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Vom verstorbenen Opa "infiziert"
Can ist leidenschaftlicher Krippenbauer

Der 13-jährige Can (l.) mit seiner Familie und mit seiner eigenen Weihnachtskrippe.
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gum Kirchen. Wenn in der Adventszeit die Weihnachtsdekoration ausgepackt wird, dann darf in den meisten Familien die Krippe nicht fehlen. Die gehört für viele zum Fest der Liebe und der alljährliche Aufbau ist ein ebenso ein aufregendes Ereignis wie das Schmücken des Baumes.
Meist ist die Krippe aus Holz geschnitzt und dem Geburtsort des Christuskinds nachempfunden. So auch bei der Familie Stark in Kirchen. Der 2016 verstorbene Opa hat die Familienkrippe gebaut, mit der seine Enkelkinder Can, Younes und Aleyna Stark aufwachsen. Der heute 13-jährige Can hat die Leidenschaft des Opas geerbt und auch der fünfjährige Younes ist bereits „infiziert“ und hat eine eigene, selbst gestaltete, kleine Krippe.
Bereits im Alter von drei Jahren ging Can dem Opa zur Hand.

gum Kirchen. Wenn in der Adventszeit die Weihnachtsdekoration ausgepackt wird, dann darf in den meisten Familien die Krippe nicht fehlen. Die gehört für viele zum Fest der Liebe und der alljährliche Aufbau ist ein ebenso ein aufregendes Ereignis wie das Schmücken des Baumes.
Meist ist die Krippe aus Holz geschnitzt und dem Geburtsort des Christuskinds nachempfunden. So auch bei der Familie Stark in Kirchen. Der 2016 verstorbene Opa hat die Familienkrippe gebaut, mit der seine Enkelkinder Can, Younes und Aleyna Stark aufwachsen. Der heute 13-jährige Can hat die Leidenschaft des Opas geerbt und auch der fünfjährige Younes ist bereits „infiziert“ und hat eine eigene, selbst gestaltete, kleine Krippe.
Bereits im Alter von drei Jahren ging Can dem Opa zur Hand. Er gab dem Opa das Versprechen, die Krippe weiterhin aufzubauen, auch wenn der Großvater nicht mehr da sein würde. Und das macht der Schüler seither mit großer Leidenschaft.

13-Jähriger ist ein Allrounder

Überhaupt ist Can, der nach der Schule den Beruf des Tischlers anstrebt, ein Allrounder. Er kann nicht nur basteln, sondern auch backen, kochen und sogar nähen, erzählt seine Oma Hilde stolz. Eine Woche lang hat er dieses Mal gewerkelt, bis die Krippe fertig war. „Im letzten Jahr hat es auf einmal gequalmt, deshalb war die komplette Erneuerung der Elektrik nötig“, erzählt er.
Die Aufstellung der einzelnen Krippenfiguren, des Stalls, der Tiere und vieler Zubehörteile ist sehr individuell. Erst am Heiligabend wird die Krippenszene der Weihnachtsgeschichte vervollständigt und das Jesuskind liegt in seiner Krippe im Stall, umringt von Maria und Josef, sowie den Hirten, dem Verkündigungsengel, Ochs und Esel.
Den Krippenstall und den dazugehörigen Anbau hatte einst Cans Oma vor dem Wegwerfen gerettet, da sie die Familie, der sie ursprünglich gehörten, entsorgen wollte. Rund 130 Schafe bevölkern die Weide, darunter Spezies aus der Lüneburger Heide mit langem schwarz-weißem Fell. Der Hirsch mit dem stolzen Geweih liegt neben dem Stall und bewundert die Vielfalt der Tierwelt. „Manchmal haben wir uns einen Spaß gemacht und in der Krippe ein Känguru oder einen Dinosaurier versteckt“, so Can.
Dass der Brunnen undicht ist, macht dem jungen Krippenbauer keine Sorgen. Er hat bereits eine Idee, wie er den abdichten kann. Auch ein Wasserfall ist geplant, mit einer Umwälzpumpe und einem Wassereimer, unter dem von Opa gebauten Tisch, auf dem die Krippe steht.

Bregenzerwald als Hintergrundbild

Viele Details gibt es zu entdecken, darunter eine winzige Axt auf einem Holzblock, eine beleuchtete Laterne, eine Ziegenfarm und die schwangere Maria, auf einem Esel reitend. Am 24. Dezember wird sie ausgetauscht gegen eine andere Figur. Auf dem See Genezareth schwimmt ein stolzer Schwan, gefolgt von Enten. Die vielen Engel kommen aus verschiedenen Regionen, unter anderem aus Bethlehem. Ein „gefallener Engel“ ist im Hintergrund platziert, er entspricht nicht so ganz dem herkömmlichen Geschmack eines himmlischen Boten, dafür sind seine Lippen zu auffällig geschminkt.
Die Hintergrundbilder hat ein Onkel von Can gemalt, sie stellen den Bregenzerwald dar, die Heimat von Cans Oma Hilde. Die Weisen aus dem Morgenland, die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, werden nach dem Weihnachtsfest in die Krippe integriert und kommen erst am 6. Januar im Stall beim Jesuskind an. Die Weihnachtskrippe bleibt bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen.

Der 13-jährige Can (l.) mit seiner Familie und mit seiner eigenen Weihnachtskrippe.
Auch der fünfjährige Younes hat bereits seine eigene Krippe.
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SZ Redaktion aus Siegen

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