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Freusburg bot eine wunderbare Kulisse
"Auf'm Berg": eine gelungene Veranstaltung

Die fast lebensecht wirkenden Figuren von Andreas Becher, gefertigt aus Müll-Fundstücken vom Ufer der Sieg, brachten die Besucher der Veranstaltung „Auf’m Berg“ in Freusburg zum Staunen.
  • Die fast lebensecht wirkenden Figuren von Andreas Becher, gefertigt aus Müll-Fundstücken vom Ufer der Sieg, brachten die Besucher der Veranstaltung „Auf’m Berg“ in Freusburg zum Staunen.
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Peter Barden (Redakteur)

gum Freusburg.  Zehn Lebensjahre und zwei verschiedene Welten trennen die beiden Künstler Angelika Brenner und Jevgenij Kulikov voneinander, und doch finden sie in der Darstellung ihrer ungleichen Kunst eine wunderbare Verbindung zueinander. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freusburg zur Erhaltung geschichtlicher und kultureller Werke stellten beide anlässlich der V Veranstaltungsreihe „Auf‘m Berg“, die am Wochenende stattfand, am vergangenen Freitagabend erstmals gemeinsam ihre Werke im Otto-Pfeiffer-Museum in Freusburg vor.
Rund um die FreusburgDer Pianist Matthias Mehnert begleitete die Vernissage musikalisch mit Eigenkompositionen und originellen Texten, die Wolfgang Silbermann vortrug.

gum Freusburg.  Zehn Lebensjahre und zwei verschiedene Welten trennen die beiden Künstler Angelika Brenner und Jevgenij Kulikov voneinander, und doch finden sie in der Darstellung ihrer ungleichen Kunst eine wunderbare Verbindung zueinander. In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freusburg zur Erhaltung geschichtlicher und kultureller Werke stellten beide anlässlich der V Veranstaltungsreihe „Auf‘m Berg“, die am Wochenende stattfand, am vergangenen Freitagabend erstmals gemeinsam ihre Werke im Otto-Pfeiffer-Museum in Freusburg vor.

Rund um die Freusburg

Der Pianist Matthias Mehnert begleitete die Vernissage musikalisch mit Eigenkompositionen und originellen Texten, die Wolfgang Silbermann vortrug. Der Vorsitzende des Fördervereins, Thomas Molsberger, eröffnete das kulturelle Wochenende das sich in neuer Konstellation präsentierte. Hatten die früheren Kunstveranstaltungen das Motto „Über‘m Berg“, so spielte sich in diesem Jahr alles „Auf‘m Berg“ rund um die Freusburg ab, wobei die alten Gebäude Freusburgs ein wunderbare Kulisse bildeten.
Molsberger stellte die beiden Künstler den zahlreich erschienenen Besuchern vor. Angelika Brenner hat ihr Atelier in der Burgstraße 44 in Freusburg. Sie ist seit 1988 als freischaffende Künstlerin tätig und hat ihre Kunst im Laufe der Jahre verbessert und verfeinert. So hat sie seit 2002 ihr experimentelles Arbeiten vertieft, unter anderem in Form von Aquarellen oder auch Porträts in Kohle. Seit ihrem Studium in der Künstlerwerkstatt Uhlenfluch an der Nordsee stand für die Freusburgerin zunächst die Seidenmalerei im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Seit 2007 hat sie sich immer stärker mit Acryl- und anderen Mischtechniken auf größeren Formaten beschäftigt.

Offene Kompositionen und Abstraktion

In ihren Werken verbinden sich zum Teil abstrakte Ausdrucksformen mit offenen Kompositionen zu Landschaften, die neben grafischen Elementen immer noch zu ihren bevorzugten Motiven gehören. Jedes ihrer beeindruckenden Gemälde im Otto-Pfeiffer-Museum, auf denen sie ihre Reiseeindrücke wiedergibt, erfüllt den Betrachter mit gespannter Erwartung. Italien, der Comer See oder auch die Nordsee, farbenfrohe Bilder, Reiseerinnerungen und Lebensstimmungen hat sie festgehalten in der faszinierenden Gleichzeitigkeit von Geschehen, Erleben und Erinnern.
Der Kunstprofessor Ivgenij Kulikov kommt aus Kiew, wo er ein Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste und Architektur absolvierte. Sein bekanntestes Werk, die große Prometheus-Skulptur über der Nationalen Technischen Universität in Kiew, misst elf Meter. Für seine Bildhauerkompositionen am Kiewer Marienpalast wurde er 1983 mit dem Schewtschenko-Preis geehrt. Kulikov lebt und arbeitet heute in Freusburg in der ehemaligen Gaststätte Ache, Burgstraße 17, in der auch sein Atelier untergebracht ist. Unter anderem ist im Otto-Pfeiffer-Museum eine Bronzebüste von Ernst Jünger zu bestaunen, die er zu dessen hundertstem Geburtstag anfertigte.  Die Fähigkeit, im künstlerischen Sinne zu abstrahieren, ist eine der Stärken des Künstlers und zeigt sich in der wandelbaren Skulptur „Metamorphose“. Fünf verschiedene Positionen zeigen immer wieder eine neue Figur. Die Ausstellung im Otto-Pfeiffer-Museum ist übrigens noch einmal geöffnet am Sonntag, 1. September, von 14 bis 18 Uhr.

Atmosphäre so gut wie die Musik

Bei bestem Wetter ging es „Auf‘m Berg“ am Samstag weiter. Wenn die Anzahl der Besucher im Café und im Burggarten die Stimmung reflektierte, dann waren locker 100 Prozent zu verzeichnen. Ein Erfolg, mit dem selbst Organisator Thomas Molsberger nicht gerechnet hatte. Die Atmosphäre war ebenso gut wie die Musik und die ausgestellten künstlerischen Arbeiten. Im Café waren die grafischen Werke von Klara Lempert zu bewundern, im Schlossgarten staunten die Gäste über „Future Kids Get Angry“, Fundstücke vom Ufer der Sieg, vom Freusburger Künstler Andreas Becher effektvoll in Szene gesetzt.
Mit Einbruch der Dämmerung sorgte die stimmungsvolle Illumination unter der großen alten Linde wieder für eine ganz besondere Atmosphäre. Die Besucher genossen die „Reise ins Sternenfeld“ mit Musik von Andreas Vitt, den „Cosmic Jazz“ von Luroxy – Lupo & Friends, die Männer-A-capella Band Stimmt! aus dem Westerwald und das Duo Manzanar. Andreas Bechers fast lebensecht wirkende Figuren schienen genauso über das vielfältige Programm zu staunen wie die begeisterten Besucher. Am Sonntag gab es noch einmal die Gelegenheit, die Ateliers von Jevgenij Kulikov und Angelika Brenner als auch die ausgestellten Werke der Künstler im Otto-Pfeiffer-Museum, im Burgcafé und im Burggarten anzuschauen.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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