Verbandsgemeinde verbessert Infrastruktur
Digitalpakt an Grundschulen umgesetzt

Diese Damen und Herren müssen eigentlich nicht mehr die Schulbank drücken, haben trotzdem aber direkt mit Schulen und Unterricht zu tun. Die Verbandsgemeinde ist stolz darauf, mit dem Digitalpakt einen großen Schritt vorangekommen zu sein.
  • Diese Damen und Herren müssen eigentlich nicht mehr die Schulbank drücken, haben trotzdem aber direkt mit Schulen und Unterricht zu tun. Die Verbandsgemeinde ist stolz darauf, mit dem Digitalpakt einen großen Schritt vorangekommen zu sein.
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thor Kirchen. Es sind oftmals die kleinen Dinge, die die Welt verändern. Um das zu verstehen, muss man kein Hobbit sein. Es reicht der Blick in die Klassenzimmer der Grundschulen der Verbandsgemeinde Kirchen. In jedem Raum befinden sich nunmehr Netzwerkdosen – die auch halten, was sie versprechen. Sämtliche Schulen verfügen über einen schnellen und leistungsfähigen Internet-Anschluss. Willkommen im 21. Jahrhundert. Dem „Digitalpakt Schulen“ und dem schnellen Handeln vor Ort sei dank. Denn in der Verbandsgemeinde ist es gelungen, verschiedene Maßnahmen optimal miteinander zu verzahnen.

Medienkompetenz macht Schule

Kein Wunder also, dass es jetzt in der Grundschule Kirchen rundum nur zufriedene Gesichter gab, als eine (Zwischen-)Bilanz gezogen wurde. „Wir sind froh, dass wir mit dem Digitalpakt ein großes Stück vorangekommen sind“, sagte Schulleiter Lars Lamowski auch im Namen seiner Kollegen. „Wir sind nun auf den Punkt da, wo man heute technisch steht.“ So sah es auch der 1. Beigeordnete Ulrich Merzhäuser: Die Verbandsgemeinde hinke bei der Digitalisierung der Schulen nicht hinterher, vielmehr sei sie „federführend“.
Die Grundschule Kirchen hatte sich bereits 2016 auf den Weg gemacht, und zwar mit dem Projekt „Medienkompetenz macht Schule“. Steter Begleiter waren aber zunächst ein oftmals überlastetes Internet und auch fehlende Hardware. Oft genug war dann die Kreativität und das Improvisationstalent des Digitalbeauftragten Steffen Höse gefragt. „Es ist jetzt ein viel interaktiveres Arbeiten möglich“, betont der Grundschullehrer. Die Visualisierung eines Geocaching_Projekts an der digitalen Tafel ist ebenso problemlos möglich wie das Streamen des Unterrichts, und zwar ohne dass nebenan eine Kollegin aus der Leitung geworfen wird.

Ausbau der IT-Infrastruktur

Dabei war zunächst eine „Bremse“ erforderlich, wie Frank Reifenrath (Bauamt) erläuterte. Denn die Devise lautete: Infrastruktur vor Endgeräte. Zudem mussten medienpädagogische Konzepte vorgelegt werden, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Hierbei wurde die Verbandsgemeinde von der Schlösser, Schuhen & Froitzheim GmbH unterstützt.
Anfang des Jahres wurde die Firma „The Cloud Networks Company“ mit dem Ausbau der IT-Infrastruktur beauftragt. Das Unternehmen hat einen Rahmenvertrag mit dem Land geschlossen. Jeden einzelnen Raum der Schulen sei man systematisch angegangen, berichtete Reifenrath. Dabei profitierte man auch vom Breitband-Ausbau des Kreises, im Zuge dessen der neue Anschluss bis an das Gebäude gelegt worden war.

NRW ist eine Katastrophe

Kunden-Manager Ludwig Strötges war jedenfalls voll des Lobes über die digitalen Bemühungen in Rheinland-Pfalz im Allgemeinen und der Verbandsgemeinde Kirchen im Speziellen. Viele andere Regionen lägen deutlich weiter zurück: „Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ist eine Katastrophe.“ Reifenrath jedenfalls freut sich, dass es mit der Installation der Infrastruktur nicht getan ist, sondern auch für drei Jahre der Support sichergestellt ist: „Einer der wichtigsten Knackpunkte.“
Überhaupt hat die Digitalisierung nichts mit Stillstand zu tun. Noch in diesem Jahr sollen 16 weitere digitale Tafeln angeschafft werden, damit dann auch alle 42 Klassen der Grundschulen ausgestattet sind, so Sarah Thiel, bei der Verwaltung für die Schulen zuständig.
Doch bei allen Streaming-Optionen und der schönen digitalen Welt – eines wollte Lars Lamowski am Ende doch noch festgehalten wissen: „Der Unterricht vor Ort ist nicht zu ersetzen.“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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