Theatergruppe Mudersbach erntet Lachsalven und Applaus
"Zwei Bürgermeister für ein Halleluja"

Tom (Patrick Kometz), Klausi (René Schuhen), Hilde (Susanne Schmidt), Paula (Gisela Nebeling), Regina (Yvonne Schneider), Maria (Lisa Urbahn), Josef (Hans-Jürgen Schlotter), auf dem Tisch Bürgermeister Reiner (Axel Stettner, v. l).
  • Tom (Patrick Kometz), Klausi (René Schuhen), Hilde (Susanne Schmidt), Paula (Gisela Nebeling), Regina (Yvonne Schneider), Maria (Lisa Urbahn), Josef (Hans-Jürgen Schlotter), auf dem Tisch Bürgermeister Reiner (Axel Stettner, v. l).
  • Foto: Gaby Wertebach
  • hochgeladen von Claudia Irle-Utsch (Redakteurin)

gum Mudersbach. Wenn ein Zuschauer den Theaterbesuch mit „In die Vorstellung könnte ich gerade nochmal gehen“ kommentiert, dann sagt das eigentlich schon alles. So geschehen am Samstagabend nach der Premiere des Stücks „Zwei Bürgermeister für ein Halleluja“, aufgeführt von der Theatergruppe Mudersbach in der Giebelwaldhalle in Mudersbach. Der anwesende Bürgermeister der erbandsgemeinde Kirchen, Maik Köhler, dürfte sich in dem Lustspiel in drei Akten von Carsten Schreier glücklicherweise nicht wiedererkannt haben, was auch seine Gattin, die Tränen während der Aufführung lachte, mehr freuen als bedauern wird.

Theatergruppe besteht seit 25 Jahren

Seit 25 Jahren sorgen sie mit ihrer immer wieder begeisternden Darstellung auf der Bühne für Unterhaltung, die Laiendarsteller der Theatergruppe. Ein guter Grund für Ensemblemitglied Axel Stettner, vor der Aufführung erst einmal Danke zu sagen, der Gemeinde, den vielen Aufführenden in einem Vierteljahrhundert, den Familien sowie dem langjährigen Techniker und dem Publikum, das in all den Jahren dem Theaterverein die Treue gehalten hat.

Der ganz normale Proben-Wahnsinn

Das Bühnenbild hatten die Akteure wieder selbst gebaut und damit erneut für einen echten Hingucker gesorgt. Hinter dem imaginären Fenster war die Kirche zu sehen, die leicht chaotische Amtsstube war ein optischer Treffer wie es auch die selbst genähten Kostüme waren.Die Inszenierung und die schauspielerische Leistung der acht Mitwirkenden begeisterten das Publikum restlos. In der voll besetzten Halle gab es jede Menge Zwischenapplaus, viele Lacher während der Aufführung und begeisterte Kommentare schon in den Pausen, aber vor allem nach dem Lustspiel. Souffleuse Jacqueline Kometz hatte alles bestens im Griff und sorgte bei kleinen Aussetzern mit geflüsterter Hilfe für den reibungslosen Ablauf.

Axel Stettner als Bürgermeister Reiner

Zum Stück: Bürgermeister Reiner (Axel Stettner), nicht gerade arbeitswillig, Hochprozentigem zugetan, angemeldet für den Beamten-Triathlon (Knicken, Lochen, Abheften) und äußerst versiert im Herumscheuchen und Delegieren, hat einen Denkzettel verdient. Der Meinung sind auch seine Sekretärin Regina (Yvonne Schneider), Hausmeister Klausi (René Schuhen) mit dem originellen hessischen Dialekt und Reiners Ehefrau, „First Lady“ Hilde (Susanne Schmidt), die ihren Gatten aus der Wohnung geworfen hat, weshalb er das Wochenende im Büro verbringt. Regina und Klausi schaffen es, die Nervensäge Paula (Gisela Nebeling), die anständige Bürgerin, die über jeden und alles meckert, sowie den stotternden Postboten Tom (Patrick Kometz) dem Bürgermeister erfolgreich vom Hals zu halten. Tom ist vernarrt in Regina. Die weiß seine rein platonischen Liebesbemühungen allerdings nicht zu würdigen.

Auch das Rathaus Mudersbach spielt eine Rolle

Zur Einweihung des neuen Büros im Mudersbacher Rathaus haben sich Bischof Josef von Josefbach (Jürgen Schlotter) nebst Haushälterin Maria (Lisa Urbahn) angekündigt. Dass auch noch ein heiratswilliges Pärchen am gleichen Tag kommen will, das führt zu fatalen Verwechslungen. Die aufgeregte Paula übt schon einmal die Begrüßung des Bischofs: „Willkommen, Eure Exkremenz“, fleht den „Heiligen Nichtsnutzius, den Schutzpatron aller Bürgermeister“ an, während der kurzerhand ein Porträt von Angela Merkel von der Wand entfernt und stattdessen plant, ein Holzkreuz von beachtlichen Ausmaßen anzubringen. Hausmeister Klausi, genau wie sein Chef äußerst trinkfest, verweigert diesem den Gehorsam und den Aufstieg auf die Leiter.

Weitere Aufführungen in der Giebelwaldhalle

Der mittlerweile eingetroffene, authentisch wirkende Bischof bringt die Zuschauer schon allein durch seinen Gesichtsausdruck zum Lachen und wirkt nicht nur auf seine ängstliche Haushälterin in seiner ausgeglichenen Art, dauernd alles und jeden segnend, sehr beruhigend. Und dann kommt es wie es kommen muss! Irrungen, Wirrungen, Voodoo-Zauber und hellseherische Fähigkeiten, viel lassen sich die Akteure einfallen, und mit „Halleluja“ enden ein großartiger Abend und ein Theaterstück, dessen weiterer Inhalt hier nicht verraten werden soll. Weitere Aufführungen: 26. und 27. Oktober in der Mudersbacher Giebelwaldhalle.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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