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Impfskeptiker in Kirchen auf der Straße
Aus Spaziergang wird Demo

Die rund 70 Teilnehmer der Demonstrationen zogen in einem Rundgang durch Kirchen und prangerten auf Plakat hauptsächlich den Umgang mit Kindern an. Fotos: thor
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  • Die rund 70 Teilnehmer der Demonstrationen zogen in einem Rundgang durch Kirchen und prangerten auf Plakat hauptsächlich den Umgang mit Kindern an. Fotos: thor
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thor Kirchen. Brücken bauen und den Dialog suchen: Dafür gingen am Samstag Abend in Kirchen rund 70 Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Politik und die damit verbundenen Einschränkungen auf die Straße. So stellte es jedenfalls Andreas Ziegenrücker dar. Der Kirchener hatte diese erst (legale) Demonstration beantragt – und er lieferte in seinen einleitenden Worten vor dem Rathaus auch gleich die Begründung: Er habe keine Lust darauf, Bußgelder zu bezahlen. Die hätten ihm und allen anderen gedroht, wenn dies weiterhin ein unangemeldeter Spaziergang gewesen wäre, schließlich gilt nach wie vor ein entsprechendes Verbot der Kreisverwaltung Altenkirchen.

thor Kirchen. Brücken bauen und den Dialog suchen: Dafür gingen am Samstag Abend in Kirchen rund 70 Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Politik und die damit verbundenen Einschränkungen auf die Straße. So stellte es jedenfalls Andreas Ziegenrücker dar. Der Kirchener hatte diese erst (legale) Demonstration beantragt – und er lieferte in seinen einleitenden Worten vor dem Rathaus auch gleich die Begründung: Er habe keine Lust darauf, Bußgelder zu bezahlen. Die hätten ihm und allen anderen gedroht, wenn dies weiterhin ein unangemeldeter Spaziergang gewesen wäre, schließlich gilt nach wie vor ein entsprechendes Verbot der Kreisverwaltung Altenkirchen.

Ordnungsamt und Polizei vor Ort

Und waren die Blicke zuletzt eher auf die Geschehnisse in der Kreisstadt gerichtet, so scheinen sich die Aktivitäten der Impfskeptiker nun auch wieder im Oberkreis auszubreiten. Begleitet wurde die Demonstration, die im Rundkurs über die Brückenstraße, Bahnhofstraße und Lindenstraße zurück zum Rathaus führte, von etlichen Polizeibeamten und Mitarbeitern der Ordnungsbehörden Kirchen und Altenkirchen. Die Teilnehmer trugen zwar keine Masken, hielten sich aber weitgehend an die Abstandsregelungen – zumindest bei ihrem Marsch.

Impfen von Kindern "ein Verbrechen"

Ziegenrücker bediente sich einer sehr moderaten Wortwahl, allerdings waren auch Plakate zu sehen, auf denen das Impfen von Kindern als „Verbrechen“ bezeichnet wurde. Zu Beginn hatte er auch ein Lob für die Polizei für deren „unkomplizierte Kooperation“ parat – ob die sich darüber gefreut hat, mag dahingestellt sein. Ziegenrücker wünschte sich jedenfalls die Freunde und Helfer zurück und keine Handlanger der Politik.

"Selbstdenkende" nicht diffamieren

Demonstriert werde hier für das Recht auf freie Meinungsäußerung, so Ziegenrücker: „Demokratie lebt von Debatten und einem breiten Meinungsspektrum.“ Der Kirchener kritisierte, dass „Selbstdenkende“ als Minderheit abgestempelt und die Medien unausgewogen und einseitig berichten würden. Die „vermeintliche“ Pandemie kenne aber viele Opfer, so Ziegenrücker. Allein durch ihren Impfstatus würden Menschen diffamiert.

Kinder sollen sich frei entwickeln

Und dann prangerte er den Umgang mit den Kindern an, hatte er die Demo doch schon im Vorfeld als „Familien-Veranstaltung“ angekündigt. Die Jüngsten wüchsen in eine Gesellschaft hinein, in der Intoleranz und Denunziation an der Tagesordnung seien. Keiner spreche über die Nebenwirkungen einer Impfung, die psychischen Belastungen und die Suizide. „Wir möchten, dass sich die Kinder wieder frei entwickeln können.“ Man wolle wieder das Lachen hinter den Masken sehen.

Für eine "natürliche Immunisierung"

Ziegenrückers Fazit: Jeder solle selbst entscheiden und bestimmen, was für ihn das Richtige sei. Seine Empfehlung lautete so: „Es gibt nichts Besseres als die natürliche Immunisierung.“

Gegendemonstranten gab es übrigens keine, und angesichts der vorgerückten Stunde waren auch wenige Passanten auf den Straßen. Auf der Bahnhofstraße gegenüber des Krankenhauses zählte eine Frau dann aber die Polizeijacken. Anschließend sagte sie zu ihrer Freundin: „Guck mal, wie viele da abgestellt werden müssen für so einen Sch...“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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