„Den Auftritt genießen!“

Die Teilnehmerinnen des Musical-Workshops lernen die richtigen Gesten und den passenden Ausdruck, um ihr Stück auf der Bühne vorzutragen.  Foto: soph
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soph Brachbach. „Hier bin ich und hier bleib ich!“ Der Satz hört sich einfach an, aber ihn überzeugend und ausdrucksstark vorzutragen, das ist gar nicht so einfach. Die Teilnehmer des Musical-Workshops, die das Casting von Musical-Kultur Daaden gewonnen haben (die SZ berichtete), wärmen sich mit solchen Übungen auf. Nadine Uebe-Emden nimmt ihren Schützlingen die Aufregung, bleibt stets freundlich, aber doch bestimmt – denn die Zeit ist knapp.

An zwei Workshoptagen, der letzte am Samstag im DRK-Zentrum Brachbach, lernen die elf Sängerinnen, wie sie Gesang und Schauspiel miteinander verbinden. Die Gesten müssen groß sein, der Inhalt der Lieder soll in das eigene Gefühl übergehen, die Performance muss Glaubwürdigkeit ausstrahlen. Das alles auf einmal ist gar nicht so einfach.

Gut, dass Manuela Meyer eine Etage über dem Schauspielkurs-Raum die richtigen Tipps für das Singen gibt. Der Mund offen und ganz locker, fest und sicher stehen und „immer einen schönen Bogen singen“ – die Gesangspädagogin geht mit jedem Teilnehmer das eigene Stück durch, korrigiert Töne und singt Passagen vor. Die Mädels hängen an ihren Lippen und zeigen beim Nachsingen deutlich, dass sie nicht ohne Grund als Sieger aus dem Casting hervorgegangen sind. Lena, die Jüngste mit zehn Jahren, findet das Ganze zwar ungewohnt und zum Teil sehr schwer, aber das nimmt nicht den Spaß an der Sache. „Es ist wirklich eine gute Vorbereitung.“ Denn die Sängerinnen werden bei der nächsten Brachbacher „Musical Night“ vor Publikum singen. Und das entscheidet auch, wer letztendlich der Gewinner werden wird. Janina ist 16 und eine von den älteren Teilnehmerinnen. Es sei schon sehr viel, was man da in so kurzer Zeit alles behalten müsse, aber „man merkt auch, dass sich was verändert“.

Während oben auf lockeren Mund und richtige Töne geachtet wird, geht es unten weiter um die richtigen Schritte, Bewegungen und Abläufe. „In erster Linie ist es uns wichtig, dass die Sängerinnen sicher sind und ihren Auftritt genießen“, erklärt Nadine Uebe-Emden. Ein gutes Gefühl und die Zufriedenheit im Bezug auf die eigene Leistung seien wichtiger als absolute Perfektion – Patzer können schließlich immer mal passieren.

Es wird zwischendurch gealbert, während des Vortrags aber herrscht Stille bei den Zuschauern. Keine will es der anderen schwerer machen als nötig. Vor der Aufführung wird es noch eine Probe auf der Bühne geben, damit Technik und Örtlichkeit bekannt sind. Bei der „Musical Night“ werden dann auch die fünf Tänzerinnen dabei sein, die nach dem Casting ausgewählt wurden und seitdem in den normalen Proben von Musical-Kultur Daaden mitüben. Am 20. März wird sich in der Mehrzweckhalle Brachbach zeigen, wer der Musical-Star 2010 wird.

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