Der vollen Takelage fehlt ein kräftiger Wind

Das alte und neue Vorstandsteam der „Freunde des Ottoturms“ (v. r.): Jens Nettelrodt, Hans-Joachim Schultes, Samir Jaha und Michael Krubasik. Foto: thor
  • Das alte und neue Vorstandsteam der „Freunde des Ottoturms“ (v. r.): Jens Nettelrodt, Hans-Joachim Schultes, Samir Jaha und Michael Krubasik. Foto: thor
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thor Herkersdorf. „Wir sind unter voller Takelage, aber der Wind fehlt uns ein bisschen.“ So charakterisierte gestern Abend der alte und neue Vorsitzende der „Freunde des Ottoturms“, Jens Nettelrodt, die aktuelle Situation des Fördervereins. Anders ausgedrückt: Der Verein ist nach wie vor immens darum bemüht, das große Projekt zu stemmen – doch ohne Geld ist alles ehrenamtliche Engagement vergebens. Und bislang ist in Kirchen auch noch keine Nachricht eingegangen, ob und in welcher Höhe das Land einen neuen Ottoturm bezuschussen wird (die SZ berichtete).

Nettelrodt wurde gestern einstimmig an der Spitze des Vereins bestätigt – was ein relativ kurzer Akt war, fand die Jahreshauptversammlung doch fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Außer dem Vorstandsteam mit Nettelrodt, seinem Stellvertreter Samir Jaha, Kassierer Michael Krubasik und Schriftführer Hans-Joachim Schultes (alle in ihren Ämtern wiedergewählt) waren es anfangs gerade noch drei Personen, die sich im „Waldhof“ eingefunden hatten: Neben Christoph Moschner waren dies noch die Kassenprüfer Hubertus Hensel und Gerd Schmidt.

Nun waren zwar zeitgleich einige Vereinsmitglieder im Bauaussschuss in wichtiger Angelegenheit gebunden (siehe nebenstehenden Bericht), dennoch hätte man auch gerne zahlreiche Nicht-Kommunalpolitiker begrüßt. Mag sein, dass viele im Verein den Vorstand auf einem guten Weg sehen, bei anderen dürfte das Fehlen allerdings auch auf eine gewisse Frustration zurückzuführen sein, schließlich treten die „Freunde des Ottoturms“ wegen unterschiedlicher Faktoren seit längerem auf der Stelle. Die Probleme sind bekannt und reichen vom Denkmalschutz über die Wirtschaftskrise bis zum langen Wahlkampf in Kirchen.

Das soll sich aber nun endgültig ändern, auch mit Unterstützung aus Mainz: „Wir hoffen, dass es sich nicht nur um 1000 Euro handeln wird, sondern um einen hohen fünfstelligen Betrag“, gab Nettelrodt die Erwartungshaltung wider. Der ist auch notwendig, damit die Stadt Kirchen endlich den ersehnten Neubau in die Wege leiten kann. So fehlen noch 50 000 Euro, um die geschätzten Baukosten von 115 000 Euro aufzubringen. Alles andere würde die Kommune in arge Schwierigkeiten mit der Kommunalaufsicht bringen. Das erklärte Ziel des Fördervereins ist es, im nächsten Jahr mit dem Neubau zu beginnen, damit rechtzeitig zum „100-Jährigen“ eines Bauwerks auf dem Kahlberg 2011 wieder die Blicke über die Höhen des Siegerlands und Westerwalds schweifen können.

Neuen Schwung erhoffen sich Nettelrodt und Co. auch durch das Kirchener Stadtfest am übernächsten Wochenende. Dort sind zahlreiche Aktionen zugunsten eines neuen Ottoturms geplant. Stadtbeigeordneter Rüdiger Brauer erklärte: „Wir müssen das Stadtfest dazu nutzen, um dem Ottoturm wieder den nötigen Vorschub zu geben.“ Der Wunsch der Bevölkerung sei jedenfalls eindeutig: Man wolle einen neuen Turm haben. Hubertus Hensel wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Stadt es sich allein aus touristischen Aspekten eigentlich gar nicht erlauben könne, auf einen Neubau zu verzichten.Jens Nettelrodt erklärte gestern noch einmal, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass man nur an Großspendern interessiert sei. Auch jeder kleinere Betrag helfe der Sache weiter. Diskutierte wurde in der kleinen Runde auch über weitere Formen der Spendenakquise. Im Mai nächsten Jahres soll es am Standort des alten Ottoturms ein größeres Fest geben, kündigte der Vorsitzende an.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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