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Heimische Unternehmen fassen im Osten Fuß
Firma Gebr. Schmidt

Das Logo der Gebr. Schmidt prägt immer noch den Eingangsbereich des Bürogebäudes in Herzfelde.
  • Das Logo der Gebr. Schmidt prägt immer noch den Eingangsbereich des Bürogebäudes in Herzfelde.
  • Foto: Gebr. Schmidt
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

thor Freusburg/Herzfelde. 1,5 Millionen. Das ist kein Lottogewinn, sondern die Grundstücksgröße in Quadratmetern der Bodenverwertung Ost GmbH in Herzfelde. Hier in Brandenburg gibt es deutlich mehr Platz als im beengten Siegtal – was kurz nach der Wende auch den Gebr. Schmidt nicht entgangen war. „Es bestand immer der Wunsch, uns zu vergrößern“, erzählt Theo Schmidt, damals noch als Geschäftsführer an vorderster Front aktiv. Diverse Flächen hatte das Freusburger Bauunternehmen „im Osten“ unter die Lupe genommen, letztlich wurde es das alte Ziegelei-Areal direkt an der B1 östlich von Berlin.
Das Risiko hat sich gelohnt
„Wir haben verhandelt, verhandelt und verhandelt“, erinnert sich Schmidt an die Gespräche mit der Treuhand.

thor Freusburg/Herzfelde. 1,5 Millionen. Das ist kein Lottogewinn, sondern die Grundstücksgröße in Quadratmetern der Bodenverwertung Ost GmbH in Herzfelde. Hier in Brandenburg gibt es deutlich mehr Platz als im beengten Siegtal – was kurz nach der Wende auch den Gebr. Schmidt nicht entgangen war. „Es bestand immer der Wunsch, uns zu vergrößern“, erzählt Theo Schmidt, damals noch als Geschäftsführer an vorderster Front aktiv. Diverse Flächen hatte das Freusburger Bauunternehmen „im Osten“ unter die Lupe genommen, letztlich wurde es das alte Ziegelei-Areal direkt an der B1 östlich von Berlin.

Das Risiko hat sich gelohnt

„Wir haben verhandelt, verhandelt und verhandelt“, erinnert sich Schmidt an die Gespräche mit der Treuhand. Eben weil man nicht bei den ersten Unternehmen aus dem Westen gewesen sei, habe es eine Menge Auflagen gegeben. Die Freusburger verpflichteten sich u. a. dazu, innerhalb von zehn Jahren 90 Arbeitsplätze zu schaffen. Aber: „Wer nichts riskiert, wird nichts“, so das Credo von Schmidt. Am
14. August 1991 wurde die Neugründung per Eintrag ins Handelsregister besiegelt – und knapp 30 Jahre später sind die Gebr. Schmidt immer noch vor Ort. Denn von Anfang an ging es nicht darum, eine schnelle Mark zu machen, vielmehr war es eine strategische, vor allem aber eine nachhaltige Entscheidung, wie Vorstandsmitglied Thomas Pilawa betont. Nach provisorischen Anfängen wurde 1993 das neue Bürogebäude bezogen. Die Gebr. Schmidt trugen ihren Teil dazu bei, dass überall eine neue Infrastruktur entstand: Straßen, Versorgungsleitungen, Plätze etc. pp. Der Boom aber sei schon 1995 wieder abgeflaut, berichtet Pilawa.

In Herzfelde Menschen aus der Region angestellt

Doch statt die Bagger abzuziehen und die Schaufeln in den Sand zu stecken, änderte man das Geschäftsmodell. Gemeinsam mit der Eggers Umwelttechnik GmbH (Hamburg) wurde 2009 die BVO Bodenverwertung Ost gegründet. 2015 stieß die DAW Deutsche Abfallwirtschafts-Gesellschaft mbH (Bad Schwartau) dazu. Die drei Partner kümmern sich um die Aufbereitung und Verwertung von Böden, Bauschutt und Bodenaushub.
Pilawa legt großen Wert auf die Feststellung, dass in Herzfelde kein „Wessi“ das Sagen hat, sondern ausschließlich Menschen aus der Region beschäftigt werden. „Mittlerweile tragen die Investitionen auch Früchte“, so der Vorstand. Und es werde weiter investiert. „Wir haben dort immer noch eine guten Namen“ bekräftigt Schmidt.
Die Verbundenheit zeigt sich auch darin, dass nach wie vor fünf Beschäftigte Woche für Woche von Brandenburg gen Westen pilgern, um hier für das Bauunternehmen zu arbeiten.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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