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Vor dem Käfer kamen die Motorsägen
750 Bäume gefällt

Die Motorsägen knatterten auch am vergangenen Wochenende auf der Christeley. Der Bestand am Hang oberhalb der K 88 wurde komplett gefällt. Die natürliche Verjüngung (hinten) blieb erhalten.
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  • Die Motorsägen knatterten auch am vergangenen Wochenende auf der Christeley. Der Bestand am Hang oberhalb der K 88 wurde komplett gefällt. Die natürliche Verjüngung (hinten) blieb erhalten.
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rai Niederfischbach. Nur Stümpfe sind von den rund 750 Fichten übrig geblieben, die an zwei Wochenenden an der „Christeley“ Bekanntschaft mit der Säge gemacht haben: Vor einer Woche waren zwei Harvester und neun Forstarbeiter im Einsatz. Am Wochenende reichten die Motorsägen von zwei Arbeitern sowie eine Rückemaschine des Forstunternehmens Utsch aus Katzenbach, um die restlichen Fichten zu fällen. Im Zuge der Arbeiten war die K 88 in diesem Abschnitt erneut gesperrt.

Die Motorsäge knatterte – Fallkerb und horizontaler Schnitt. Danach erledigte der mechanische Fällkeil den Rest. Die Forst–arbeiter gaben Stamm für Stamm der Schwerkraft preis. Revierleiter Jörg Wulle berichtete, dass die natürlichen Verjüngung erhalten bleiben soll.

rai Niederfischbach. Nur Stümpfe sind von den rund 750 Fichten übrig geblieben, die an zwei Wochenenden an der „Christeley“ Bekanntschaft mit der Säge gemacht haben: Vor einer Woche waren zwei Harvester und neun Forstarbeiter im Einsatz. Am Wochenende reichten die Motorsägen von zwei Arbeitern sowie eine Rückemaschine des Forstunternehmens Utsch aus Katzenbach, um die restlichen Fichten zu fällen. Im Zuge der Arbeiten war die K 88 in diesem Abschnitt erneut gesperrt.

Die Motorsäge knatterte – Fallkerb und horizontaler Schnitt. Danach erledigte der mechanische Fällkeil den Rest. Die Forst–arbeiter gaben Stamm für Stamm der Schwerkraft preis. Revierleiter Jörg Wulle berichtete, dass die natürlichen Verjüngung erhalten bleiben soll. Er freute sich, dass die Nachkömmlinge des Altbestandes gut gedeihen. „Die Natur macht es am allerbesten“, befand er mit Blick auf Wiederaufforstung. Der Bestand, der am Samstag gefällt wurde, hatte grüne Kronen. Der Käfer hat sich noch nicht in die Borke gebohrt. Die Befürchtung war aber die, dass er auch diesen Bestand befallen könnte.

Die Bäume auf dem Berg waren schon im Herbst gefallen. Am ersten Wochenende hatten sich an der Haltestelle „Glücksbrunnen“ zwei Holzvollernter von oben und unten, wo die Bäume unmittelbar an der K88 standen, durchgearbeitet. Die mit Harvester und Motorsäge gefällten Stämme wurden sofort abtransportiert - ins Nasslager bzw. zum Sammelplatz für trockenes Käferholz. Diesmal wurden die Stämme mit der von Bernd Utsch bedienten Rückemaschine aus dem Hang geholt und oben zwischengelagert, bis alle Bäume flach lagen

„Das ist alles, was an Harz rauskommt“: Wulle zeigte auf den Querschnitt eines Stammes mit nur kleinen Perlen. „Es ist erschreckend, dass die Bäume nichts hochgepumpt haben.“ Nach dem jüngsten Starkregen hätte man eigentlich deutlich mehr Harz erwarten können. Bevor der Käfer sich auch noch in diese extrem trockenen Bäume einnistet, wurden sie gefällt. Im Nasslager soll die Qualität konserviert werden.

Sind die Bäume trocken, gibt es Trockenrisse. Wenn diese sich erweitern, kann der Stamm nicht mehr gesägt und verarbeitet werden. Wulle beim Blick auf einen Trockenriss im Querschnitt: „Die Stämme sind von heute, Wasser ist da keines drin, definitiv nicht.“ Dann begutachtet der Fachmann einen weiteren Querschnitt, eigentlich perfekte Qualität. Die wird jedoch nicht mehr bezahlt, das Holzangebot ist zu groß.

Wieder fallen rund zweieinhalb Tonnen Holz in Form einer rund 25 Meter langen Fichte auf dem Hang. Die Schnittstelle zeigt innen eine Verfärbung. „Das ist Rotfäule“, erklärt der Revierleiter. Verursacht von einem Pilz. Die Folge: Der betroffene Abschnitt im Stamm liefert keine vernünftigen Balken und Bretter. Das Material zerbröselt. Zwei bis zweieinhalb Meter müssen abgesägt werden – und sind nur noch Energieholz.

Rund 400 Festmeter sind bereits auf Containerlänge geschnitten: reines Käferholz. Trockene und vorgeschädigte Stämme können nicht mehr ins Nasslager gebracht werden. Weitere rund 600 Festmeter aus dem Bereich der „Christeley“ werden bereits seit einer Woche im Nasslager berieselt.

Nachdem alle Bäume gefällt waren, mussten sich die Forstarbeiter im Hang noch um die Äste kümmern. Der sonst eher düstere Bereich hat nun eine ganz neue Atmosphäre. Eine dritte Vollsperrung der K 88 ist nicht mehr notwendig. Der verbliebene Astschnitt soll nun an Werktagen per Häcksler zu grünen Hackschnitzeln verarbeitet werden.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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