Das Herz Afrikas entdeckt

Musikalisch stimmte die Trommelgruppe auf den afrikanischen Abend mit Musik und Texten ein.  Foto: just

just Freusburg. Seit dem Jahr 2001 veranstaltet der Arbeitskreis Jugend-Familie-Kultur der Verbandsgemeinde Kirchen regelmäßig Lesungen und themenbezogene Veranstaltungen. Nun hielten im Freusburger Burgcafé „afrikanische Impressionen“ Einzug. Unter diesem Motto präsentierten die Organisatoren Anne Neuhof, Konrad Link, Bernhard Klein, Joanna Danel, Amelia Martin-Vollmar und Monika Lieth einen stimmigen Kulturabend ganz im Zeichen des schwarzen Kontinents.

In Kooperation mit dem Dritte-Welt-Laden Betzdorf und dem senegalesischen Autor Ibrahim Thiam präsentierten die Künstler eigene Texte, Gedichte und Gedanken zum Thema. Thiam, der seit zwölf Jahren in Deutschland lebt und an der Universität Siegen in Politikwissenschaft promoviert, beschrieb seine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen mit der deutsch-afrikanischen Begegnung in kleinen Texten und Gedichten, teils sogar zweisprachig, auf Deutsch und in der Landessprache Wolof.

Hauptanliegen war es, den über 50 Gästen nicht die bekannte Assoziation von Armut zu vermitteln, sondern die kulturelle und lebendige Vielfalt näher zu bringen. „Deutschland ist für mich ein Spiegel, um mich selber besser kennen zu lernen, denn man kennt sich selber nur, wenn man Erfahrungen sammelt und seinen kulturellen Horizont erweitert,“ so Thiam.

Das Streben nach einem besseren Leben einerseits, aber auch das vorbildliche Bildungssystem habe ihn gereizt, nach Europa zu kommen, so der junge Autor. Auch afrikanische Texte unbekannter Autoren, verlesen von Niko Rausch, luden zum Nachdenken ein. Atmosphärisch unterstützt wurde die Lesung von einer regionalen Trommelgruppe. Hermann Hesse, Alexander Dick-Hartmann und Petra Seyl sorgten mit rhythmischen Klängen für die passende Untermalung.

Ibrahim Thiam resümierte, sollte er sein Ziel erreichen und wieder nach Afrika gehen, werde er Impressionen aus Westerwald und Siegerland in bester Erinnerung behalten. „Für mich war es eine Win-Win-Situation, nur die Kälte hier in Deutschland war dann doch etwas gewöhnungsbedürftig.“ Die eigens von Hansjörg Beck gestaltete Feuerinstallation in künstlerischen Öfen bot mit besonderen visuellen Effekten einen runden Abschluss des Abends.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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