Auf der L279 dominiert weiter die »Flickschusterei«

Ordentlicher Ausbau wird frühestens 2004 beginnen

sz Friesenhagen. »In naher Zukunft wird der Ausbau der L279 zwischen Friesenhagen und Wingendorf wohl nicht realisiert«, bedauert der CDU-Bundestagsabgeordnete Werner Wittlich. Bei einem Vor-Ort-Besuch vor einigen Monaten war er auf den nach seiner Aussage »katastrophalen Straßenzustand« aufmerksam geworden. In einem Brief hatte er sich an den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage gewandt und nachdrücklich auf die Probleme der L297 hingewiesen.

»Die Antwort aus Mainz ist auch für die betroffenen Anwohner eine Enttäuschung«, so Wittlich. »Bauckhage hat schwarz auf weiß bestätigt, dass mit einem Beginn des Ausbaus der L279 zwischen Friesenhagen und der Einmündung der K137 bei Obersolbach frühestens ab 2004 gerechnet werden kann. Und dies macht der Minister auch noch abhängig von dem Finanzrahmen des Landesstraßenbaus, der dann zur Verfügung steht. Anders lautende Ankündigungen, nach denen das Planungsverfahren beschleunigt werden soll, sind somit nichts weiter sind als leere Versprechungen«, meint Wittlich.

Nach Auskunft des Ministeriums wird derzeit die Planung für die beiden Teilbereiche zwischen Friesenhagen und der Einmündung der K137 bei Obersolbach sowie zwischen der K137 und der Einmündung der K88 bei Harbach durch ein Ingenieurbüro vorgenommen. Mit der Fertigstellung der Planung könne frühestens Ende des Jahres gerechnet werden. Anschließend sei die Durchführung eines Abstimmungsverfahrens zur Erlangung des Baurechts vorgesehen. Die erforderlichen Grundstücksverhandlungen mit dem Haupteigentümer liefen bereits. Die geschätzten Kosten für den ersten Teilabschnitt lägen bei 360000 Euro, im Bauprogramm des Landeshaushalts 2002/2003 sei ursprünglich lediglich ein Anlaufbetrag von 100000 Euro vorgesehen. Der zweite Streckenabschnitt sei im Landeshaushalt 2002/2003 gar nicht enthalten gewesen.

Die Streckung der so genannten Mobilitätsmilliarde bis 2009 und das Eingeständnis einer »haushaltspolitisch außerordentlich schwierigen Situation«, die Bauckhage in seinem Brief einräume, seien nur zwei Indikatoren dafür, dass die Landesregierung ihre vollmundig gegebenen Versprechen in der Realität des politischen Tagesgeschäfts nicht einhalten könne. »Es ist auch keine Lösung, wenn die Anwohner auf andere Straßen ausweichen. Damit umgehen wir das Problem lediglich«, unterstreicht der Abgeordnete.

»Zeichen großer Ignoranz«

»Wenn der Minister davon spricht, dass bis zum Ausbau der Straße die Fahrbahn verkehrssicher gehalten werden soll, ist dies ein Zeichen großer Ignoranz gegenüber den Tatsachen. Der Asphalt kann mit den Schuhen eingetreten werden und aus der Deckschicht lassen sich Asphaltstücke heraus nehmen. Das hat mit Sicherheit absolut nichts mehr zu tun«, so Wittlich. Die Straße werde auch von Schulbussen und Lkw befahren. »Dadurch wird die Straße mehr und mehr zu einem Sicherheitsrisiko – trotz aller Versprechungen des Ministeriums.« Man könne über das Jahr gar nicht so schnell ausbessern, wie der Winter wieder Schäden anrichte, so Wittlich.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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