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Nach Modernisierung
Feuerwehr Brachbach zurück im Gerätehaus

Geschafft: Der Umzug ist gestemmt. Der Löschzug Brachbach ist mit allen Fahrzeugen und der gesamten Ausrüstung und Ausstattung am alten Standort in der neu gestalteten Unterkunft angekommen.
  • Geschafft: Der Umzug ist gestemmt. Der Löschzug Brachbach ist mit allen Fahrzeugen und der gesamten Ausrüstung und Ausstattung am alten Standort in der neu gestalteten Unterkunft angekommen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

rai Brachbach. Die Feuerwehr packte ihre Koffer: Drei Tage räumten die Brachbacher Wehrleute ihre gesamte Ausrüstung von der befristeten Übergangslösung am Bauhof in das neugestaltete Gerätehaus. Nun rücken sie wieder von ihrem alteingesessenen Standort aus – unter optimalen Bedingungen. Fast auf den Tag genau ein Jahr vorher hatten Wehrführer Philipp Kappes und seine Truppe nach einem dreitägigem Umzug das Gerätehaus geräumt und sich neu eingerichtet. Damit hatten die Handwerker freie Hand, das Gebäude anzupacken. Dieses ist nicht mehr wiederzuerkennen und bietet den 41 Einsatzkräften und den zwölf Jugendfeuerwehrleuten eine optimale Unterkunft. Es wurden zwei Fahrzeughallen angebaut, kein Raum blieb unangetastet.
Die Enge ist gewichen.

rai Brachbach. Die Feuerwehr packte ihre Koffer: Drei Tage räumten die Brachbacher Wehrleute ihre gesamte Ausrüstung von der befristeten Übergangslösung am Bauhof in das neugestaltete Gerätehaus. Nun rücken sie wieder von ihrem alteingesessenen Standort aus – unter optimalen Bedingungen. Fast auf den Tag genau ein Jahr vorher hatten Wehrführer Philipp Kappes und seine Truppe nach einem dreitägigem Umzug das Gerätehaus geräumt und sich neu eingerichtet. Damit hatten die Handwerker freie Hand, das Gebäude anzupacken. Dieses ist nicht mehr wiederzuerkennen und bietet den 41 Einsatzkräften und den zwölf Jugendfeuerwehrleuten eine optimale Unterkunft. Es wurden zwei Fahrzeughallen angebaut, kein Raum blieb unangetastet.
Die Enge ist gewichen. Vorbei ist die Zeit, in der sich die Kameraden in der Fahrzeughalle umkleiden mussten. Und vor allem: Die Wehrfrauen haben endlich eine vernünftige Umkleide mit Dusche. Die Frauen – aktuell zwei – mussten sich im Heizungraum umziehen, so Steffen Kappes.

Mudersbacher packten am Samstag mit an

Ein Umzug ist immer etwas Besonderes. Aber im Fall einer Wehr noch etwas anders. Zum einen durfte über die Umzugsdauer die Einsatzbereitschaft nicht leiden. Einsatzbekleidung und Grundausrüstung waren bis zuletzt an der bisherigen Unterkunft. Zum anderen muss alles direkt an seinen Platz, und jeder muss gleich vertraut sein, wo etwas griffbereit zu finden ist.
Im Vorfeld waren bereits Gegenstände, die bei Einsätzen einen längeren Vorlauf haben, nach und nach in der neuen Unterkunft eingeräumt worden, so Wehrführer Philipp Kappes. Das vom Förderverein spendierte Schwerlastregal war montiert, als nun die Einsatzabteilung die Ärmel hochkrempelte. Das Regal trägt Ölsperren, eine der Zusatzaufgaben der Brachbacher.
Für den Umzug wurden auch Firmen- und Privatautos bereitgestellt. Samstags halfen die Mudersbacher mit ihrem Mehrzweckfahrzeug aus. Auch im neuen Aufenthaltsraum der Jugend wurde fleißig geschafft. Aus Schlauchhaspeln wurden Tische gefertigt. Der Raum war an den Schulungsraum angebaut worden, hier spendierte der Förderverein ein Whiteboard. Der Verein habe kräftig investiert, am Ende werden es 10 000 Euro sein, dankte der Wehrführer. Im Schulungsraum werden künftig Ratssitzungen stattfinden, bis das Gemeindezentrum steht, so Ortsbürgermeister Kappes.

Viel neuer Platz im Feuerwehr-Gerätehaus Brachbach

Viel Platz im Gerätehaus wurde geschaffen, in dem 120 Quadratmeter Hallenfläche für zwei Fahrzeuge angebaut wurden. Damit und mit einem nach vorne an eine ausgediente Autohalle angebautem Raum wurde ausreichend Fläche geschaffen, um Weiß- und Schwarzbereich bei den Umkleiden zu schaffen. So kommt künftig die nach Bränden mit Ruß kontaminierte Montur nicht mehr mit der Privatbekleidung in Kontakt. Die Umkleide führt in die neuen Duschen. „Damit verschleppt man keine Brandrückstände, die hochgradig gesundheitsgefährdend sind, in das private Umfeld.“ Vernünftige Fahrzeughallen, eine Empore als Lagerfläche, Werkstatt und Büro für die Wehrführung: „Aus der gegebenen Situation ist das Beste gemacht worden“, befand Steffen Kappes. Für ihn und den Wehrführer ist es keineswegs selbstverständlich, dass Politik und Verwaltung sagen: „Wir bringen alles auf den neusten Stand.“
Es sei auch etwas Wechselseitiges. Die Wehr habe Eigenleistung eingebracht. Zwei Umzüge, Abriss-, Streich- und Pflasterarbeiten, aber auch selbstgebaute Möbel listete er auf. In der Summe wurden bislang 1100 Stunden in das Projekt investiert.

Nutzung der Bauhofräume als richtige Entscheidung

Es sei eine gute Entscheidung gewesen, statt ein Zelt anzumieten, die Bauhofräume in der Übergangsphase zu nutzen. Das habe der Verbandsgemeinde rund 120 000 Euro gespart. Die Bauhofräume sollen hergerichtet werden – und 2021 soll die gemeinsame Anstalt öffentlichen Rechts Infrastrukturservice – auch „Asphaltkolonne“ genannt – einziehen. Außerdem wird der städtische Bauhof Flächen für Lagerzwecke nutzen.
Unter den gegebenen Umständen fällt eine große Einweihungsfeier aus, sie soll aber noch nachgeholt werden. Bis auf kleine Rest- und Nacharbeiten ist das neue Domizil fertig, so Steffen Kappes.
Der Kostenanschlag für die Maßnahme lag bei 825 000 Euro. Ursprünglich sei geplant gewesen, das Außengelände nur anzugleichen, so Frank Reifenrath vom Bauamt Kirchen auf Nachfrage. In Kooperation mit der Ortsgemeinde sei nun die gesamte Anlage angepackt worden. Es entstehen z. B. Stellplätze für die Einsatzkräfte und eine Zufahrt zum Spielplatz. Der Kostenanschlag wird damit um 60 000 Euro überschritten, teilte Reifenrath mit. Die Fläche wurde komplett auf den Kopf gestellt – aber das hat sich gelohnt.

Autor:

Redaktion Altenkirchen aus Betzdorf

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