Drehleiter »passt« in Harbach

Erstmals neues Rettungssystem aus Kirchen erprobt

Harbach. 8. Oktober 1994. Im Bürgerhaus sind nach einer Verpuffung, die bei Heizungsarbeiten entstand, drei Personen im ersten Stock von Flammen eingeschlossen. Mit einer spektakulären Rettungsaktion versuchten die Wehrmänner damals, die drei Menschen aus dem Haus zu retten. Unterstützt wurden sie vom Technischen Hilfswerk aus Dortmund. Gemeinsam wollte man die Menschen mit einer Stahlseilkonstruktion aus dem Bürgerhaus abseilen. Ein Unterfangen, das damals mehr schlecht als recht geriet. Die sehr steile Hanglage erwies sich als nicht gerade hilfreich für das Unterfangen. Sieben Jahre später. Wieder sind zwei Männer in dem Bürgerhaus von Flammen umzingelt und eingeschlossen. Diesmal müssen aus dem Dachgeschoss zwei bewusstlose Handwerker gerettet werden. Doch auf der steilen Hangstraße steht diesmal kein THW-Wagen, sondern Kirchens neue Drehleiter. Die Rettung klappt wie am Schnürchen. »Wenn die Technik stimmt, geht’s eben«, stellte Ortsbürgermeister Hans Dücker zufrieden fest. In beiden Fällen handelte es sich um die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Harbach, beide Szenarien waren gestellt. Eines wurde jedoch deutlich: Die neue Drehleiter kann auch an der steilen Zufahrt zum Dorfgemeinschaftshaus eingesetzt werden, das haben die Wehrmänner am vergangenen Wochenende bewiesen. Die Freudenberger Drehleiter konnte das nämlich nicht.

Wehrleiter Dietmar Urrigshardt verfolgte damals wie heute den Übungsablauf. Vertreter der Wehren aus Freudenberg, Friesenhagen, Mudersbach und Niederfischbach sahen zu, wie die Harbacher mit der neuen Drehleiter zurechtkamen und mit den Kirchenern zusammenarbeiteten. Insgesamt 22 Mann aus Harbach waren am Samstag im Einsatz, um die von Konrad Jung ausgearbeitete Übung umzusetzen. Viele Harbacher ließen sich die Gelegenheit, die neue Technik aus Kirchen einmal im Einsatz und aus nächster Nähe zu sehen, nicht entgehen und so dürfte die Harbacher Wehr ähnlich viele Zuschauer gehabt haben wie bei einem Ernstfall.

Nach der Übung trafen sich die Wehrmänner zuerst zur Nachbesprechung, dann zum Kameradschaftsabend. Dort wurden Helmut Ernst, Peter Weber und Karl-Josef Weber für 35 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr ausgezeichnet.

ruth

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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