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Kirchener DRK-Krankenhaus lässt Stellplätze bewirtschaften
„Frei Parken“ hat bald ein Ende

Große Schilder verkünden eine klare Botschaft: Mit dem kostenlosen Parken ist es hier bald vorbei.
  • Große Schilder verkünden eine klare Botschaft: Mit dem kostenlosen Parken ist es hier bald vorbei.
  • Foto: thor
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

thor Kirchen. Manche werden es als Selbstverständlichkeit betrachten, eigentlich aber ist es ein seltener Luxus: rund um ein Krankenhaus kostenfrei zu parken. Was in Siegen mittlerweile nahezu undenkbar ist, hat in Kirchen seit Jahr und Tag entlang der Bahnhofstraße Tradition – doch auf einem großen Stellplatz hat es sich bald erledigt mit „Frei Parken“. Unübersehbare Schilder auf dem Parkplatz zwischen Wohnanlage und alter Heizzentrale kündigen seit Tagen an, dass demnächst wieder ein Automat gefüttert werden muss. Wer auf Kleingeld oder modernere Zahlungsmittel bewusst verzichtet, dem droht eine saftige Strafe von 30 Euro.
Auf Anfrage der SZ erläuterte Nicki Billig, der Kaufmännische Direktor des DRK-Krankenhauses, warum man wieder eine Bewirtschaftung plant.

thor Kirchen. Manche werden es als Selbstverständlichkeit betrachten, eigentlich aber ist es ein seltener Luxus: rund um ein Krankenhaus kostenfrei zu parken. Was in Siegen mittlerweile nahezu undenkbar ist, hat in Kirchen seit Jahr und Tag entlang der Bahnhofstraße Tradition – doch auf einem großen Stellplatz hat es sich bald erledigt mit „Frei Parken“. Unübersehbare Schilder auf dem Parkplatz zwischen Wohnanlage und alter Heizzentrale kündigen seit Tagen an, dass demnächst wieder ein Automat gefüttert werden muss. Wer auf Kleingeld oder modernere Zahlungsmittel bewusst verzichtet, dem droht eine saftige Strafe von 30 Euro.
Auf Anfrage der SZ erläuterte Nicki Billig, der Kaufmännische Direktor des DRK-Krankenhauses, warum man wieder eine Bewirtschaftung plant. Es handele sich hier im ursprünglichen Sinne um einen Besucherparkplatz. Als aber vor Jahren die Schrankenanlage ihren Geist aufgegeben habe, sei aus Kostengründen keine Reparatur erfolgt. Die Folge: „Da wird jetzt sehr individuell geparkt“, drückte es Billig äußerst höflich aus. Nun habe es aber vermehrt Beschwerden von Patienten und Besuchern gegeben – den „Kunden“ des Krankenhauses –, dass keine Parkplätze zur Verfügung stünden. Daher habe man reagiert und die Bewirtschaftung an ein privates Unternehmen übertragen.

"Größtmögliche Zufriedenheit“ erreichen

Dass von der neuen Regelung auch Mitarbeiter betroffen sind, wollte Billig nicht verschweigen. Es habe auch schon erste Gespräche mit dem Betriebsrat gegeben. Ziel sei, eine „größtmögliche Zufriedenheit“ bei allen zu erreichen. „Es geht nicht darum, irgendeinen auszupressen“, sagte der Verwaltungsleiter zu den finanziellen Folgen. Derzeit sei man dazu noch in der Findungsphase, das neue System solle erst ab 1. Dezember starten.
Das Thema schlug gestern Abend auch im Stadtrat auf. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen war kurz zuvor auf dem Zahnarztstuhl von der medizinischen Assistentin darauf angesprochen worden – wohl ebenfalls eine Betroffene. Er könne die Entscheidung des Krankenhauses zunächst einmal nachvollziehen, sagte Hundhausen. Die Stadt selbst arbeite mit Parkzeitbeschränkungen, die Zahl der Parkplätze ohne jede Regelung sei „überschaubar“. Daher sei dieser Parkplatz auch gerne genutzt worden.

„Ist die Zahl der Stellplätze noch zeitgemäß?“

Grundsätzlich müsse man sich aber jetzt Gedanken machen, wie kurzfristig mehr Parkplätze rund um die Bahnhofstraße geschaffen werden könnten. Seit Fertigstellung der Ortskernsanierung vor 30 Jahren sei das Aufkommen an Pkw immens gestiegen. Die Frage laute also: „Ist die Zahl der Stellplätze überhaupt noch zeitgemäß?“ Zwar seien die Optionen zur Abhilfe überschaubar, eventuell lasse sich aber an der vorderen Bahnhofstraße im Bereich des Schotterplatzes etwas realisieren.
Vor dem Hintergrund des Streits um den Verkauf des kreiseigenen Grundstücks hatte Hundhausen auch noch eine Warnung parat: „Es soll jetzt bitte keiner um die Ecke kommen und behaupten, das Krankenhaus brauche doch die Parkplätze. In allen Planungen für das Grundstück ist dieser Bedarf sehr genau berücksichtigt.“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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