Bei Raumplanung ist ein wacher Sinn gefragt

Aufstellung »Mittelrhein-Westerwald« auch für Niederfischbach von großer Bedeutung

goeb Niederfischbach. Niederfischbach und seine Zukunft liegt auch in den Händen der Stadtplaner. Der Ort ist über das Rathaus Kirchen am Raumordnungsverfahren Mittelrhein-Westerwald beteiligt. Joachim Neuhof (VG Kirchen, Bauamtsleitung) stellte jetzt dem Gemeinderat vor, welche Faktoren die Verwaltung gerne berücksichtigt wissen möchte.

Nähe zum Giebelwald

So soll Niederfischbach als »verdichteter Raum« ausgewiesen werden, das ist etwas differenzierter als die unterschiedslose Eingruppierung mit Harbach oder Friesenhagen, also Orte, die deutlich ländlicher ausgeprägt sind. Eine besondere Rolle spiele der Arten- und Biotopschutz, so Neuhof, schon wegen der Nähe zum Giebelwald. Der Regionale Raumordnungsplan sieht die Ausweisung von Vorrangzonen aus. Die Verwaltung habe vorgeschlagen, eine Abstandsfläche von 300 Metern zur bebauten Ortsrandlage zu berücksichtigen. Viel Spielraum gebe es in dieser Frage wohl nicht, erwiderte Neuhof auf eine Nachfrage der CDU, es könne womöglich bei der Planung von Gewerbeflächen eng werden. Vor Jahren war der Bereich Eselsberg als Gewerbefläche im Gespräch.

Sehr interessiert ist man in Niederfischbach an der Vernetzung des Asdorftal-Radweges. Man denkt an eine überregionale Weiterführung der Freizeitstrecke. Das müsse entsprechend publik gemacht werden, warb man.

Wichtige Verbindungsstrecke

Bekanntermaßen ist die Landesstraße L 278/279 – die Verbindung Friesenhagen-Wingendorf – in äußerst schlechtem Zustand. Bessere Möglichkeiten, so dass die Sanierung der auch für Niederfischbach wichtigen Verbindungsstrecke endlich angepackt wird, verspricht man sich von einer neuen Klassifizierung. Die Strecke, wünschen sich die Experten, soll als »überregionale Verbindung« apostrophiert werden.

Schließlich denkt man in Niederfischbach auch an die engen Beziehungen zu den Nachbarn im Ländereck. Gerade die Verflechtungen in der Wirtschaft und in der Dienstleistung zum Siegerland seien eng, wurde hervorgehoben. Man sprach sich dafür aus, ein Raumordnungskonzept zu erstellen, dass die Bezüge zu Kirchen, Betzdorf, Freudenberg und Siegen herausstellt. Das könne bei Raumplanungen in diesen Kommunen nur vor Vorteil sein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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