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Investitionsstau unter der Erde?
"Dicke Brocken" im Werksausschuss der VG Kirchen

Auch die Pumpstation in Hüttseifen soll im Zuge der Arbeiten am Leitungsnetz erneuert werden. Dafür müssen die Werke nicht erst auf das Okay aus Altenkirchen wegen der Kreisstraße warten. Foto: rai
  • Auch die Pumpstation in Hüttseifen soll im Zuge der Arbeiten am Leitungsnetz erneuert werden. Dafür müssen die Werke nicht erst auf das Okay aus Altenkirchen wegen der Kreisstraße warten. Foto: rai
  • hochgeladen von Thorsten Stahl (Redakteur)

thor Kirchen. Zwei ziemlich große Brocken wurden am Donnerstag Abend im Werkaussschuss der Verbandsgemeinde Kirchen bewegt bzw. angestoßen: Zum einen geht es um den Kanalbau am Schwelbel, zum anderen um die komplette Erneuerung des Leitungsnetzes in Hüttenseifen und Langenbach. Zusammengenommen werden die Werke hier über eine Million Euro ausgeben.

Dennoch will Werkleiter Marco Hörter 2021 eher als „normales Jahr“ bei den Investitionen verbuchen. So werde ein Großprojekt – die Sanierung der Kanäle in der B 62 in Niederschelderhütte – parallel mit dem Straßenausbau verschoben. „Unser Ziel ist es ja eigentlich, kontinuierlich zu investieren und keinen Investitionsstau aufkommen zu lassen“, sagte Hörter. Doch genau den sieht der Werkleiter unter Umständen kommen.

thor Kirchen. Zwei ziemlich große Brocken wurden am Donnerstag Abend im Werkaussschuss der Verbandsgemeinde Kirchen bewegt bzw. angestoßen: Zum einen geht es um den Kanalbau am Schwelbel, zum anderen um die komplette Erneuerung des Leitungsnetzes in Hüttenseifen und Langenbach. Zusammengenommen werden die Werke hier über eine Million Euro ausgeben.

Dennoch will Werkleiter Marco Hörter 2021 eher als „normales Jahr“ bei den Investitionen verbuchen. So werde ein Großprojekt – die Sanierung der Kanäle in der B 62 in Niederschelderhütte – parallel mit dem Straßenausbau verschoben. „Unser Ziel ist es ja eigentlich, kontinuierlich zu investieren und keinen Investitionsstau aufkommen zu lassen“, sagte Hörter. Doch genau den sieht der Werkleiter unter Umständen kommen.

Die berühmten Synergien

„Schuld“ daran sind die wiederkehrenden Beiträge bzw. deren Einführung zum Jahresanfang 2024 durch das Land. Momentan sind die Kommunen beim Straßenbau in dieser Übergangsphase sehr zurückhaltend – mit entsprechenden Folgen: Denn wann immer irgendwo eine Straße angepackt werden soll, schauen die Werke sofort nach, ob nicht die berühmten Synergien weiter unten in der Erde erzielt werden können. Der Grund des Abwartens ist der, dass wegen der Umstellung jede Straße bis Ende 2023 fertig abgerechnet sein muss. Sollten Maßnahmen jetzt noch begonnen werden, ist diese Frist kaum zu schaffen. Manchmal gehen darüber viele Jahre ins Land.

Somit sind gewissermaßen auch die Werke zum Nichtstun gezwungen, denn das berüchtigte zweifache Aufreißen einer Straße soll unter allen Umständen vermieden werden. Das Problem für 2024: „Drei Jahre wurde nichts gemacht, dann aber wollen alle ihre Straßen gleichzeitig haben“, prognostiziert Hörter. Das werde dann auch Auswirkungen auf die Arbeit der Werke haben.

Am Schwelbel sollen aber dieses Jahr auf jeden Fall noch die Baumaschinen anrollen – denn eigentlich hatte man schon 2020 beginnen wollen. Kanäle und Rohre stammen aus dem Jahr 1962. Die Arbeiten im Hubertusweg und der Oberen Schwelbelstraße hatten im Mai bereits für eine gewisse Unruhe gesorgt, weil die Kirchener Verwaltung die Beitragsbescheide nahezu zeitgleich mit dem Beschluss des Stadtrats rausgeschickt hatte (die SZ berichtete). Die finanzielle Belastung der Anlieger hält sich aber in Grenzen, da die Stadt lediglich eine Sanierung der Asphaltschicht plant. Die Beiträge entstehen durch eine Beteiligung an den Investitionskosten für die Straßenentwässerung. Der Auftrag für den Kanalbau ging für eine Summe von rund 500 000 Euro an eine Firma aus Freudenberg.

Jahrzehnte auf dem Buckel

Noch tiefer muss für die Erneuerung der kompletten Wasserversorgung in den Niederfischbacher Ortsteilen Hüttseifen und Langenbach in die Tasche gegriffen werden. Auch dort hat das Netz viele Jahrzehnte auf dem Buckel. Vorgesehen sind: der Bau einer neuen Verbindungsleitung von Hüttseifen nach Langenbach, die Erneuerung der Ortsnetze und der Neubau der Leitungen in der K 90. Ebenso wollen die Werke die Pumpstation sanieren und einen neuen Hochbehälter bauen lassen. Dafür hofft man auf Fördergelder seitens des Landes. Ohne auf den Kreis oder LBM zu warten, könne man schon einige Dinge in Eigenregie in Angriff nehmen, sagte Hörter und nannte als Beispiel die Pumpstation.

Der Werkausschuss vergab die Ingenieurleistungen für Planung und Bauleitung an ein Büro aus Neunkirchen. Insgesamt geht man von Kosten in Höhe von knapp 700 000 Euro aus.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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