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Grube Ecke steht bis zur Decke unter Wasser
Alter Wasserstollen geht baden

Vor dem Tiefen Stollen der Grube Ecke hat sich ein Teich gebildet. Das habe es noch nie gegeben, sagt Uli Merzhäusee. Er erklärt die Wassermassen mit den gerodeten Flächen oberhalb des Stollens. Die Werke sind bei der Ursachenforschung.
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  • Vor dem Tiefen Stollen der Grube Ecke hat sich ein Teich gebildet. Das habe es noch nie gegeben, sagt Uli Merzhäusee. Er erklärt die Wassermassen mit den gerodeten Flächen oberhalb des Stollens. Die Werke sind bei der Ursachenforschung.
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damo Brachbach. In Freilingen auf dem Westerwald hat sich ein Biber als Landaschaftsarchitekt betätigt und ein sehenswertes Feuchtbiotop geschaffen – an der Grenze zwischen Mudersbach und Brachbach liegt der Verdacht nahe, dass ein neuer Teich auf die Forstarbeiten im Wald oberhalb der Grube Ecke zurückzuführen ist. Das jedenfalls ist die Vermutung von Uli Merzhäuser.

Der Kommunalpolitiker kennt den Stollen wie seine Westentasche. Schon etliche Male war er dort unter Tage unterwegs, schließlich diente der Stollen früher der Wasserversorgung. Und – wen wundert’s? – auch im Wasserverein hat sich Merzhäuser schon engagiert. „Den Stollen kenne ich seit meiner Kindheit. Und sowas wie gerade hat’s da noch nie gegeben.“

Was er damit meint?

damo Brachbach. In Freilingen auf dem Westerwald hat sich ein Biber als Landaschaftsarchitekt betätigt und ein sehenswertes Feuchtbiotop geschaffen – an der Grenze zwischen Mudersbach und Brachbach liegt der Verdacht nahe, dass ein neuer Teich auf die Forstarbeiten im Wald oberhalb der Grube Ecke zurückzuführen ist. Das jedenfalls ist die Vermutung von Uli Merzhäuser.

Der Kommunalpolitiker kennt den Stollen wie seine Westentasche. Schon etliche Male war er dort unter Tage unterwegs, schließlich diente der Stollen früher der Wasserversorgung. Und – wen wundert’s? – auch im Wasserverein hat sich Merzhäuser schon engagiert. „Den Stollen kenne ich seit meiner Kindheit. Und sowas wie gerade hat’s da noch nie gegeben.“

Was er damit meint? Die Wassermassen, die sich vor dem Stollenmundloch und in dem alten Bergwerk selbst stauen. Ein regelrechter Teich, schätzungsweise zwei Meter tief, ist entstanden. „Natürlich hat der Stollen immer Wasser geführt, aber das hier hat es noch nie gegeben“, sagt Merzhäuser.

Fichten mussten abgeholzt werden

Für ihn liegt nahe, was passiert ist: „Auf praktisch allen Berghängen über dem Stollen mussten die Fichten abgeholzt werden. Und jetzt läuft das Wasser ungebremst hinunter ins Tal.“

Darauf haben auch die Verbandsgemeindewerke reagiert und einen Bagger geschickt, der der Sache auf den Grund gehen sollte. Aber das ist gescheitert: „Der Bagger war dort hoffnungslos verloren“, sagt der stv. Werkleiter Stefan Wickel auf Nachfrage der SZ.

Stattdessen soll jetzt eine Fachfirma anrücken, um eine Videobefahrung des alten Entwässerungsrohrs durchzuführen. Denn auch, wenn der Ablauf auf keiner Karte verzeichnet ist: Es muss ein Rohr geben, das das Wasser aus dem Stollen aufnimmt und die Sieg ableitet. Und Wickel geht davon aus, dass besagter Abfluss verstopft ist.

Teich kann nicht bleiben

Ob das damit zusammenhängt, dass das Wasser von den umliegenden Berghängen sehr rasch ins Tal fließt und dabei womöglich auch Erdreich mitnimmt, vermag Wickel nicht einzuschätzen. „Wir wissen es noch nicht, und wir hoffen, dass wir bald Klarheit haben.“ Denn Fakt ist: Der Teich kann nicht bleiben, schon aus Sicherheitsgründen, schließlich liegt er neben einem Spazierweg. Und: „Der Stollen muss auch begehbar bleiben“, schließlich befinden sich in seinem Inneren noch die Relikte der früheren Wassergewinnung.

Das weiß auch Merzhäuser – und das hat ihn dazu gebracht, über ein Comeback der Grube Ecke nachzudenken. Früher hat dieser Stollen unter anderem den Kronacker mit Trinkwasser versorgt; aufgegeben wurde er erst, als oberhalb in den Brachbacher Karpaten die ersten Häuser gebaut wurden. „Damals ging es auch darum, dass mit den Häusern zum Beispiel Heizöltanks gebaut wurden“, erinnert sich Merzhäuser. Deshalb scheide der Stollen nach wie vor für die Trinkwassergewinnung aus. Aber: „Man könnte ihn in heißen Sommern nutzen, um Brauchwasser zu gewinnen und damit bei den Trinkwasservorräten sparen zu können“, sagt Merzhäuser.

Es gibt reichlich Wasser

Noch ist das nur ein Gedankenspiel. Aber wer derzeit der Grube Ecke einen Besuch abstattet, wird zumindest eines erkennen: Reichlich Wasser gibt’s dort.

Vor dem Tiefen Stollen der Grube Ecke hat sich ein Teich gebildet. Das habe es noch nie gegeben, sagt Uli Merzhäusee. Er erklärt die Wassermassen mit den gerodeten Flächen oberhalb des Stollens. Die Werke sind bei der Ursachenforschung.
Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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