Müsener Zigsch-Reporter haben zur Handy-Nutzung recherchiert
Facebook statt Eisdiele?

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sz Müsen. Nutzen Kinder im Grundschulalter schon eigene Handys? Die Schüler der Klasse 4a der Stahlbergschule Müsen wollten es genau wissen: Sie haben im Rahmen des Zigsch-Projekts ihre Mitschüler der 3. und 4. Klassen befragt. Und dabei haben sie einige spannende Fakten zusammengetragen.

So fanden sie heraus, dass 48 von 70 befragten Kindern im Alter von acht bis elf Jahren bereits ein eigenes Handy besitzen. Allerdings nutzen die Kinder die kleinen technischen Geräte nicht nur zum Telefonieren. Spiele, kreative Apps und Chats wie WhatsApp erfreuen sich ganz großer Beliebtheit. Manche Kinder nutzen die Möglichkeiten vor allem in der momentanen Coronazeit zum Reden, Spielen und Spaß mit Freunden.

„Facetimen wir gleich?“: Manch einer wird erst überlegen müssen, was damit gemeint ist. Doch beinahe alle befragten Grundschüler wussten genau, wo es lang geht, und zeigen sich momentan vor allem über diese Möglichkeit der sogenannten Videotelefonie sehr erfreut. Leider seien „echte Treffen“ ja zurzeit verboten, so eine Schülerin der Stahlbergschule. Doch genau wie neulich in einem Artikel der Siegener Zeitung schon berichtet wurde, kann dieser mobile Draht zur Außenwelt auf Dauer das tatsächliche Treffen nicht ersetzen. Viel lieber träfen sich die Kinder der Klasse 4a bald mal wieder auf ein Eis bei Bruno oder würden sich zum Fußballspielen im Hof verabreden.

Auch den Unterricht oder Sportangebote verfolgten viele Kinder in den letzten Wochen vom Handy aus, wenn die Schulen und Sportstätten geschlossen hatten. In diesem Bereich haben die Kinder viel dazugelernt, da ist sich die Klassenlehrerin der 4a sicher.

Zwölf der Schüler nutzen ihr Handy in der Freizeit circa 30 Minuten am Tag und jeweils neun Schüler sind eine und zwei Stunden am Tag mit dem Handy beschäftigt. Achtzehn Schüler sind sogar bis zu acht Stunden am Tag an ihrem Handy beschäftigt. Bei den meisten Kindern wird die Nutzung des Handys durch die Eltern z.B. durch Bildschirmzeit kontrolliert.

Die beliebtesten Apps gehören zum Bereich Unterhaltung und Spiele, aber auch Soziale Netzwerke werden gerne für Kontakte genutzt. Die Top 8 der Apps sind: Whats App, Tik Tok, Roblox, Instagram, Snapchat, Netflix, Spotify und Fortnite. Einige wenige Schüler gaben auch an, brutale Kriegsspiele zu spielen, die eigentlich für Erwachsene gedacht sind. Bei 27 Kindern schauen die Eltern genau nach, bei 21 Kindern nicht. Zwölf Kindern fällt es schwer, das Handy wegzulegen. Dafür finden es 36 Kinder nicht schlimm.

Doch was sagen Experten dazu, dass Handys schon bei manchen Grundschulkindern ständige Begleiter geworden sind? Sie warnen davor, das Handy zu früh zu Verfügung zu stellen und davor, dass die übermäßige Handynutzung abhängig machen und echte Kontakte zu anderen Menschen nicht ersetzen kann. Zudem erfordere der eigenständige Umgang mit dem Handy eine ordentliche Portion Medienkompetenz. Das bedeutet, dass man sich mit der Technik, dem Nutzen, aber auch den Gefahren von Medien auskennen sollte. Leider lauern nämlich neben all dem Spaß auch einige Gefahren wie z.B. Cybermobbing oder versteckte Kosten.

Überraschend für die Zigsch-Nachwuchsreporter war, dass die Dauer der Nutzung bei Grundschulkindern im befragten Alter eine Stunde pro Tag nicht überschreiten sollte (z.B. nachzulesen unter www.klicksafe.de).

Die Recherche der Klasse 4a zeigt, dass das Handy mit all seinen Vor- und Nachteilen mittlerweile zum Leben von Grundschulkindern dazugehört und somit ein wichtiger Bestandteil im Alltag geworden ist.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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