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Von der Mücke zum Elefanten?
Beachvolleyballfeld wird zum Streitthema

Am Schinderweiher soll das Beachvolleyballfeld entstehen, das gerade zum Streitthema wird.
  • Am Schinderweiher soll das Beachvolleyballfeld entstehen, das gerade zum Streitthema wird.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

dach Mudersbach. Baggern und auch Pritschen gehört im Freibad für manch einen einfach dazu. Auch im Naturbad Schinderweiher in der Niederschelderhütte soll deshalb ein Beachvolleyballfeld angelegt werden. Darauf hatte man sich im vergangenen Jahr bei einem Ortstermin des Bauausschusses nach einem Antrag der CDU-Fraktion verständigt. Bernhard Steiner teilte dem Gremium bei seiner Sitzung am Mittwochabend allerdings mit, dass es damit in dieser Saison noch nichts werden wird. Der 1. Beigeordnete begründete dies mit Lieferengpässen: Es würden spezielle Randsteine benötigt, aber die seien im Moment schlicht nicht zu bekommen.

Kurz vor Schluss der Sitzung hob Jens Stötzel (Wählergruppe Stötzel) das Thema noch einmal aufs Tapet.

dach Mudersbach. Baggern und auch Pritschen gehört im Freibad für manch einen einfach dazu. Auch im Naturbad Schinderweiher in der Niederschelderhütte soll deshalb ein Beachvolleyballfeld angelegt werden. Darauf hatte man sich im vergangenen Jahr bei einem Ortstermin des Bauausschusses nach einem Antrag der CDU-Fraktion verständigt. Bernhard Steiner teilte dem Gremium bei seiner Sitzung am Mittwochabend allerdings mit, dass es damit in dieser Saison noch nichts werden wird. Der 1. Beigeordnete begründete dies mit Lieferengpässen: Es würden spezielle Randsteine benötigt, aber die seien im Moment schlicht nicht zu bekommen.

Kurz vor Schluss der Sitzung hob Jens Stötzel (Wählergruppe Stötzel) das Thema noch einmal aufs Tapet. Na, Gott sei Dank könne das Feld nun noch nicht gebaut werden, so der Tenor seiner Ausführungen. Denn der Ausschuss bzw. der Gemeinderat habe ja erst noch darüber zu befinden, wie das Feld denn genau ausgestaltet werden soll. Schließlich habe die Verwaltung den Auftrag erhalten, mehrere Varianten auszuarbeiten und dieses Ergebnis dem Bauausschuss vorzulegen.

Das sei bislang aber nicht geschehen, die Verwaltung habe noch „eine ganze Menge Hausaufgaben zu machen“, so Stötzel: „Aber wir haben ja jetzt ausreichend Gelegenheit bis 2022, im Ausschuss und Rat darüber zu diskutieren.“

War schon alles klar?

Das wollte Bernhard Steiner so aber nicht stehen lassen. Nach dem Ortstermin sei klar gewesen, wo das Feld angelegt und wie groß es werden soll, nämlich kleiner als normal, und zwar neun mal 14 Meter. Dann müssten Randsteine gesetzt, die Fläche mit Sand verfüllt und ein Netz gespannt werden. 5000 Euro stünden dafür im Haushaltsplan.

"Die Verwaltung hat noch eine ganze Menge Hausaufgaben zu machen."
Jens Stötzel
Wählergruppe Stötzel

Das sei die Variante der CDU-Fraktion gewesen, entgegnete Stötzel. Aber Stefan Strunk vom Bauamt habe vor Ort die Möglichkeit ins Spiel gebracht, auf Sand zu verzichten und den Gästen ein Wiesenspielfeld anzubieten.

Außerdem müsse geklärt werden, ob ein Zaun aufgestellt werden soll, damit die übrigen Badegäste nicht gestört werden. Man werde nicht umhinkommen, sich das als Ausschuss vor Ort nochmal anzuschauen. Und: Nun habe jeder Gelegenheit, sich über den Sommer in anderen Freibädern schlau zu machen, wie dort die Volleyballfelder angelegt seien.

Skizze und Kostenschätzung

Markus Köhler (CDU) hakte ein: Es habe ja bereits einen Ortstermin gegeben. Und bei dem habe man sich auf einen Standort geeinigt. Der Rest sei relativ einfach: Sand, Netz, fertig.
„Gucken Sie doch ins Protokoll, Herr Köhler“, riet Stötzel. In der Tat steht dort: „Die Verwaltung wird beauftragt, mehrere Varianten eines Beachvolleyballfeldes am Schinderweiher zu planen und zu prüfen.“ Köhler hingegen befand: „Man sollte nicht eine Mücke zum Elefanten machen.“
Bernhard Steiner lenkte schließlich ein: In der nächsten Sitzung werde es eine Skizze und eine Kostenschätzung geben. „Überhaupt kein Problem.“

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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