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Gastroenterologe Dr. Rafique Rahimzai
Arzt wechselt vom "Stilling" nach Kirchen

Dr. Rafique Rahimzai freut sich auf eine neue Herausforderung in Kirchen, mit im Bild der Ärztliche Direktor Dr. Gerald Hensel und Schwester Yvonne Mies.
  • Dr. Rafique Rahimzai freut sich auf eine neue Herausforderung in Kirchen, mit im Bild der Ärztliche Direktor Dr. Gerald Hensel und Schwester Yvonne Mies.
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  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

thor Kirchen/Siegen. Ein Sechser im Lotto ist per se schon unverschämtes Glück, eine Wiederholung eigentlich ausgeschlossen. Und doch können die Verantwortlichen im DRK-Krankenhaus Kirchen für sich in Anspruch nehmen, in relativ kurzer Zeit gleich zweimal den richtigen Schein ausgefüllt zu haben. Denn wenn es für eine Klinik dieser Größe einen Hauptgewinn gibt, dann sind es Chefärzte, die aus der Region stammen und mit ihr tief verwurzelt. Das war zuletzt bei Chirurg Steffen Sander so, und das ist jetzt wieder bei Dr. Rafique Rahimzai der Fall. Der 39-jährige Gastroenterologe aus Siegen wird zum 1. Januar als neuer Chefarzt auf der Inneren beginnen. Gestern wurde er vom Ärztlichen Direktor Dr. Gerald Hensel und dem Kaufmännischen Direktor Nicki Billig offiziell vorgestellt.

thor Kirchen/Siegen. Ein Sechser im Lotto ist per se schon unverschämtes Glück, eine Wiederholung eigentlich ausgeschlossen. Und doch können die Verantwortlichen im DRK-Krankenhaus Kirchen für sich in Anspruch nehmen, in relativ kurzer Zeit gleich zweimal den richtigen Schein ausgefüllt zu haben. Denn wenn es für eine Klinik dieser Größe einen Hauptgewinn gibt, dann sind es Chefärzte, die aus der Region stammen und mit ihr tief verwurzelt. Das war zuletzt bei Chirurg Steffen Sander so, und das ist jetzt wieder bei Dr. Rafique Rahimzai der Fall. Der 39-jährige Gastroenterologe aus Siegen wird zum 1. Januar als neuer Chefarzt auf der Inneren beginnen. Gestern wurde er vom Ärztlichen Direktor Dr. Gerald Hensel und dem Kaufmännischen Direktor Nicki Billig offiziell vorgestellt.
Rahimzai, Spezialist für Erkrankungen des Magen-Darm-Bereichs, kommt aus dem Jung-Stilling-Klinikum in Siegen, wo er bislang als Oberarzt tätig war. Und nein, er ist nicht „geschickt“ worden, sondern wechselt freiwillig und – noch wichtiger – aus tiefster Überzeugung über die Landesgrenze, um am „Projekt Kirchen“ mitzuwirken. „Kirchen ist einer Phase, in der man gute Strukturen aufbauen will.“ Sein klares Ziel: Die Gastroenterologie vor Ort wieder wettbewerbsfähig machen. Kirchen soll bei der Prävention, Behandlung und Therapie eine wichtige Anlaufstelle werden.
Der Mediziner, 1981 in Kabul in Afghanistan geboren, kam 1989 nach Deutschland. Schon früh reifte in ihm der Berufswunsch. Nach seinem Abitur am Löhrtor-Gymnasium in Siegen studierte er Medizin in Düsseldorf. Die Diagnostik, das „Detektivische“ an der Gastroenterologie, wie Rahimzai es nennt, hat ihn schon früh begeistert. Dass er wieder ins Siegerland zurückkehren würde, stand für ihn immer fest: „Meine Heimat ist meine Familie.“ Nicht zuletzt vermisste der bekennende Fußball-Fanatiker die Freunde vom VfB Weidenau.

Rafique Rahimzai war Oberarzt im Jung-Stilling-Krankenhaus

Und so fing er 2008 im „Jung-Stilling“ als Assistenzarzt an, machte seinen Facharzt, promovierte und kletterte auf der Karriere-Leiter bis zum Oberarzt. Dort war dann Endstation – was dem Selbstverständnis des Mediziners aber in keiner Weise entsprach. Zwar sei er sehr dankbar für die herausragende Ausbildung, aber: „Irgendwann wirst du unzufrieden. Es war für mich an der Zeit, meinen eigenen Weg zu gehen.“ Nie aber habe er daran gedacht, seine Heimat und seine Familie zu verlassen. Warum auch? „Unsere Region bietet doch mehr als genug Möglichkeiten.“ Dann kam die Abschiedsfeier von Steffen Sander – und bei einem „Kaltgetränk“ hätten sich dessen Berichte aus Kirchen sehr positiv angehört: „Ich fand das sehr spannend.“ Schließlich wurde Nicki Billig aktiv, der Rest war wohl Formsache. Zumal dieser einmal mehr vermitteln konnte, dass in Kirchen Freiräume existieren und eigene Ideen ausdrücklich erwünscht sind.
Dem neuen Chefarzt eilt jedenfalls ein glänzender Ruf voraus. Auch Hensel ist mehr als glücklich über den nächsten Neuzugang: „Er kann hier bei uns die Gastroenterelogie auf ein ganz neues Niveau heben.“ Viele Patienten, die man bislang habe abweisen müssen, könnten nun in Kirchen behandelt oder operiert werden. Vor allem aber werde die interdisziplinäre Versorgung stark verbessert, betonte Hensel. Noch im OP könne ein Gastroenterologe den Kollegen der Viszeral- und Gefäßchirurgie wichtige Hinweise geben.
Rahimzai selbst setzt auf einen sehr individuellen Blick auf die Patienten, von denen viele oftmals einen hohen Leidensdruck hätten. Aber: „Es geht nicht darum, die Chirurgen zu beliefern.“ Doch natürlich freut er sich auf sehr kurze Wege, die er im DRK-Krankenhaus vorfindet.
Im April wird übrigens noch ein weiterer (junger) Gastroenterologe zum Team stoßen. Wobei damit die Personalplanungen von Billig nicht abgeschlossen sind. Der nächste Lotto-Schein liegt unter Umständen bereits in seiner Schublade.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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