Hilchenbacher Grundschüler fragen nach Traumberufen
Stuntman, Sänger - oder was ganz anderes?

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sz Hilchenbach. Ein lauter Knall. Im Industriegebiet ist eine Halle explodiert. Überall ist Rauch. Plötzlich springt ein Mann aus der brennenden Halle. Stuntman müsste man sein!

Szenenwechsel: Es ist Samstag, ich bin sehr aufgeregt. Ich öffne die Tür zum Vorbereitungsraum hinter der Bühne im Lyz. Gleich geht es los. Ich laufe langsam durch den dunklen Flur Richtung Bühne, kann die Zuschauer schon hören. Dann ist es so weit. Ich schnappe mir das Mikrofon und fange an zu singen.

So stellen sich zwei Kinder der Klasse 4a der Florenburgschule Hilchenbach ihren Traumberuf vor. Was willst du später werden? Diese Frage hören alle jungen Menschen mehrmals im Leben. Es wird in Freundebüchern danach gefragt oder man spricht mit Freunden und Verwandten darüber. Das war Grund genug für die Klasse 4a, dieses Thema während des Distanzunterrichts genauer unter die Lupe zu nehmen.

Durch Umfragen im Familien- und Bekanntenkreis haben die Kinder-Reporter herausgefunden, dass der eigene Traumberuf oft vom Lieblingshobby abhängig ist. Einige der befragten Kinder und Erwachsenen sagen, dass sie sich in ihrer Freizeit gerne mit Tieren beschäftigen. Als Traumberuf haben sie Tierpfleger/in oder Tierarzt/-ärztin.

Ein Junge sagt, Seifenkisten zu bauen wäre sein Hobby. Später möchte er mal Auto-Ingenieur werden. „Es gibt viele, die ihr Hobby später mal als Beruf machen wollen. Aber meistens klappt das leider nicht“, wissen einige Kinder durch ihre Recherchen. So stellt sich heraus, dass bei nur 7 von 66 befragten Erwachsenen der frühere Traumberuf auch ihr wirklicher Beruf ist.

Die Gründe, warum es mit dem Traumberuf nicht geklappt hat, sind verschieden. Zum Beispiel: „Ich habe nicht genug dafür getan.“ Oder: „Ich habe mich später eher für andere Berufe interessiert.“ Vielleicht auch: „Für diesen Beruf musste man studieren. Das wollte ich nicht.“ Oder: „Ich habe die Anforderungen für Polizisten nicht erreicht.“ Manche sagen auch, dass sie keine Ausbildungsstelle für ihren Traumberuf bekommen haben, bei anderen kamen die Kinder dazwischen.

Besonders interessant ist, dass eine Frau sagt, sie habe ihren Traumberuf als Auto-Mechanikerin nicht erreicht, weil Frauen früher in diesem Beruf nicht erwünscht waren. Das finden die Zigsch-Reporter schade, denn jeder sollte wenigstens die Chance dazu bekommen, seinen Traumberuf zu verwirklichen.
Mut macht den Kindern, dass einige befragte Erwachsene zwar ihren Traumberuf nicht erreicht haben, trotzdem aber etwas anderes in diesem Bereich gefunden haben: Eine jetzige Schulsekretärin wollte zum Beispiel früher Lehrerin werden. Oder: Bei einem Mann hat es mit dem Traumberuf Lokführer nicht geklappt, dafür ist er später Wagenbauer für Züge geworden.

Die Kinder-Reporter sind jedenfalls gespannt auf ihre Zukunft. Vielleicht gibt es ja später einen Hilchenbacher Sänger oder Stuntman. Und wenn nicht, dann finden die beiden bestimmt etwas anderes, was sie glücklich macht!

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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