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Meet & Greet mit Titus Dittmann
Die ganze Stadt als Sportplatz

Besuch in seiner alten Heimat: Der Vater der deutschen Skateboard-Szene, Titus Dittmann, war jetzt in Kirchen zu Besuch.
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rai Kirchen. Der nicht nur in der Skaterszene bekannte Titus Dittmann war am Wochenende zu Gast in seiner Heimat Kirchen: An seinem Elternhaus gab es ein Meet & Greet, das einen alten Bekannte sowie Kinder und Erwachsene lockte.

„Da oben unterm Dach hatte ich meine Bude“: Titus Dittmann legt den Kopf an dem Haus an der Hochstraße auf dem Brühlhof in den Nacken und zeigt auf den Dachgiebel. Mit einer Mütze auf dem Kopf und einem T-Shirt seiner Stiftung „Skate-aid“ steht der 70-Jährige, der schon lange in Münster lebt, da. Er zückt den wasserfesten Stift: Kinder – und auch Erwachsene – haben ihr Skateboard mitgebracht, um es sich von ihm signieren zu lassen.

rai Kirchen. Der nicht nur in der Skaterszene bekannte Titus Dittmann war am Wochenende zu Gast in seiner Heimat Kirchen: An seinem Elternhaus gab es ein Meet & Greet, das einen alten Bekannte sowie Kinder und Erwachsene lockte.

„Da oben unterm Dach hatte ich meine Bude“: Titus Dittmann legt den Kopf an dem Haus an der Hochstraße auf dem Brühlhof in den Nacken und zeigt auf den Dachgiebel. Mit einer Mütze auf dem Kopf und einem T-Shirt seiner Stiftung „Skate-aid“ steht der 70-Jährige, der schon lange in Münster lebt, da. Er zückt den wasserfesten Stift: Kinder – und auch Erwachsene – haben ihr Skateboard mitgebracht, um es sich von ihm signieren zu lassen. Das macht der gebürtige Kirchener gerne, denn Skateboards sind sein Metier, sein Leben: Er gilt als der Vater der deutschen Skateboard-Szene. Bei seinen Aktivitäten ist er übrigens keineswegs innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik geblieben: Erst vor drei Wochen hat er einen Skate-Park in der syrischen Hauptstadt Damaskus eröffnet, Partner seien dort S.O.S-Kinderdörfer. Angefangen hatte dieses Engagement in Afghanistan, berichtete Dittmann. Damals hatte er an einer von 30 Schulen, die Rupert Neudeck aufgebaut hatte, eine Skateranlage errichtet.

Das ist zehn Jahre her, und so alt ist Dittmanns Stiftung „Skate-aid“. Davon berichtete der 70-Jährige, der eine Familienfeier am Elternhaus für das Meet & Greet nutzte. Gastgeberin waren Tabea Bacher und ihr Ehemann Martin Bacher. Tabea Bacher ist die Nichte von Dittmann, und Anfang Juni hatte sie in dem elterlichen Haus von Dittmann ihren „Kaffeeeladen“ eröffnet.

Dort war einst ein Elektrogeschäft angesiedelt – und auch Titus Dittmann wollte Elektriker werden, wie er nun erzählte. Nach der Volksschule machte er dann doch das Abitur und studierte Sport und Geografie auf Lehramt. Es folgte das Referendariat – und Dittmann schrieb eine wissenschaftliche Arbeit über die Frage, ob Skateboard als Schulsport geeignet ist. Nach sechs Jahren hängte er den Lehrerberuf an den Nagel und widmete sein Leben dem Skating.

Ein Schwerpunkt seines Wirkens ist heute die Stiftung. „Wir machen Kinder stark“: Das sei das zentrale Anliegen, berichtete der Skater-Experte. Das Skaten sei nach wie vor „die stärkste bewegungsorientierte Jugendkultur“, sagte Dittmann. Man brauche nur ein Brett, und die ganze Stadt sei ein großer Sportplatz: „Das Skateboard ist der Wald von früher.“ Ob Skating, BMX oder Freerunning: Für Dittmann geht es darum, dass das Kind selbst Entscheidungen trifft. Eine besondere Überraschung gab es, als Dr. Johannes Pfeifer aus Kirchen vor Dittmann stand – und beide sich umarmten. Beide hatten sich rund 20 Jahre nicht mehr gesehen. Sie kennen sich von der Jugend her aus Zeiten des „AGGI-Club“ in Kirchen, und beim Studieren haben beide ein Jahr zusammen gewohnt, so Dr. Pfeifer.

Beim Meet & Greet unterhielt Dittmann die Besucher gut, auch als er aus seiner Kindheit vom „ev. Hügel“, wo er aufwuchs, und dem „kath. Hügel“ sprach. Die Sieg sei die „Demarkationslinie“ gewesen, und die ev. Volksschule (heute Rathaus) habe auf dem „kath. Hügel“ gestanden. So seien die 1950er-Jahre gewesen, schmunzelte er.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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