Entlastung für Eckhard Dierig in Sicht

Spätestens ab März soll der Superintendent von einem zweiten Pfarrer unterstützt werden

rai Kirchen. Entlastung in der ev. Kirchengemeinde tut Not – und zwar aus personeller Sicht. Das wurde gestern bei der Gemeindeversammlung im Rundbau deutlich, als Pfarrer Eckhard Dierig in eigener Sache zum Punkt »Einrichtung einer Entlastungspfarrstelle in Kirchen für den Superintendenten« berichtete. Hier ist man nun ein gutes Stück weitergekommen, wie den Ausführungen Dierigs zu entnehmen war. Nach Ausschreibung der Stelle sind aus zunächst zwölf Bewerbern seit vergangenen Freitag noch drei im Rennen – und voraussichtlich bis Anfang März soll die Stelle dann besetzt sein. Eckhard Dierig stellte zunächst die aktuelle personelle Situation dar und räumte ein, dass es derzeit eine »sehr schwierige Thematik« sei. Wie die SZ bereits berichtete, ist Birgit Sommerfeld, die eine Stelle im Sonderdienst hatte, nicht mehr in der Gemeinde tätig, ebenso wie Dr. Larissa Seelbach. Hinzu kommt noch, dass Diakon Horst Weber erkrankt ist und aus diesem Grund seit einem halben Jahr nicht in der Gemeinde arbeiten kann. Deshalb wurde die Stelle von Claudia Jäger, die seit April als Diakonin in Kirchen arbeitet, bereits aufgestockt. Im Presbyterium habe man sich sechs Bewerber, allesamt »gute Leute«, näher angeschaut und ihnen 20 bestimmte Fragen, wie etwa zur Ökumene und persönlichen Arbeitsschwerpunkten gestellt, berichtete Dierig. Drei Stunden tagte schließlich am vergangenen Freitag das Kirchengremium, um eine kleinere Auswahl zu bestimmen. Die drei Kandidaten sollen an einem Wochenende Mitte November im Altenheim, in Wehbach und in Kirchen zum gleichen Text predigen – die Gottesdienste sind für alle Gemeindemitglieder offen. Die Bewerber müssen auch bei einem offiziellen Probegottesdienst und einer Probekatechese mit einer Konfirmandengruppe überzeugen. Es seien drei sehr gute und erfahrene Kandidaten, ließ Pfarrer Dierig wissen.

Kompliziert werde es, wenn man sich anschließend nicht auf einen Bewerber einigen könne, sagte der Superintendent mit Verweis auf einen Wahlgottesdienst. Der neue Pfarrer oder die neue Pfarrerin – die Stelle umfasst einen Umfang von 75 Prozent, die Pfarrstelle des Superintendenten etwa ein Viertel – müsste sich dann bis zur Neuwahl des Superintendenten ein- und mitarbeiten. Falls er in zwei Jahren an der Spitze des Ev. Kirchenkreises (die Amtszeit beläuft sich auf acht Jahre) wiedergewählt werden sollte, dann müsse man dem jetzt neu eingestellten Pfarrer größere Kompetenzen geben, machte Dierig deutlich.

Mit der Entlastungspfarrstelle werde eine zweite Pfarrstelle geschaffen, erklärte der Pfarrer. So verdoppele sich damit beispielsweise auch die Zahl der Delegierten für die Kirchengemeinde Kirchen bei der Kreissynode von bislang einem Pfarrer und einem Nichttheologen. Die neu eingestellte Person könne zudem den Vorsitz im Presbyterium übernehmen.

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