Backesverein sucht bislang vergeblich an neuen Helfern
Backtradition in Offhausen steht vor dem Aus

Es wäre zu schade, wenn hier nicht mehr gebacken würde. Foto: damo

sz/thor Offhausen. Es wäre nicht nur in kulinarischer Hinsicht ein herber Verlust: Wenn am Samstag, 21. September, die Bäcker des Backesvereins Offhausen wieder ofenfrisches Brot und leckeren Hefekuchen im Backes am Dorfplatz zubereiten, dann könnte es einer der letzten Anlässe sein, bei dem das Feuer im Ofen brennt. Denn ohne personelle Unterstützung droht der alten Backtradition in Offhausen das Aus. Darauf weist der Verein in einem Schreiben an die Presse hin. „Zum Ende des Jahres wird aus heutiger Sicht der letzte Backtag sein.“ Ende November sollen noch einmal Brot und Christstollen an die treue Kundschaft gehen.

Schon seit rund einem Jahr suche man an zusätzlichen Mitstreitern, berichtete Alfred Köhler (Harbach), der immer am frühen Samstagmorgen für das eigentliche Backen verantwortlich ist. Wichtig seien aber am Tag vorher die vorbereitenden Arbeiten. Hier sei Klaus Latsch der zentrale Helfer gewesen. Dieser habe für das kommende Jahr seinen Rückzug angekündigt, daher habe sich eine gewisse „Dramatik“ entwickelt, so Köhler.

Eine spezielle berufliche Vorbildung wird nicht vorausgesetzt. „Wer sich für die Abläufe dieser alten Backtradition interessiert und gerne im Team arbeitet, der ist herzlich eingeladen, das Backteam zu begleiten und eventuell auch künftig zu unterstützen.“

Doch erst einmal wird der Backes noch rauchen: Hergestellt wird am Samstag das Brot nach eigenem Rezept aus Roggenvollkornmehl und Roggenvollkornschrot, das mit Natursauerteig einen Tag zuvor angesetzt wurde. Es werden wie immer keinerlei sonstige Zusatzstoffe eingesetzt. Für das Brot wird der Roggenschrot einen Tag zuvor mit Wasser eingeweicht, das Roggenmehl wird mit natürlichem Sauerteig ebenfalls einen Tag zuvor angesetzt und versäuert. Fein gemahlenes Dinkelvollkornmehl, Weizenmehl, Wasser, Salz und Hefe ergeben dann den Teig für das Backesbrot.

Gebacken wird das Brot im vorher mit heimischem Holz aufgeheizten Schamott-Ofen. Nach ca. einer Stunde Backzeit hat es die gewünschte Färbung und Kruste. Ein Teil des Brotteiges wird mit verschiedenen Ölsaaten, wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen und Sesam, gemischt und als Körnerbrot angeboten. Besonders beliebt ist das ebenfalls frisch gebackene Kartoffelbrot in Kastenform.

In der Schlusshitze des Ofens werden dann noch verschiedene Sorten Hefekuchen mit Streuseln auf großen schwarzen Blechen gebacken.

Da Brot und Kuchen nur in begrenzter Menge gebacken werden kann, sollte vorbestellt werden. Die Bestellungen nehmen Klaus Latsch, Tel. (0 27 41) 6 35 57, oder Günter Schuhen, Tel. (0 27 41) 6 19 22, entgegen. Beide sind auch Ansprechpartner für all diejenigen, die sich eine ehrenamtliche Mitarbeit vorstellen können. Ab 12 Uhr am Backtag können die bestellten Backwaren abgeholt werden.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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