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Update: Bahn frei für ursprüngliche Investoren
Bahnhofstraße Kirchen: JSB GmbH zieht "Bewerbung" zurück

Der Grundstücksverkauf an der Kirchener Bahnhofstraße wird immer mehr zu einer Mischung aus Krimi und Posse.
  • Der Grundstücksverkauf an der Kirchener Bahnhofstraße wird immer mehr zu einer Mischung aus Krimi und Posse.
  • Foto: thor (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Kirchen. Was für ein Paukenschlag: Der Anwalt der JSB GmbH hat am Dienstag die Kreisverwaltung Altenkirchen telefonisch darüber informiert, dass man sich aus dem Interessenbekundungsverfahren zum Verkauf der Grundstücke an der Bahnhofstraße komplett zurückzieht. Damit ist der Weg für die bisherigen Investoren-Teams frei.

Intensive GesprächeEin Paukenschlag ist es deshalb, weil noch am Montag seitens der JSB GmbH mit rechtlichen Schritten gedroht worden war, sollte die für Dienstag geplante Präsentation stattfinden (die SZ berichtete exklusiv). Offenkundig beruhte diese Ankündigung auf einer gewissen Unzufriedenheit mit dem Informationsfluss der Kreisverwaltung.

thor Kirchen. Was für ein Paukenschlag: Der Anwalt der JSB GmbH hat am Dienstag die Kreisverwaltung Altenkirchen telefonisch darüber informiert, dass man sich aus dem Interessenbekundungsverfahren zum Verkauf der Grundstücke an der Bahnhofstraße komplett zurückzieht. Damit ist der Weg für die bisherigen Investoren-Teams frei.

Intensive Gespräche

Ein Paukenschlag ist es deshalb, weil noch am Montag seitens der JSB GmbH mit rechtlichen Schritten gedroht worden war, sollte die für Dienstag geplante Präsentation stattfinden (die SZ berichtete exklusiv). Offenkundig beruhte diese Ankündigung auf einer gewissen Unzufriedenheit mit dem Informationsfluss der Kreisverwaltung.  Am Morgen danach aber gab es aber intensive Gespräche – und es ist wohl vor allem Peter Schmidt zu verdanken, dass vielleicht noch gerade rechtzeitig die Reißleine gezogen wurde. „Das Projekt darf nicht länger verzögert und schon gar nicht verhindert werden“, sagte der Freusburger im Gespräch mit der SZ. 

Wie von Anfang an geplant

Durch den Rückzug hat sich nun auch eine Präsentation bzw. ein weiteres Verfahren erledigt – und das DRK muss auch keine Empfehlung mehr abgeben. Das Projekt kann jetzt – unter Berücksichtigung der Forderungen des Krankenhaus-Trägers – so realisiert werden, wie es fast von Anfang an geplant war. Reinhard Hof und die Fa. Runkel kümmern sich um ersten Bauabschnitt, der u. a. die Senioren-Wohnungen und die Demenz-WG beinhaltet, die Bauherrengemeinschaft Kay-Uwe Peter, Jens Bügler und Thorsten Grahl übernehmen den zweiten Bereich (Krankenpflegeschule). Nicht nur bei der Stadt, sondern auch beim Krankenhaus dürfte die Freude groß sein, ist doch nun endlich eine klare Perspektive vorhanden. 

Zeitlicher Vorsprung

Zur Erinnerung: Samir Jaha, Peter Schmidt und Rüdiger Brauer hatten im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens erst unmittelbar vor Fristablauf eine „Bewerbung“ abgegeben. Im Gespräch mit der SZ hatte Schmidt sehr wohl den Eindruck hinterlassen, dass es sich beim Interesse der JSB GmbH um eine reiflich überlegte Entscheidung handelte. Zu diesem Zeitpunkt war auch den drei Kirchenern klar, dass nach Ablauf des Verfahrens relativ schnell ein Präsentationstermin stattfinden würde. Das DRK als Krankenhaus-Träger hätte im Anschluss dann das beste Konzept ausgesucht. Dass die Konkurrenten der JSB GmbH zeitlich einen Vorsprung haben, wie vom Anwalt angeprangert, liegt in der Natur der Sache. Denn der Kirchener Reinhard Hof war es, der vor zwei Jahren überhaupt erst die Idee zu dem Projekt entwickelt hatte. 

Bodenrichtwert als Maßstab für den Verkauf

Gemeinsam mit dem Siegener Bauunternehmer Friedhelm Runkel, mit dem er in der Vergangenheit als Partner schon Maßnahmen an der Bahnhofstraße verwirklicht hat, wollte er den ersten Bauabschnitt übernehmen. Das Duo wollte sich mit der Bauherrengemeinschaft abstimmen, die den Bau der Krankenpflegeschule realisieren möchte. Zu keinem Zeitpunkt ging es beim Verkauf um weniger als den Bodenrichtwert. Nachdem die JSB GmbH mit eingestiegen war, hatten die „alten“ Investoren ebenfalls kurz über rechtliche Schritte nachgedacht. Steht doch bei Rüdiger Brauer, dem 1. Beigeordneten der Stadt Kirchen, eventuell ein Interessenkonflikt im Raum. Doch letztlich wurde vor der Präsentation auf anwaltliche Hilfe verzichtet.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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