SZ

Erster Teil einer "Mammutaktion“
Baumfällung zwischen Kirchen und Betzdorf

„Achtung, Baum fällt!“ Stück für Stück trat eine neue Aussicht auf Kirchen zutage.
4Bilder

rai Kirchen. Die Motorsäge knattert, dann fällt mit lautem Getöse krachend eine Fichte: Ein Prozedere, das sich gestern im Stadtwald Kirchen zwischen B 62 und Kirmesfeldstraße abspielte. Nicht ein Mal, nicht zwei Mal, viele Dutzende Male. Zur Mittagszeit war links bereits eine breite Schneise geschlagen. Auch an anderen Stellen lagen die Stämme in der Horizontalen – und sie bleiben so liegen.

Die Trockenheit und der Borkenkäfer haben auch dem Fichtenbestand in dem Hang oberhalb der B 62 zugesetzt. Längst ist alles verfärbt, teils ist die Borke großflächig abgefallen. „Alles was braun ist, geht weg“: Auf diesen kurzen Nenner brachte es Forstunternehmer Franz Utsch aus Katzenbach, als er um 8 Uhr mit seiner Arbeitstruppe anrückte. Die B 62 war dafür voll gesperrt worden.

rai Kirchen. Die Motorsäge knattert, dann fällt mit lautem Getöse krachend eine Fichte: Ein Prozedere, das sich gestern im Stadtwald Kirchen zwischen B 62 und Kirmesfeldstraße abspielte. Nicht ein Mal, nicht zwei Mal, viele Dutzende Male. Zur Mittagszeit war links bereits eine breite Schneise geschlagen. Auch an anderen Stellen lagen die Stämme in der Horizontalen – und sie bleiben so liegen.

Die Trockenheit und der Borkenkäfer haben auch dem Fichtenbestand in dem Hang oberhalb der B 62 zugesetzt. Längst ist alles verfärbt, teils ist die Borke großflächig abgefallen. „Alles was braun ist, geht weg“: Auf diesen kurzen Nenner brachte es Forstunternehmer Franz Utsch aus Katzenbach, als er um 8 Uhr mit seiner Arbeitstruppe anrückte. Die B 62 war dafür voll gesperrt worden. Rund 800 Bäumen geht es ans „Unterholz“, schätzte Utsch.

Das Gros wird im Steilhang liegen bleiben. In diesen stiegen zwei Trupps an Forstwirten, die sich an unterschiedlichen Stellen Stamm für Stamm vornahmen. Die Fichten fielen dabei schräg in den Hang – mit Getöse. „Weil die Bäume so trocken sind, deshalb kracht das so“, erläuterte Franz Utsch. Mit fünf Forstwirten und drei Maschinisten war man im Einsatz, und zwei Personen waren mit der Verkehrssicherung betraut. Utsch hatte seine schwere Rückemaschine dabei, ein Autokran kam hinzu.

Bedrohlich wirkt der Steilhang mit seinen vom Borkenkäfer geschwächten Fichten.

Denn die Fichten, die oberhalb des Felssicherungsnetzes, das bis an die Bundesstraße reicht, stehen, mussten erst an den Haken genommen werden, um sie aus dem Hang zu heben. Während die Forstwirte im Stadtwald mit ihren Motorsägen für klare Verhältnisse sorgten, wurde auch unten an der B 62 gearbeitet. Der Autokran nahm Bäume an den Haken, die zwischen Gehweg und Sieg standen.

Für den Landesbetrieb Mobilität wurden hier vier Fichten gefällt – die ebenfalls trocken waren, ebenso eine Kiefer. Von einem Hubsteiger aus nahmen Christian Schepp und Malte Utsch die Bäume nach einander an die Kette am Kranhaken. Nachdem auch hier die Motorsäge ihre Arbeit verrichtet hatte, ließ Thomas Hartmann mit seinem 50-Tonnen-Kran die Bäume sachte auf die Bundesstraße schweben.

Auch ein Autokran kam zum Einsatz.

Mit der Motorsäge wurden Äste abgeschnitten und die Stämme in „handliche“ Stücke zerteilt – zumindest für die Rücke-maschine, mit der sich Franz Utsch alles krallte und auf einen Anhänger verfrachtete. Aus dem Holz werden Hackschnitzel, berichtete Katja Utsch, die gestern am Sicherungsnetz das Lichtraumprofil freischnitt, was sich bei der Vollsperrung anbot. Der Verkehr wurde über den Struthof und den Schwelbel umgeleitet, nur Linienbusse durften passieren.

Mittags setzte starker Regen ein. Der Kran sollte deshalb wieder abrücken, weil es zu gefährlich sei, sagte Franz Utsch. Mit den weiteren Fällarbeiten ging es aber weiter. Man sei bislang gut durchgekommen. Am Anhänger zeigte Franz Utsch auf einen Querschnitt eines Stammes: „Das sind Trockenrisse von der Hitze.“ Als Bauholz sei das nicht mehr zu verwenden.

Auch Monika Lieth, die Umweltfachkraft der Verbandsgemeinde Kirchen, war vor Ort bei der Aktion, die – wie berichtet – am kommenden Sonntag fortgesetzt wird. Mit Blick auf den Verkehr habe man sich bewusst für Feriensonntage entschieden.

Mit schwerem Gerät ging es auch auf der Bundesstraße zur Sache.

Die Bäume würden nicht bodengleich gefällt. Bewusst lasse man ein Stück Stamm stehen, so Lieth. Die Idee, die Bäume dann quer zu legen, habe den Vorteil, dass man damit etwas gegen Steinschlag tue. Zudem sei es kostengünstiger.

Kleine Kiefern und Eichen, auch Hainbuchen, als wichtigste Baumarten, bleiben auf dem Steilhang stehen. Revierförster Bernd Schaefer, der gestern Mittag bei der Aktion vorbeischaute, kam zu einer kurzen, aber prägnanten Einschätzung: „Eine Mammutaktion.“ Vom Umfang des Personal- und Maschineneinsatzes und auch vom Umfang der Fläche her.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen