Klasse 4b der Stahlbergschule hat viel übers Geld gelernt
Kröten, Moos und Zaster

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sz Müsen. Gerne hätte sich die Klasse 4b der Stahlbergschule in Müsen auf den Weg zur Sparkasse in Siegen gemacht, um über die Geschichte des Geldes in Deutschland zu recherchieren. Aber das war wegen Corona leider nicht möglich. Umso mehr freuten sich die Kinder, dass Tanja Scherzer von der Sparkasse Siegen stattdessen an die Stahlbergschule gekommen ist. Und das gleich zweimal: einmal für Gruppe A und einmal für Gruppe B – wegen des Wechselunterrichts.

„Wer kennt das Spiel Montagsmaler?“, begann Tanja Scherzer, nachdem sie sich den Kindern vorgestellt hatte. Und schon ging es los. Samuel malt einen Begriff an die Tafel mit bunter Kreide, Hermine rät und ruft: „Ein Pilz!“ Dann kommt Jianna nach vorne und zeichnet. „Ein Sparschwein“, ruft diesmal Lani zuerst. Sanni zeichnet eine Kuh. Zum Schluss malt Abdul einen Ring. Aber was haben diese Wörter eigentlich mit Geld zu tun?

Ganz früher, bevor es Geld gab, haben die Menschen getauscht: Ein Bauer hat zum Beispiel zwei Schweine und will eine Kuh. Ein anderer hat eine Kuh, will aber zwei Schweine. Sie haben dann getauscht.

Erst um 700 v. Chr. erschien das erste Münzgeld in Griechenland. Eine Goldmünze war mehr wert als eine Silbermünze. Die Taler trugen Stempel mit Götterbildern. 2000 Jahre nach der Erscheinung des Münzgeldes, ungefähr 1300 n. Christi Geburt, wurde das Papiergeld in China erfunden.
Heute, genauer seit dem 1. Januar 2002, ist der Euro unser Zahlungsmittel in 19 EU-Ländern und in den drei Kleinstaaten Andorra, Monaco und San Marino. Der Euro vereinfacht den Geldverkehr in Europa und fördert die Gemeinschaft der EU.

Es gibt acht Euro-Münzen: 1 Cent, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro. Die Vorderseiten der Münzen sehen in allen Ländern gleich aus. Die Motive auf den Rückseiten der Münzen sollen zeigen, aus welchem Land sie kommen. Auf den in Deutschland geprägten 1, 2 und 5-Cent-Münzen ist ein Eichenblatt zu sehen, auf den 10, 20 und 50-Cent Münzen das Brandenburger Tor. Auf jeder deutschen 1- und 2-Euro-Münze ist der Bundesadler zu sehen. Griechenland druckt den Stier auf die Euro-Münzen, Irland die Harfe.

Die Euro-Scheine aller Länder sehen hingegen gleich aus. Man erkennt nicht das Land, in welchem sie gedruckt wurden. Es gibt sieben Scheine: 5 Euro, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, wobei der 500 Euro-Schein nicht mehr ausgegeben wird. Auf den Vorderseiten aller Euro-Scheine sind immer Türen, Tore oder Fenster zu sehen. Sie stehen für Offenheit und Weitblick. Auf den Rückseiten sind immer Brücken abgebildet. Diese sollen ein Zeichen für die Verbundenheit der EU-Länder sein. Der Österreicher Robert Kalina hat die Bilder für die Scheine entworfen. Sie zeigen Motive der europäischen Architektur aus verschiedenen kunstgeschichtlichen Epochen, aber keine echten Bauwerke. Damit wollte man vermeiden, dass sich einzelne Eurostaaten bevorzugt oder benachteiligt fühlen.

Vor dem Euro hatte jedes Land seine eigene Währung. In Deutschland war das zuletzt die Deutsche Mark (von 1948 bis 2001). Davor gab es die Mark oder auch „Goldmark“ (von 1871 bis 1923), die Rentenmark (von 1923 bis 1924) und die Reichsmark (von 1924 bis 1948).

Kröten, Moos und Zaster, Asche, Bares, Eier, Heu, Knöpfe, Moneten, Pinke Pinke, Penunzen, Flocken, Kies, Knete, Kohle, Mäuse, Piepen, Pulver, Schotter: Zuletzt brachte Tanja Scherzer mit einem lustigen Spiel großen Spaß und auch Bewegung in das Klassenzimmer.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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