SZ

Ruhestätten der Familie Stein nicht mehr sicher
Eine neue Gräber-Diskussion in Kirchen

Unter den Grabmalen auf dem kath. Friedhof in Kirchen, die wieder instandgesetzt werden müssen, sind auch Ruhestätten der Familie Stein. Diese müssen nach Meinung des Heimatvereins unbedingt erhalten werden. Foto: damo
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  • Unter den Grabmalen auf dem kath. Friedhof in Kirchen, die wieder instandgesetzt werden müssen, sind auch Ruhestätten der Familie Stein. Diese müssen nach Meinung des Heimatvereins unbedingt erhalten werden. Foto: damo
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thor Kirchen. Kirchen steht erneut vor einer Diskussion um den Erhalt historischer Gräber. Doch diesmal geht es nicht um die „vergessenen Millionäre“ der Familie Kraemer, wie die SZ im Jahre 2006 titelte, sondern die Steins. Zahlreiche Mitglieder der Familie haben ebenfalls ihre letzte Ruhe auf dem kath. Friedhof gefunden – allerdings befinden sich die Grabmale in einem zum Teil bedenklichen Zustand. Das wurde nun auch „offiziell“ bestätigt.

Ende August hat die kath. Pfarrgemeinde St. Michael routinemäßig alle Stelen, Platten und Kreuze auf ihre Standsicherheit hin überprüfen lassen. Wo Bedenken bestehen, wurden Aufkleber angebracht. Und derartige Markierungen zieren nun auch einige Gräber der Familie Stein, darunter das von Kommerzienrat Theodor Stein.

thor Kirchen. Kirchen steht erneut vor einer Diskussion um den Erhalt historischer Gräber. Doch diesmal geht es nicht um die „vergessenen Millionäre“ der Familie Kraemer, wie die SZ im Jahre 2006 titelte, sondern die Steins. Zahlreiche Mitglieder der Familie haben ebenfalls ihre letzte Ruhe auf dem kath. Friedhof gefunden – allerdings befinden sich die Grabmale in einem zum Teil bedenklichen Zustand. Das wurde nun auch „offiziell“ bestätigt.

Ende August hat die kath. Pfarrgemeinde St. Michael routinemäßig alle Stelen, Platten und Kreuze auf ihre Standsicherheit hin überprüfen lassen. Wo Bedenken bestehen, wurden Aufkleber angebracht. Und derartige Markierungen zieren nun auch einige Gräber der Familie Stein, darunter das von Kommerzienrat Theodor Stein.

Eher zufällig wurden diese Aufkleber dieser Tage von Dr. Johannes Pfeifer vom Kirchener Heimatverein entdeckt. Der war natürlich sofort alarmiert und informierte den Vorsitzenden Hubertus Hensel. Denn eigentlich war als eine der nächsten Aktionen ein historischer Stadtrundgang im Rahmen der Woche der Demographie am 5. November geplant, bei dem auch an den Gräbern der Millionärsfamilien Station gemacht werden soll. Überhaupt sieht Hensel die Grabstätten als wichtigen Bestandteil für das touristische Konzept der Stadt Kirchen.

Insgesamt wurden auf dem kath. Friedhof 27 Gräber identifiziert, wo Hand angelegt werden muss. Pfarrsekretärin Felizitas Schmidt hat derzeit die etwas undankbare Aufgabe, mögliche Nachfahren anzuschreiben und sie zu bitten, sich um die Ruhestätten zu kümmern. Was im Fall der Familie Stein durchaus etwas schwierig werden könnte. Die Kirchengemeinde selbst habe keinerlei finanzielle Möglichkeiten. Sollte nichts geschehen, müsse man die Gräber notfalls in einem ersten Schritt absperren, so Schmidt.

„Es wäre daher schön, wenn der Heimatverein die Initiative ergreifen könnte, vielleicht wieder zusammen mit Firmen“, hieß es aus dem Pfarrhaus. In der Tat war es diese Kombination, die einst den Erhalt der Kraemer-Gräber ermöglicht hatte. Letztlich hatte Rüdiger Brauer gemeinsam mit befreundeten Unternehmen dafür gesorgt, dass die Grabmale komplett saniert und in einen repräsentativen Zustand versetzt wurden.

Hubertus Hensel hätte sich eine etwas frühere Informationen durch die Kirchengemeinde gewünscht, zugleich ließ er im Gespräch mit der SZ durchblicken, dass der Heimatverein allein mit so einer Aufgabe überfordert sei, hier sei auch die Stadt Kirchen gefordert – was Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen ähnlich sieht. „Die Gräber sind von hoher Bedeutung für die Identität der Stadt bzw. der früheren Ortsgemeinde. Die Stadt ist da schon in einer gewissen Mitverantwortung.“ Gemeinsam mit dem Heimatvereinsvorsitzenden ist sich Hundhausen, dass sich alle Beteiligten zunächst an einen Tisch setzen sollten – auch Vertreter der Kirchengemeinde.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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