Garantie für Bestand des Kirchener Krankenhauses gefordert
CDU: Grundstücks-Kompromiss „ein Erfolg“

Der CDU-Kreisverband Altenkirchen fordert eine Bestandsgarantie für das Kirchener Krankenhaus.
  • Der CDU-Kreisverband Altenkirchen fordert eine Bestandsgarantie für das Kirchener Krankenhaus.
  • Foto: Nadine Buderath
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sz Kirchen/Altenkirchen. Die CDU hat sich im Vorfeld der Kreistagssitzung an diesem Montag, in der das Thema final behandelt werden soll, zum Thema des Grundstücks an der Kirchener Bahnhofstraße (die SZ berichtete mehrfach) per Pressemitteilung zu Wort gemeldet.
„Wir haben von Anfang an gesagt: Man kann Flächen an einem Krankenhaus nicht einfach verkaufen, wenn die Zukunft des Krankenhauses und die der bestehenden Gebäude der Pflegeschule nicht geklärt sind“, wird Kreisvorsitzender Michael Wäschenbach zitiert. Ende 2019 hätten die CDU und vier andere Fraktionen im Kreis deshalb einem Verkauf der Grundstücke an die Stadt Kirchen nicht zugestimmt. Dort planen Investoren den Bau von barrierefreien Wohneinheiten und eine Seniorenwohngemeinschaft.
„Man weiß nicht, wie es angesichts des Neubaus im Westerwald mit dem Kirchener Krankenhaus weitergeht. Denn es entsteht in ca. 20 Kilometer Entfernung ein fast gleich großes Krankenhaus mit fast identischem Angebot. Die CDU befürchtet deshalb, dass gerade Patienten aus den Bereichen Gebhardshain, Daaden und Wissen nicht mehr nach Kirchen, sondern nach Müschenbach gehen. Somit würde der Standort Kirchen massiv geschwächt. Deshalb haben wir immer gefordert: Bei der Planung muss die Zukunft der medizinischen Versorgung im Oberkreis insgesamt mitbedacht werden!“, so Wäschenbach. Und weiter: „Wir brauchen eine Garantie für den Bestand des Krankenhauses.“
Insbesondere hat Wäschenbach als pflegepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion die Pflegeschule im Blick gehabt. Das Gebäude der Schule sei stark renovierungsbedürftig, es werde ein vorübergehender oder dauerhafter Ersatz benötigt. Fraktions-Chef Dr. Josef Rosenbauer habe deshalb stets angemahnt, dass man die zu verkaufenden Grundstücke eventuell auch als Ersatzfläche für einen Neubau der Schule brauche.

Für den Kreis entstehen keine Kosten

Es habe Gespräche und Schriftverkehr zu offenen Fragen gegeben. Geplant sei nun, dass das DRK Räumlichkeiten im geplanten Investitionsprojekt dauerhaft anmietet, weil es selbst aus finanziellen Gründen keinen Neubau errichten könne. Ob das alte Gebäude saniert, abgerissen oder verkauft wird, liege allein in der Hand des DRK, auf den Kreis kommen demnach keine Kosten zu, das sei in der letzten Sitzung des Kreisausschusses bestätigt worden. „Unser Nein im letzten Jahr hat nun bewirkt, dass weitere wichtige Fragen geklärt werden konnten. Unsere ergänzenden Vorschläge zum aktuellen Antrag tragen dazu bei, dass es ein transparentes, offenes Verkaufsverfahren, verbindliche Bauziele und einen Verkauf mindestens zum Bodenrichtwert wegen der Haushaltslage des Kreises gibt. Auch die Aufnahme weiterer Pflegeschüler kann schon im neuen Ausbildungsjahr 2021 (zwei Kurse) umgesetzt werden. Es ist elementar, die Ausbildung von Pflegefachkräften in der neuen generalistischen Ausbildungsform am Krankenhausstandort langfristig sichern zu können“, zeigt sich Wäschenbach erleichtert.

Konkurrenz zwischen Häusern befürchtet

Sorge bereiten der CDU-Fraktion weiterhin die Diskussionen um den Neubau aus den bisherigen Krankenhausstandorten Altenkirchen und Hachenburg. Ein Feststellungsbescheid des Landes zum medizinischen Portfolio liege vor. „Danach soll es im Neubau unter anderem sowohl eine Stroke Unit, Geburtshilfe, Gynäkologie und einen großen Bereich Innere Medizin geben“, berichtet Fraktionsvorsitzender Rosenbauer, „das ist ein sehr ähnliches Angebot zum Krankenhaus in Kirchen“. Wäschenbach zweifelt an langfristigen Doppelstrukturen in räumlicher Nähe. „Ich befürchte die Konkurrenz zwischen den beiden Krankenhäusern. Es muss ein Konzept vom DRK geliefert werden, wie das Kirchener Krankenhaus weiterentwickelt werden soll. Wir brauchen in der Krankenhauslandschaft mehr Spezialisierung und Kooperationen, wie mehrere Studien zeigen. Die CDU bedauert, dass der Vorschlag, Hachenburg, Altenkirchen und Asbach zu vereinen, nicht weiter berücksichtigt wurde. Aber das haben wir zu akzeptieren.“

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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