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Giller trotzt allen Widrigkeiten (Bildergalerie)
Über 1500 Sportbegeisterte auf Ginsberger Heide

Das seit 1907 existierende Gillerberg-Turnfest lockt jedes Jahr, mit wenigen Unterbrechungen, Hunderte sportbegeisterte Kinder und Jugendliche auf die Ginsberger Heide.
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  • Das seit 1907 existierende Gillerberg-Turnfest lockt jedes Jahr, mit wenigen Unterbrechungen, Hunderte sportbegeisterte Kinder und Jugendliche auf die Ginsberger Heide.
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Die Sehnsucht nach dem größten Bergsportfest Deutschlands war enorm: Nach zwei Jahren ohne "Giller" erwachte die Ginsberger Heide wieder zum Leben. Die Veranstalter ziehen Bilanz.

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Die Sehnsucht nach dem größten Bergsportfest Deutschlands war enorm: Nach zwei Jahren ohne "Giller" erwachte die Ginsberger Heide wieder zum Leben. Die Veranstalter ziehen Bilanz.

sila Lützel. Der allgemeine Tenor bei den Verantwortlichen war einhellig: „Es ist so, als wäre der Giller nie weg gewesen“, fasste Juliane Scheel vom Siegerland-Turngau ihre Eindrücke auf der Ginsberger Heide zusammen. Nach der Corona-bedingten Absage 2020 und der digitalen Durchführung 2021 konnte das größte Bergsportfest Deutschlands nun endlich wieder in Präsenz stattfinden – ganz zur Freude der insgesamt 1522 Starterinnen und Starter, die in diesem Jahr dem „Ruf des Berges“ gefolgt waren.

148 Zelte auf der Ginsberger Heide

„Wir alle haben darauf gebrannt, dass wir endlich wieder auf den Giller können. Umso mehr freut es uns natürlich, dass das Angebot trotz Corona-Pause so gut angenommen wurde“, zog auch Adriana Cicatello von der Turnjugend, die maßgeblich an der Planung und Durchführung der Breitensportveranstaltung beteiligt ist, ein positives Fazit. Obwohl die Resonanz bei so manchen Kinderwettbewerben – verglichen mit den Vorjahren – etwas gering ausfiel, habe sich der Aufwand der letztzen Monate gelohnt: „Manche Sportgruppen haben die Pandemie nicht überstanden. Dazu kommt, dass die Trainingszeit im Vorfeld für einige nicht ausreichend war“, machte Cicatello die Gründe dafür aus, dass die „sonstige Zeltstadt dieses Mal ein paar Lücken“ offenbarte. „148 Zelte inklusive Pavillons“, so die offizielle Zahl, die Platz-Organisator Roland Müller verkündete, sorgten dennoch für die „typische Giller-Stimmung.“

Das sind die Giller-Könige

Giller-Abendshow begeistert Kinder und Jugendliche

Auch die Abendshow, die den Hunderten Kindern am Samstag eine Kombination aus Feuer, Turnen und Musik bot, trug ihren Teil dazu bei. „Obwohl es dieses Jahr kein Jubiläum war, haben wir uns dazu entschieden, diesen speziellen Programmpunkt dennoch einzubauen“, erklärte Cicatello. Turnjugend-Kollege Matthias Lange pflichtete bei: „Wir haben gesagt: Nach zwei Jahren brauchen wir das einfach.“
Im Jahr des 115. Bestehens warteten die Verantwortlichen zudem mit einem neuen „Piccolino“-Programm für Kinder auf, das neben Bogenschießen mit sogenannten „Bubble-Balls“, betretbaren Riesen-Bällen, für Furore sorgte. „Probleme“ bereitete zwischenzeitlich nur das Wetter. Am brühend heißen Samstag, an dem die Temperatur über die 30-Grad-Marke stieg, ging kurzzeitig das Wasser aus. „Glücklicherweise haben die Kollegen von der TG Grund dann aber schnell für Nachschub gesorgt“, berichtete Jens Dolligkeit, Technischer Leiter des Giller-Teams. Und besser als Gewitter und Regen, von denen die Ginsberger Heide nicht immer verschont blieb, sei der Sonnenschein allemal, befand auch Juliane Scheel.

Gilleberg-Turnfest: TG Grund mit 120 Helfern vor Ort

Die Turngemeinschaft Grund, die seit 1953 als ausrichtender Verein fungiert, hatte auch in diesem Jahr alles im Griff. „Gefühlt war ganz Grund hier oben, um zu helfen“, scherzte Dolligkeit, der sich von den 120 engagierten Männern und Frauen innerhalb des TG-Teams beeindruckt zeigte. Dass das Gillerberg-Sportfest auch über die Grenzen des Siegerlandes hinaus einen hohen Stellenwert hat, bewies indes ein Blick auf die Teilnehmerlisten. Der Essener TV Kupferdreh, der aus Wattenscheid angereiste TV Kronenburg sowie die Velberter SG traten insgesamt mit 55 Teilnehmern an und bauten zusammen eine kleine „Ruhrgebiets-Zeltstadt“ auf.

Dem besonderen Flair des Gillers, bei dem generationenübergreifend die Freude am Sport zelebriert wird, tat die Corona-Pandemie also keinen Abbruch. Im Gegenteil, da waren sich die Verantwortlichen einig, sorgte sie vielmehr dafür, dass sich die Sehnsucht nach dem Bergsportfest über zwei Jahre aufgestaut hat.

Autor:

Silas Münker aus Siegen

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