Bedingungslose Liebe

Songwriter Albert Frey und seine Band gaben ein Konzert mit Tiefgang. Foto: rai

rai Kirchen. Mutmachend und impulsgebend kam der christliche Songwriter Albert Frey im Haus der Ev.-freik. Gemeinde Kirchen daher. In seinen Liedern und Texten erzählte er persönliche Geschichten und motivierte sein Publikum, die „Freude, die von innen kommt“, zu erleben. Nach Auftritten in Hof und Zwickau stand Albert Frey mit den drei Musikerkollegen Michael Fastenrath (Bass), Burkhard Mayer-Anderson (Schlagzeug) und Andi Mette (Gitarre) am Sonntag an der Sieg auf der Bühne.

Bei seinem ersten Konzert in der Region gab der Oberschwabe gleich zu Beginn zu, er habe „Angst vor den Siegerländern, weil die doch so reserviert sein sollen“. Nach dem Konzert räumte er gegenüber der SZ ein: „Wenn man die Siegerländer inhaltlich gewonnen hat, dann gehen sie mit.“

Inhaltlich gewonnen hatten Albert Frey und Band die Konzertbesucher schon mit ihren ersten Liedern. Schon beim zweiten Song sangen alle mit: „Bedingungslose Liebe“, ein Stück, das der Songwriter vor zehn Jahren zum 2000. Geburtstag von Jesus Christus geschrieben hat. Gesellschaftskritisch positionierte sich Albert Frey gleich mit dem allerersten Lied: „Wir sind auf Nachtfahrt und sehen nur, was der Scheinwerfer erhellt“, aber die Seele gehe zu Fuß, klagte er und sang gegen fehlende Orientierung und „die freundliche Maschine, die sagt, wo es langgeht“ an.

Bei solchem Tiefgang in den Texten konnten die Besucher das ausleben, wozu Organisator André Strunk von der Kirchener Gemeinde sie in seiner Begrüßung aufgefordert hatte: „Lasst euch auf die Lieder und Texte ein und spürt ein Stück weit, wie Gott ist.“ Der mache sich klein, weil er in die Herzen der Menschen kommen wolle, sagte Frey, der zu diesem Thema einen neuen Song mitgebracht hatte.

Mit einem Bluesstück eröffnete er später einen Programmteil mit persönlichen Songs, in denen er kleine Geschichten erzählte. Mit „Keine Lust zu beten“ fragte er nach: „Warum ist das manchmal so, dass es uns schwerfällt zu beten?“. Mal besinnlich, dann wieder impulsiv mit einem stehenden und klatschenden Publikum ging nach knapp drei Stunden das Konzert zu Ende. Die Besucher dürfte es wohl genauso gesehen haben wie der Liedermacher Albert Frey: „Es hat Spaß mit euch gemacht.“

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