Friesenhagen wird kräftig zur Kasse gebeten

Aus der jüngsten Sizung des Ortsgemeinderates:

Sparen wird auch im Wildenburger Land nicht belohnt

ruth Friesenhagen. Keine Gemeinde würde auch nur ein Sterbenswort über die schlechte Lage der Kommunen verlieren, könnte sie über einen solchen Haushalt abstimmen. Anders in Friesenhagen. In der einzigen schuldenfreien Gemeinde in der Verbandsgemeinde Kirchen wird diskutiert, als stünde ihr das Wasser bis unter die Kirchturmsuhr (siehe nebenstehenden Bericht). Dabei hat sich Friesenhagen als Sparfuchs gemausert und kann sich jetzt - wie es das Kommunalbrevier vorsieht - antizyklisch verhalten.

»Haushalt der hohen Umlagen«

Obwohl Kämmerei-Mitarbeiter Franz-Josef Brühl den Friesenhagener Haushalt als einen »Haushalt der hohen Umlagen« charakterisiert, kann der Ort zuversichtlich nach vorn blicken. Die höchste Steuerkraft und eine freie Finanzspitze von 13351 e, das ist Spitze im Reich der Verbandsgemeinde Kirchen. Und wie das mittlerweile im Staate so üblich ist, wird derjenige, der gut gewirtschaftet hat und letztendlich noch etwas auf die hohe Kante legen konnten wieder zur Kasse gebeten: Der Staat hat sich dafür einen Namen einfallen lassen: die Finanzausgleichsumlage. 70786 e »drückt« Friesenhagen dafür ab, dass es besonders gut gewirtschaftet hat. Diese Finanzausgleichsumlage wird von allen Körperschaften erhoben, deren Steuerkraft je Einwohner über dem Landesdurchschnitt liegt. Anders ausgedrückt: Wo der Staat sieht, dass es noch etwas zu holen gibt, schlägt er zu.

Trotz allem schafft es Friesenhagen (noch), alle vorgesehenen Baumaßnahmen, Grunderwerbskosten usw. ohne Kreditaufnahme zu finanzieren. Die von der Ortsgemeinde zu finanzierenden Anteile können aus dem Sparstrumpf bezahlt werden. Dabei erweist sich die Gewerbesteuer nach wie vor als die beste Einnahmequelle des Ortes. 1,15 Mill. e erwartet der Kämmerer im kommenden Jahr. Der Ansatz entspricht dem des Vorjahres.

Vereinszuschüsse gedrittelt

Aber auch im Wildenburger Land sind die Zeiten schlechter geworden. Um »ein Zeichen« zu setzen (Mockenhaupt) , kürzte die Gemeinde die Zuschüsse der Vereine um ein Drittel. Dies war notwendig geworden, weil aufgrund der hohen Umlagen die freien Mittel der Gemeinde erheblich zurückgegangen waren. Man könne den steuerzahlenden Einwohnern nur schwer vermitteln, dass im kommenden Jahr die Hebesätze für die Gemeindesteuern erhöht werden müssen, während man weiterhin an Vereine hohe jährliche Zuschüsse zahlt, erläuterte Franz-Josef Brühl. Die Steuerkraft der Ortsgemeinde hat sich von 595,01 e im Jahr 2000 auf nunmehr 941,56 e im Jahr 2003, so die Prognose, entwickelt.

Etat mit 2,92 Mill. e Gesamtvolumen

Unterm Strich weist der Haushalt für das kommenden Jahr ein Gesamtvolumen von 2,92 Mill. e auf. Davon entfallen 2,06 Mill. e auf den Verwaltungshaushalt, 852510 e auf den Vermögenshaushalt. Die Hebesätze bei der Grundsteuer A und B bleiben unverändert, dank der guten Entwicklung bei der Gewerbesteuer steigen die Gewerbesteuerumlage, die Kreis- und Verbandsgemeindeumlage und die Finanzausgleichsumlage kräftig an.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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