Flutkatastrophe (Videos)
Feuerwehren aus dem AK-Land beenden Einsatz im Kreis Ahrweiler

In der Nacht zum Donnerstag sind Feuerwehrleute aus dem AK-Land in den Kreis Ahrweiler ausgerückt, um dort den Menschen im Kampf gegen die Wassermassen zur Seite zu stehen. Am Freitag wurde der Einsatz für beendet erklärt.
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  • In der Nacht zum Donnerstag sind Feuerwehrleute aus dem AK-Land in den Kreis Ahrweiler ausgerückt, um dort den Menschen im Kampf gegen die Wassermassen zur Seite zu stehen. Am Freitag wurde der Einsatz für beendet erklärt.
  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

+++Update Freitag, 12.51 Uhr+++

Die im Unwetter-Gebiet im Kreis Ahrweiler eingesetzten Einheiten der heimischen Feuerwehren haben nach derzeitigem Stand ihre Einsätze beendet, sind auf dem Rückweg in den Kreis Altenkirchen oder haben diesen bereits erreicht. Das teilt die Kreisverwaltung am Freitagmittag mit. Andere Hilfskräfte wie die Schnelleinsatzgruppe SEG sind noch im Einsatz.

+++ Erstmeldung +++

damo Kreis Ahrweiler/Kreis Altenkirchen. Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr: Der Leitsatz der Feuerwehren gilt auch, wenn der Nächste 130 Kilometer weit weg wohnt. In der Nacht zum Donnerstag sind gut 200 Einsatzkräfte aus dem AK-Land in den Kreis Ahrweiler ausgerückt, um dort den Menschen in ihrem verzweifelten Kampf gegen die Wassermassen zur Seite zu stehen. Und sie haben dort alle Hände voll zu tun: „Die Lage hier ist katastrophal“, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Ralf Schwarzbach im Telefonat mit der SZ.

Allein aus der Verbandsgemeinde Kirchen sind rund 50 Helfer in Ahrweiler im Einsatz: Die ersten Wehrleute sind gegen 1 Uhr nachts aufgebrochen, gegen 7 Uhr haben sich zwei weitere Hilfskonvois von Freusburg und Kirchen aus auf den Weg gemacht. Aber auch aus praktisch allen anderen Verbandsgemeinden sind Hilfskräfte für den Einsatz mobilisiert worden, darunter auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK und die Wasserretter der DLRG.

Das war vor allem deshalb möglich, weil das Siegerland von der Sintflut verschont geblieben ist: „Wir haben großes Glück gehabt, dass die Wolken im Bogen an uns vorbeigezogen sind – sonst würde es hier jetzt genauso aussehen wie an Rhein und Mosel“, meinte der stellvertretende Kirchener Wehrleiter Steffen Kappes im Gespräch mit der SZ.

Feuerwehr aus Kirchen hilft im Kreis Ahrweiler

Die Helfer, die am Donnerstagmorgen am Kirchener Feuerwehrhaus aufgebrochen sind, hatten schon vor dem Abmarsch klare Vorstellungen von dem, was sie erwarten würde: „Wir fahren nicht zu einem Kindergeburtstag“, meinte einer der Helfer lakonisch. Denn die Kameraden vor Ort hatten bereits Fotos von den Hilfseinsätzen geschickt – und die zeigen deutlich, dass es nicht darum gehen wird, Keller auszupumpen. „Wir sind in der Menschenrettung gefordert“, stellte Kappes klar: „Das Brachbacher Boot ist in der Nacht schon ausgerückt, um verzweifelte Menschen von ihren Dächern zu retten.“

Die Lage im Kreis Ahrweiler ist noch immer dramatisch: Die Überflutungen und der Dauerregen haben nach Polizeiangaben mindestens vier Menschenleben gekostet, noch am Vormittag galten Dutzende Menschen als vermisst. „Viele Menschen haben bis morgens um 8 Uhr auf ihren Dächern gestanden“, berichtete Schwarzbach. Auch die materiellen Schäden sind verheerend: Viele Häuser gelten als instabil, es besteht Einsturzgefahr.

In weiten Teilen des Kreises Ahrweiler ist Land unter, manche Gemeinden sind komplett abgeschnitten. Selbst die Einsatzbasis der Helfer aus dem AK-Land musste verlegt werden – weil die Helfer sich mit immer mehr Wasser konfrontiert sahen. „Wir sind schließlich nach Grafschaft ausgewichen“, sagte Schwarzbach. Im Kreis Ahrweiler ist bereits in der Nacht der Katastrophenfall ausgerufen worden – wie auch in anderen Landkreisen in der Eifel sowie an Mosel und Rhein.

Wie lange die Helfer aus dem AK-Land jetzt vor Ort sein werden, ist noch offen. Schwarzbach rechnet aber damit, dass der Einsatz sich über mehrere Tage erstreckt: „Aktuell gehen wir davon aus, bis Samstag zu helfen.“

Auch in Hückeswagen im Oberbergischen Kreis haben Dauerregen und Gewitter dramatische Folgen gehabt – auch dorthin hat die Feuerwehr aus dem Kreis AK einige Einsatzkräfte geschickt.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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