Eine Messe wie im Film

Freikirchliche Gemeinde feierte Jugendgottesdienst

Kirchen. Vor dem Gemeindehaus der Freikirchlichen Gemeinde Kirchen herrschte am Freitag ein Andrang wie vor dem Kino. Immerhin stand der diesjährige Herbst-Jugendgottesdienst unter dem Thema „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast”. Jugendpfarrer Eckart Weiss bescherte mit seinen fünfzig Helfern aus dem Teenager- und dem Jugendkreis wieder einen unterhaltsamen und lehrreichen Jugengottesdienst, der viele Jugendliche anlockte und die Räumlichkeiten füllte. Die Veranstaltung wird von Jugendlichen für Jugendliche gemacht - bei den ausgefallenen Ideen ist der Erfolg vorprogrammiert. Diesmal also nahm man sich eines Filmhits aus der Reihe der Teenager-Horrofilme an. Die Handlung des Films wurde dabei jedoch nur grob nachgestellt und in einen christlichen Kontext gestellt. Tobias Mauden, Katharina Fick, Veronika Greb, Philipp Ströhla, Christian Meyer, Cornelia Kram und Meike Schmidt lieferten eine reife schauspielerische Leistung ab. Im Theaterstück stellte die Schauspielgruppe die Dreharbeiten zu dem besagten Film dar. Wo im Film ein Mensch den Fluten überantwortet wird und später als mordlustiger Seemann wieder auftaucht, ist es hier ein Teletubby. Im Laufe der „Dreharbeiten” müssen einige Szenen immer wieder wiederholt werden, denn die Mikrophonhalterin kommt ins Grübeln und ist nicht so ganz bei der Sache. Sie gelangt zu der Erkenntis: Gott sieht alles! Ebenso wie die Zuschauer, denn all jene Gedanken, die sich die Crew im Laufe ihrer Arbeit macht, erscheinen als Videoeinspielungen. Und so wird man Zeuge eines Traums, in dem die guten und schlechten Taten auf Tafeln in einem Raum festgehalten sind. Die Moral von der Geschichte: Niemand kann vor Gottseine dunklen Seiten und Missetaten verstecken. Auch Jugendpfarrer Weiss wies in seiner anschließenden Predigt darauf hin - statt Geheimnisse zu hegen, sollte man lieber an sich arbeiten. Ebenso filmreif war das zweiköpfige Empfangskomitee am Eingang. Mit ihrem Seezeug kleidungsmäßig an den Mörder aus der Filmvorlage angelehnt, verteilten sie an jeden Gast einen Lakritzfisch. Als Publikumssitze dienten Farbeimer, und auch die übrige Ausstattung bildete mit Netzen und dem Pappschiff „Captain Future” eine stilechte Hafenkulisse. Genauso ins Zeug gelegt hatte sich die Technik-Crew, die für den „guten Ton”, für Videotechnik und Beleuchtung zuständig war. Eingestimmt auf das tiefsinnige Theaterstück wurde das junge Publikum von der Gast-Band „The Promise”, die man aus Siegen eingeladen hatte. Ute Varnholt (Gesang), Andrea Kölsch (Gesang und Gitarre), Oliver Dangendorf (Gitarre), Nicolaj Kruse (Bass) und Thomas Varnholt (Schlagzeug) gehören der freikirchlichen „Chapel”-Gemeinde an. In ihren selbstkomponierten Stücken verarbeitet die fünfköpfige Kombo ihre persönlichen Erfahrungen mit Gott und ihrem Glauben. Der Stil zwischen Akkustik, Rock und Alternativ kam bei den Zuhörern Bestens an. Mit Spannung wird der nächsten Jugendgottesdienst im kommenden Frühjahr erwartet. fram

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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