„Forest Jump“ soll 2010 weitergehen

„Forest Jump“ feierte am Samstag seine Premiere in Brachbach: Newgrange-Sänger Oliver Gritschke in Aktion.  Foto: rai
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rai Brachbach. Das Tälchen an der Grube Ecke in Brachbach liegt eher beschaulich da. Ein Ort, wo sich das berühmte Duo Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen kann. Am Samstagabend gab es am Ende des Tälchens auf dem Platz am Schützenhaus dann aber mächtig was auf die Ohren: Das Open Air „Forest Jump“ feierte Premiere. Fünf Bands gaben sich die Mikros auf der Bühne in die Hand und sorgten mit harten Gitarrenriffs und groovigem Sound für Stimmung – und das mit den unterschiedlichen Musikrichtungen, mit denen die Combos aufwarteten. Deutschrock und Elemente aus den Bereichen Punkrock und Hardcore ebenso wie handgemachter Rock drangen aus den Brüllwürfeln.

Der Grundstein für „Forest Jump“ war vor drei Jahren gelegt worden. Damals hatte der Brachbacher Stephan Pfeifer seinen 30. Geburtstag gefeiert – an derselben Stelle und mit Live-Musik. Newgrange aus Betzdorf und die Formation Subsonixs brachten den musikalischen Drive in die Fete ein. Weil das abseits liegende Tälchen eine ideale Location darstellte, griffen Newgrange und deren Tontechniker Simon Ritter das Thema noch einmal auf – die Idee für „Forest Jump“ war geboren. Ein wichtiger Aspekt sei für die Veranstalter gewesen, dass es ein Festival ohne Coversongs werden sollte, sagte Ritter. Und das setzte man am Samstag mit Stereoview, Startblock, Play The Gallery, Newgrange und Noizy Fruit Machine in die Tat um. Allerdings hätten die fünf Musikmacher mehr Zuschauer verdient gehabt.

Nachdem die junge Alternative-Rock-Band Stereoview aus Betzdorf und Wallmenroth mit ihren selbstgeschriebenen Liedern und den Einflüssen von Punk und Hardcore „Forest Jump“ eröffnet hatte, stand danach mit Startblock in gewisser Weise ein Ausreißer auf der Bühne: Denn die fünf Musiker aus Plettenberg hatten ausschließlich deutsche Texte mitgebracht. Deutschrock war angesagt, der mit knackigen Gitarrenriffs und melodischem Gesang über die Rampe kam. Den dritten Gig an diesem Abend bestritt Play The Gallery. Die Siegener Gruppe bewegt sich zwischen Punk und Hardcore, und Sängerin Tanja Serapinas betonte: „Wir covern nie.“ Und so sang sie von dem, was sie und ihre Bandmitglieder so alles im alltäglichen Leben beschäftigt oder auch mal stört.

Etwa 200 Besucher waren zu diesem Zeitpunkt zu dem Debüt des Brachbacher Festivals gekommen – eine überschaubare Menge an Leuten. Mit etwas mehr habe man schon gerechnet, etwa 300, sagte Oliver Gritschke, Frontmann von Newgrange. An der Werbung habe es allerdings nicht gelegen, sagte der Sänger. Man habe allein 5000 Flyer unter die Leute gebracht. „Forest Jump“ soll in Brachbach aber keine Eintagsfliege bleiben, sondern wiederholt werden. So sah es auch Stephan Pfeifer, der vor drei Jahren die Initialzündung gegeben hatte. In bewährter Manier kam dann Newgrange gut beim Publikum an. Nicht nur mit „Never Too Late“ und „Talk To Me“– bei dem Stück sangen die Leute vor der Rampe mit. Rock mit einem Mix aus unterschiedlichen Einflüssen war von Newgrange zu hören. Da fehlte nur noch eine Band, der Headliner: Noizy Fruit Machine. Die fünf Musiker aus Neunkirchen und Daaden rockten gleich die ersten drei Stücke ordentlich ab. Und nicht nur Sängerin Tanja Rossbach bewies powernd und treibend eine tolle Bühnenpräsenz. Aber auch bei balladenartigen Liedern verstanden Noizy Fruit Machine ihr Handwerk. Immer gitarrenlastig und mit dominantem Frauengesang begeisterte die Band.

Als Vorband war die Gruppe schon in der Siegerlandhalle bei einem Konzert von Nena und in der Nähe von Fulda bei einem Auftritt von Nazareth zu hören. Wie die Veranstalter mitteilten, sei es angedacht, dass „Forest Jump“ 2010 wiederholt werden soll – und dann werden sicherlich noch mehr Leute zu den Liedern im Brachbacher Forst hüpfen, springen und abrocken.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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