvolle Akzente, die die einzelnen Szenen spannend miteinander verbanden. Die Rahmenhandlung mit den unnachahmlichen Wanderern warf die Fragen auf, die der heutige Besucher der Ginsburg stellen mag.Und so konnte aus der Gemengelage aus Dillenburg, Nassau, Orange neben Avignon, den Niederlanden, Spanien und auch Afrika mittendrin die Ginsburg hervortreten!

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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