Landrat verabschiedet Soldaten
Einsatz im Testzentrum beendet

Insgesamt 33 Soldaten und Soldatinnen waren im Kirchener Testzentrum im Einsatz. Stabsgefreite Maria Klassen sowie die Obergefreiten Mike Ermecke und Anna-Sophie Gebhardt (vorne, v. r.) wurden am Freitag stellvertretend verabschiedet. Das übernahmen (stehend, v. l.): Oberstleutnant Hans-Jürgen Merten, Nicki Billig, Michael Vitocco (Qualitätsbeauftragter Krankenhaus), Andreas Hundhausen und Dr. Peter Enders.
  • Insgesamt 33 Soldaten und Soldatinnen waren im Kirchener Testzentrum im Einsatz. Stabsgefreite Maria Klassen sowie die Obergefreiten Mike Ermecke und Anna-Sophie Gebhardt (vorne, v. r.) wurden am Freitag stellvertretend verabschiedet. Das übernahmen (stehend, v. l.): Oberstleutnant Hans-Jürgen Merten, Nicki Billig, Michael Vitocco (Qualitätsbeauftragter Krankenhaus), Andreas Hundhausen und Dr. Peter Enders.
  • Foto: dach
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

dach Kirchen. Am Ende fehlte nur ein zackiges: „Weggetreten!“ Landrat Dr. Peter Enders verabschiedete am Freitag drei Bundeswehrangehörige. Mit der Stabsgefreiten Maria Klassen sowie den Obergefreiten Anna-Sophie Gebhardt und Mike Ermecke verlässt das Militär das Kirchener Corona-Testzentrum wieder.

Dabei traf Enders den richtigen Ton, ist er doch selbst eigentlich noch immer Soldat. Von 1978 bis 1998 gehörte er zur Truppe, am Ende im Range eines Oberfeldarztes. Seit seinem Ausscheiden – zunächst zugunsten eines Landtagsmandats – ruht sein Dienstverhältnis. „Ich bin sehr froh und sehr stolz, dass die Bundeswehr uns so unterstützt hat“, sagte der Landrat. Nun sollte auch der Letzte verstanden haben, „dass wir Streitkräfte brauchen“. Eben auch im Inneren – worüber man vor 30 Jahren wohl noch lange philosophiert hätte.

20 Soldaten zugleich vor Ort

Oberstleutnant Hans-Jürgen Merten, Verbindungsoffizier für den Kreis Altenkirchen am Landeskommando Rheinland-Pfalz, berichtete, dass im AK-Kreis zeitweise 20 Soldaten gleichzeitig im Einsatz gewesen sind: nicht nur in Kirchen, auch im Testzentrum in Altenkirchen. Außerdem waren Männer und Frauen in Flecktarn bei der Kontaktverfolgung des Kreisgesundheitsamts aktiv. „Wir hoffen, dass wir zur Entspannung der Lage gut beitragen konnten“, so Merten. Mit dem „Truppenabzug“ aus Kirchen ist der Bundeswehreinsatz im AK-Land nun erst einmal vorüber.

Letzter Positiv-Test am 18. Mai

Seit 11. März haben auf dem Parkdeck an der Lindenstraße insgesamt 33 Soldaten und Soldatinnen Dienst getan und dabei geholfen, knapp 22 000 Corona-Tests durchzuführen. Die Quote der positiven Ergebnisse sei dabei „erfreulich niedrig“ gewesen, so der Landrat. Der letzte der 90 Positivfälle sei am 18. Mai aufgetaucht.

Die drei Soldaten vor Ort berichteten von einer guten Erfahrung im Kirchener Testzentrum. „Viele Leute waren sehr dankbar“, sagte Anna-Sophie Gebhardt. Hier und da habe es auch mal ein kleines Präsent gegeben. Zwölf Bundeswehrangehörige, allesamt vom Sanitätsstandort Rennerod, haben selbst das Stäbchen geführt, die übrigen 21 (Mayen) waren für die Verwaltung, etwa die Aufnahme der persönlichen Daten, zuständig.

"Viele Leute waren sehr dankbar."
Anna-Sophie Gebhardt
Obergefreite

Bedarf sinkt drastisch

68 Stunden in der Woche war das Testzentrum bislang geöffnet. Das ändert sich nun. Bereits an diesem Samstag und Sonntag bleibt es geschlossen. Nun sind die Zeiten montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr. Denn: „Der Bedarf ist drastisch gesunken“, so Dr. Enders. Wobei er gleichzeitig vor „maximaler Euphorie“ die Pandemie betreffend warnte.

Dank ging auch an den Kirchener Bauhof und die Feuerwehr, die bei der Einrichtung schnell und unkompliziert geholfen hätten. Die Feuerwehr ist außerdem nach wie vor dafür zuständig, die Proben ins Altenkirchener Krankenhaus zu bringen.

Das habe alles sehr gut funktioniert, konstatierte Bürgermeister Andreas Hundhausen: „Das macht die kommunale Familie auch aus.“ Und auch Nicki Billig sprach von einer „sehr engen und angenehmen Zusammenarbeit“. Der Kaufmännische Direktor des Kirchener DRK-Krankenhauses, das den Betrieb des Testzentrums unter hat, lud alle Soldaten zu einem geplanten Danke-schön-Fest ein.
Und auch Oberfeldarzt Enders hatte seinen Kameraden etwas zu bieten. Zur Erinnerung an dem Einsatz in Kirchen hatte er für jeden eine mit dem Wappen des AK-Kreises bedruckte Tasse dabei.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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