Bürgerbus Kirchen
Extrafahrten zu Sonderzielen im September und Oktober

Das ehrenamtliche Team des Kirchener Bürgerbusses freut sich, zusätzlich zu den regulären Fahrten im September und Oktober Extratouren zu Sonderzielen wie dem Druidenstein oder der Freusburg anbieten zu können.
  • Das ehrenamtliche Team des Kirchener Bürgerbusses freut sich, zusätzlich zu den regulären Fahrten im September und Oktober Extratouren zu Sonderzielen wie dem Druidenstein oder der Freusburg anbieten zu können.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

gum Kirchen. Mobilität auf dem Land sichern kann das Konzept des Bürgerbusses, das vom ehrenamtlichen Engagement lebt. In der Verbandsgemeinde Kirchen funktioniert dieses Angebot schon seit vielen Jahren reibungslos. Bei der Einrichtung des Bürgerbusses im Januar 2013 standen 28 Fahrerinnen und Fahrer zur Verfügung, mittlerweile sind es noch 17, die dafür sorgen, dass Arztbesuche, Einkäufe, Behördengänge oder der Kontakt zu Freunden und Bekannten einfacher zu realisieren ist, wodurch sich die Lebensqualität vieler Mitbürger verbessert.

Besondere Ziele am Samstag

Als eine zusätzliche Besonderheit gibt es ab 4. September einen neuen, schönen Service, so der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Helmut Ermert, bei einer Zusammenkunft der Ehrenamtlichen am Montagmittag im Ratssaal in Kirchen. Zusätzlich zu den regulären Fahrten von Dienstag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr werden erstmals im September und Oktober Fahrten zu Sonderzielen angeboten, wie zum Beispiel zum Ottoturm, Druidenstein oder zur Freusburg, die für viele ältere Menschen ohne Pkw sonst nicht mehr erreichbar sind.
Die Idee wurde in der Senioren-Beiratssitzung im Juni geboren. „Wir haben bei den Tagesfahrten festgestellt“, so Ermert, „dass es viele ältere Menschen gibt, die nicht mehr von zu Hause wegkommen.“ Er selbst habe erlebt, dass ein Mitbürger ihn gefragt habe, ob er noch mehrere Fahrten habe und ob er dann im Auto sitzen bleiben dürfe. Dann hätte er doch noch mal die Gelegenheit, seine Heimatstadt Kirchen zu sehen.

Fast 400 Fahrten zum Impfzentrum

Nicht nur an solchen Vorkommnissen zeigt sich, wie wichtig das Engagement der Ehrenamtlichen ist, sondern auch daran, dass alleine 396 Fahrten zum Impfzentrum nach Wissen getätigt wurden, davon in drei Tagen über 100 Fahrten. Da reichte der Bürgerbus nicht mehr aus, der Pkw des Bauhofs und Privatfahrzeuge kamen zum Einsatz. Die 17 Fahrerinnen und Fahrer, die sich trotz Pandemie zum Dienst an ihren Mitbürgern bereit erklärt hatten, waren teils mit vier Fahrzeugen gleichzeitig, außerhalb der regulären Fahrzeiten und auch am Wochenende im Einsatz. Sie nahmen dafür auch in Kauf, schon um 6.30 Uhr aufzustehen, um Impfwillige zu fahren. Sowohl Helmut Ermert als auch Paul Eisel vom Steuerungskreis des Fahrdienstes sind sich einig, dass dies die bisher größte Herausforderung für den Fahrdienst war. Ihr Dank gilt auch Klaus Brinkmann vom Seniorenbeirat, der die Impftermine vereinbart hatte.

Kirchen für Pilotprojekt ausgewählt

Dadurch, dass Bürgermeister Andreas Hundhausen und 1. Beigeordneter Ulrich Merzhäuser der Anschaffung einer speziellen Software zustimmten, die Eisel kurz vorstellte, können die Fahrten jetzt besser koordiniert werden. Das Programm ist extra konzipiert für die Bürgerfahrdienste des Landes Rheinland-Pfalz. Die Verbandsgemeinde Kirchen fungiert als Pilotprojekt, wodurch die Nutzung der Software im ersten Jahr kostenlos ist. Wie hilfreich das Programm ist, bestätigt das Telefon-Anmeldeteam, bestehend aus Anka Dabelstein, Brigitte Utsch und Birgit Wingendorf, das nun die Organisation von zu Hause aus erledigen kann. Allerdings hoffen die Damen dringend darauf, für die Anmeldung montags und mittwochs von 13 bis 16 Uhr Verstärkung durch weitere Mitstreiterinnen zu bekommen.
Hundhausen nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten und vor allem auch dem Seniorenbeirat zu danken. Es sei eine gute Sache, die Älteren aus der Isolation zu holen, und erfreulich zu sehen, wie gut die Sache in Kirchen gemanagt würde.

2000 Euro für Opfer der Flutkatastrophe

Helmut Ermert, Paul Eisel und ihre Mitstreiter sind gespannt, wie der neue Service angenommen wird. Jedenfalls können die Bürger sich ab sofort einen Termin geben lassen für einen Samstagvormittag oder Samstagnachmittag an vier Samstagen im September und fünf Samstagen im Oktober, an denen jeweils bis zu drei Personen zu Hause abgeholt, zum jeweiligen gewünschten Ziel gefahren und nach einem entsprechenden Aufenthalt wieder zurückgebracht werden.
Eine schöne Geste, dass der Seniorenbeirat und der Fahrdienst der Verbandsgemeinde Kirchen zum Abschluss des Treffens vereinbarten, 1000 Euro für die Betroffenen der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler zu spenden. Das Bürgerbus-Team rundete auf 2000 Euro auf und verzichtet dafür auf das Essen beim jährlichen gemeinsamen Zusammensein.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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