Beim 9. Brunnenfest stimmte alles

Ob per Inline-Skates, Fahrrad oder Pkw: Niederfischbach war gestern Ausflugsziel Nr.1

thor Niederfischbach. Um kurz nach 13 Uhr kann man noch skeptisch sein. Auf der gesperrten Hauptverkehrsachse der Asdorftalgemeinde, der Konrad-Adenauer-Straße, deutet noch nicht viel auf ein Volksfest hin. Eine Stunde später – in unserer Region wird halt noch ordentlich um 12.30 Uhr zu Mittag gegessen – ist die Sache dann schon ziemlich klar: An diesem Sonntag ist Niederfischbach für viele Siegerländer und Westerwälder das Ausflugsziel Nr.1. Endlich einmal findet das Brunnenfest bei optimalen äußeren Bedingungen statt – Petrus als zuständiger Sachbearbeiter hat sich dann doch mal dazu entschlossen, dem örtlichen Schutzpatron Mauritius eine weitere Peinlichkeit in Sachen Wetter zu ersparen.

Radweg als Zubringer

So strömen am frühen Nachmittag die Massen zu Tausenden von beiden Seiten nach Niederfischbach, wo an diesem Tag fast alle Geschäfte geöffnet haben. Dabei gibt es trotz des Andrangs keine Parknot. Noch nie zuvor sah man bei einem Brunnenfest so viele Radfahrer oder Inline-Skater. Die (logische) Erklärung liefert Stefan Roth (31) aus dem benachbarten Freudenberg: »Wenn es den Radweg nicht gäbe, wären wir heute nicht hier.« Er ist auf acht Rollen zusammen mit Freundin und Kumpel über die Landesgrenze geskatet – doch angesichts der sommerlichen Temperaturen ist nun erst einmal ein Eis angesagt.

Zu sehen gibt es einiges für die Besucher, und vor allem Familien kommen auf ihre Kosten, dürfen sich doch die Kids wahrlich nicht über Langeweile beschweren. Ständig dicht umlagert ist das »Feuerrote Spielmobil«. Hier wird jongliert, mit dem Einrad gefahren, und mancher schafft es sogar, eine Riesen-Seifenblase zu zaubern. Wer etwas mutiger ist, wagt sich auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes in ein Kart des MSC Asdorftal und darf sich auf dem Rundkurs – quasi zeitgleich mit dem großen Vorbild – wie ein Nachwuchs-Schumi fühlen. Natürlich dürfen die Hüpfburg und die Ecke zum Kinderschminken nicht fehlen.

Auch das DRK ist vor Ort, nicht nur zur Sicherheit der Festgäste. Mit der eigenen Hundestaffel demonstriert man, zu was man im sechsbeinigen Team in der Lage ist. Mit dabei ist auch die Freiwillige Feuerwehr Niederfischbach.

Das größte Gedränge entsteht freilich am Marktplatz, dem »Knotenpunkt« von Föschbe, wo auch die Brunnenfigur als Namensgeber des Festes ihren Standort hat. Auf der kleinen Bühne moderiert DJ Hansi, Leihgabe aus dem benachbarten Wehbach, die verschiedenen Aufführungen und animiert zum Losverkauf, schließlich gibt es Geld- und Sachpreise im Wert von über 5000 Euro zu gewinnen. Musikalisch geht es los mit dem Spielmannszug des »TuS« Germania Fischbacherhütte, der vom Männergesangverein und dem Musikverein abgelöst wird.

Dann aber gibt es in der Ortsmitte kaum noch ein Durchkommen. Die Mädels der »Fitness Company« aus Kirchen zeigen eindrucksvoll, was mann unter »Frauen-Power« verstehen sollte. Aerobic gepaart mit Kampfsporteinlagen – da bleibt einigen, mit reichlich Pils-Ablagerungen ausgestatteten Herren der Schöpfung der Mund vor Staunen offen. Auch DJ Hansi kann gar nicht mehr hinschauen und sorgt für reichlich (Kunst-)Nebel, zum Ärger der konditionsstarken Frauen. Viel Beifall erhalten anschließend auch die Aktiven des örtlichen Taek-Won-Do-Clubs für ihre Schaukampfübungen.

Motivation für das nächste Jahr

Als sich die Gemeinde gegen Abend wieder leert, die Föschber unter sich sind und das große Reinemachen beginnt, da ist allgemeine Zufriedenheit zu spüren. Das bestätigt auch Claus Burghaus vom Vorstand der veranstaltenden Aktionsgemeinschaft im Gespräch mit der SZ: »Das gute Wetter hat uns überrascht. So war die Resonanz diesmal sehr gut, gerade auch im Vergleich zum vergangenen Jahr. Alle Aktionen sind gut angekommen.« Burghaus erhofft sich durch diesen Erfolg einen Motivationsschub für das nächste Jahr, auf dass sich noch mehr Geschäfte und Vereine am Brunnenfest beteiligen, um allen in der Region das selbst gewählte Image zu beweisen: »Niederfischbach ist springlebendig.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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