Niederfischbach und U.N.S. sagen Rummel ab
Auch 2021 keine „Föschber“ Kirmes

Kirmestrubel mitten im Ort: Darauf müssen die Niederfischbacher und Besucher aus dem Umland auch in diesem Jahr verzichten.
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  • Foto: rai (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Niederfischbach. Die Ahnung schwebte schon lange über dem Asdorftal, jetzt ist es amtlich: Auch die Niederfischbacher Kirmes 2021 ist abgesagt. Zu diesem Schritt hat sich jetzt die Ortsgemeinde als Veranstalter in Absprache mit U.N.S. (Organisatoren) entschieden. „Es gibt viele Gründe, warum wir die Straßenkirmes in Niederfischbach auch 2021 leider nicht durchführen können“, wird Marktmeister Markus Walkenbach in einer Pressemitteilung zitiert.

So untersagt die aktuell gültige Corona-Verordnung derzeit die Durchführung von Großveranstaltungen. Wann diese Regelung entfällt, sei nicht absehbar. Somit sei bisher davon abgesehen worden, Verträge für das laufende Jahr abzuschließen. Hier habe man sich zum Beispiel auch zwischendurch mit der Gemeinde Wenden über deren Vorgehensweise ausgetauscht.

Zu viele offene Fragen für Durchführung der "Föschber" Kirmes

Das aktuelle Prinzip „geimpft, genesen, getestet“ ist in einem öffentlich zugänglichen Raum, wie es bei der „Föschber Kirmes“ der Fall ist, nicht umsetzbar, heißt es in der Mitteilung weiter. Welche Regeln im August gelten, könne derzeit, trotz sinkender Inzidenzwerte, nicht vorhergesehen werden.
Weitere Fragezeichen ergeben sich bei der Durchführung der Veranstaltung. Die Planung wird seitens der U.N.S. zu 100 Prozent ehrenamtlich durchgeführt. Wer solle hier im Vorfeld ein umfangreiches Hygienekonzept für eine Großveranstaltung mit einer fünfstelligen Besucherzahl entwerfen? Wie die Getränkelogistik funktionieren? Eine Ausgabe von Pfandbechern sei kaum vorstellbar. Und: Wird der Ausschank von (alkoholischen) Getränken überhaupt gestattet? Denn neben den Standgeldern finanziert sich die Veranstaltung eben auch dadurch. Eine Erhöhung der Standgelder für eine Branche, die seit fast anderthalb Jahren keine Einnahmen generieren kann, schließen die Macher erst einmal aus.

Corona-Pandemie trifft die Schausteller hart

Gerade die Schausteller treffe die Pandemie hart. Neben dem faktischen Berufsverbot fehle ihnen auch eine Perspektive. Aus diesem Grund habe man mit einer Absage möglichst lange gewartet. Aber: Bis zum Kirmeswochenende sind es keine drei Monate mehr, die Entscheidung somit nicht mehr aufschiebbar. Bands, Schausteller und alle weiteren Personen mit gültigen Verträgen wurde 2020 eine Teilnahme für 2021 zugesagt. Daran wollen sich U.N.S. bzw. Ortsgemeinde auch für 2022 halten.
„Neben der gesamten Kirmesplanung liegt auch die Gründung des Kirmesvereins auf Eis“, berichtet Laura Hombach (U.N.S).

Corona-Krise: „Wendsche Kärmetze“ abgesagt

Im vergangenen Jahr waren bereits die ersten Einladungen zur Gründungsversammlung verschickt worden, ein Satzungsentwurf wurde zusammen mit Sven Wolf von der Verbandsgemeinde Kirchen ausgearbeitet. Dann kam der erste Lockdown. Aber man hofft, dass die Gründung des Vereines noch im Jahr 2021 auf den Weg gebracht werden kann.

"Föschber" Kirmes und "Wendsche Kärmetze" überschneiden sich 2022 nicht

„Ansonsten bleibt uns nur das Warten auf das Jahr 2022. Der Kirmesmännsch wird demnach auch 2021 nicht verbrannt und freut sich somit älter zu werden als all seine Vorgänger“, so Tim Kraft von den Organsiatoren. Einen kleinen Trost gibt es aber für 2022: Die „Wendsche Kärmetze“ und die „Föschber“ Kirmes fallen dann nicht auf das gleiche Wochenende. Ob der Gedanke, die Kirmes bereits freitags starten zu lassen, weiterverfolgt wird, wurde demnach aber noch nicht entschieden.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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