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Chorgruppe Druidenstein mit Adventskonzert in der Lutherkirche
Musik fast wie in Bethlehem

Schon die Jüngsten boten eine überzeugende Vorstellung.
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gum Kirchen. Wer in dieser hektischen Zeit das Kind in der Krippe sucht, der wäre vielleicht am Sonntag in der Lutherkirche in Kirchen am richtigen Ort gewesen. Es war ein wunderschönes vorweihnachtliches Konzert, das  Chorleiterin Katrin Endrigkeit mit ihren Sängerinnen und Sängern am Sonntagabend dort veranstaltete. Gleich drei Chöre traten auf, die TonArtisten, Teenitus und die Druidenkids. Begleitet wurden sie von Andreas Glöckner (Klavier), Anne Leu, Anna Thielmann, Anke Bamberg und Annalena Schmidt (Querflöten). Der große beleuchtete...

gum Kirchen. Wer in dieser hektischen Zeit das Kind in der Krippe sucht, der wäre vielleicht am Sonntag in der Lutherkirche in Kirchen am richtigen Ort gewesen. Es war ein wunderschönes vorweihnachtliches Konzert, das  Chorleiterin Katrin Endrigkeit mit ihren Sängerinnen und Sängern am Sonntagabend dort veranstaltete. Gleich drei Chöre traten auf, die TonArtisten, Teenitus und die Druidenkids. Begleitet wurden sie von Andreas Glöckner (Klavier), Anne Leu, Anna Thielmann, Anke Bamberg und Annalena Schmidt (Querflöten). Der große beleuchtete Herrnhuter Stern in der Mitte der Kirche als Symbol für den Stern von Bethlehem, der Adventskranz mit den dicken roten Kerzen und das flackernde Kerzenlicht überall auf den Balustraden – da wurde es den Besuchern in der voll besetzten Kirche schon richtig weihnachtlich ums Herz, und insbesondere all diejenigen, die bisher noch nicht die richtige Ruhe für die vorweihnachtliche Zeit gefunden hatten, für die dürfte das Konzert am 1. Advent ein echter Gewinn gewesen sein. Moderiert wurde es von Philine Schmidt und Moritz Koch, die kleine Hintergrundinformationen zum jeweiligen Liedtitel gaben.

Arabische Klänge entführten in den Orient

Das Vorstandsmitglied der Chorgruppe Druidenstein, Andrea Koch, hatte Kontakt aufgenommen zu dem Syrer Nashwan Alhosein und ihn gefragt, ob er sich vorstellen könne, syrische Flüchtlinge zu einem musikalischen Auftritt in der Kirche zu bewegen. Er hat gerne zugesagt und dankte gemeinsam mit Nada Ruzmeh dafür, dass Deutschland sie aufgenommen habe. Gleich 21 Kinder hatte Alhosein motiviert, und die sorgten zusätzlich für einen Höhepunkt des Konzertes. Die arabischen Klänge, verstärkt durch wunderbare Soli von Roz Hamidi, vermittelten das Gefühl, sich im Orient – vielleicht in Bethlehem – zu befinden. Dass die jüngsten Mitglieder der syrischen Familien, teils sicher erst einige Monate alt, zu den Liedern "krähten", das störte keineswegs, sondern erinnerte an das Kind in der Krippe.

"Leise rieselt der Schnee"

Die Druidenkids hatten gleich zu Anfang ihren großen Auftritt und waren mit ihren roten Nikolausmützen nicht nur entzückend anzusehen, sondern sangen sich mit ihren Advents- und Weihnachtsliedern wie „Leise rieselt der Schnee“, „Winterfest“, „Tausend tolle Plätzchen“ oder „Draußen ist‘s dunkel“ gleich in die Herzen der Besucher. Die Chorformation Teenitus hatte in dieser Zusammensetzung wohl ihren letzten gemeinsamen Auftritt. Seit rund 15 Jahren singen die Mädchen und Jungen zusammen. Karin Endrigkeit erinnerte sich mit Wehmut an die Anfänge, als die ersten Sängerinnen und Sänger gerade mal drei oder vier Jahre alt waren. Jetzt ständen fast alle im Abi und würden anschließend, so die Chorleiterin, in die Welt hinausgehen. Sie bedankte sich von ganzem Herzen für die schöne Zeit und diese Stimmen. Wie toll sich diese Stimmen über die Jahre entwickelt haben, das zeigte Teenitus unter anderem mit Liedern wie „How Far I‘ll Go“, „One Call Away“ oder „In kalter Zeit“.

TonArtisten boten Besinnliches dar

Besinnliche Töne schlugen die TonArtisten an mit „Das erste Licht“, ein Lied von der Vorfreude und der Hoffnung in der Adventszeit. Eine etwas andere Version von „Oh Tannenbaum“ gefiel ausnehmend gut wie auch „Großstadthirten“, denen der Stern den richtigen Weg zeigt. Geradezu jazzig wurde es mit „Santa Baby“, bevor die Hirten sich in „Sheperds' Run“ auf den Weg zur Krippe machten. Als zum Abschluss des Konzertes „O du stille Zeit“ erklang, schwierige Chorliteratur, die TonArt wie gewohnt hervorragend meisterte, gab es anschließend für die Besucher kein Halten mehr. Sie dankten den Chören mit stürmischem Applaus, bevor der große Chor der Kirchenbesucher mit in das Adventslied „Macht hoch die Tür“ einstimmte.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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