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Existenzgründung mitten in der Pandemie
Friseursalon öffnet in Halle 13

Friseurmeisterin Christina Kluge (vorne) hat mit ihrem Friseursalon (Halle 13) den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt; mit im Bild Mitarbeiterin Steffani Würden und Vermieter Wolfgang Herrmann.
  • Friseurmeisterin Christina Kluge (vorne) hat mit ihrem Friseursalon (Halle 13) den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt; mit im Bild Mitarbeiterin Steffani Würden und Vermieter Wolfgang Herrmann.
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  • hochgeladen von Alexandra Pfeifer

thor Kirchen. Haare, Schere, Schnitte, Tolle – wer für seinen Friseursalon einen Namen sucht, bedient sich in der Regel aus diesem Fundus, um eine mehr oder weniger kreative Wortkreation zu erschaffen. Christina Kluge musste sich hingegen gar keine Gedanken machen: Ihr neuer Laden heißt „Halle 13“. Klingt etwas seltsam, passt in diesem Fall aber perfekt. Denn so hieß die Halle schon, als hier in Kirchen noch Loks der Fa. Jung standen, und Kluges Papa hatte einst 35 Jahre als Industrielokschlosser gearbeitet (wenn auch auf dem Stahlwerk in Geisweid). „Für das Herz ist das eine schöne Sache“, sagt die Friseurmeisterin.
Das ist etwas,
was hierhin passt, so etwas hatten wir bislang nicht.

thor Kirchen. Haare, Schere, Schnitte, Tolle – wer für seinen Friseursalon einen Namen sucht, bedient sich in der Regel aus diesem Fundus, um eine mehr oder weniger kreative Wortkreation zu erschaffen. Christina Kluge musste sich hingegen gar keine Gedanken machen: Ihr neuer Laden heißt „Halle 13“. Klingt etwas seltsam, passt in diesem Fall aber perfekt. Denn so hieß die Halle schon, als hier in Kirchen noch Loks der Fa. Jung standen, und Kluges Papa hatte einst 35 Jahre als Industrielokschlosser gearbeitet (wenn auch auf dem Stahlwerk in Geisweid). „Für das Herz ist das eine schöne Sache“, sagt die Friseurmeisterin.

Das ist etwas,
was hierhin passt, so etwas hatten wir bislang nicht.
Wolfgang Herrmann
Immobilienbesitzer

Frisörin hat sich in der Pandemie selbstständig gemacht

Doch das ist nicht der einzige ungewöhnliche Aspekt: Mitten in der Pandemie hat die 40-Jährige den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und den Salon im Gewerbekomplex Jung-Jungenthal aufgebaut – selbstverständlich mit tatkräftiger Unterstützer von Inhaber Wolfgang Herrmann. Der Spediteur hatte „Halle 13“ bewusst eine Zeit lang leer stehen lassen, bis der richtige Mieter für einen gesunden Mix in der Ladenzeile gefunden war. „Das ist etwas, was hierhin passt, so etwas hatten wir bislang nicht“, freut sich Herrmann über den „Lückenschluss“.

Mehr Wertschätzung für den Beruf durch Corona

Christina Kluge, die aus Niederschelderhütte stammt, die ihre Ausbildung im Salon Kaffine absolviert und zuletzt als Angestellte in Mudersbach gearbeitet hatte, erlebte im vergangenen Jahr die gravierenden Auswirkungen des ersten Lockdowns auf die Branche. Aber: Sie erfuhr auch, wie wichtig ein Friseurbesuch plötzlich für viele Menschen wurde und wie die Wertschätzung des Berufs stieg. Und so reifte der Entschluss, wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen.

Was dann folgte, bezeichnet Kluge selbst als sportlich: Von der ersten Idee über die (erfolgreiche) Absolvierung der Meisterschule bis zur Eröffnung der „Halle 13“ vergingen gerade einmal 14 Monate. „Aber jede Schweißperle und die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt.“ Dabei habe sie eigentlich nie der Mut verlassen, und auch in ihrem Umfeld habe es wenige Zweifel gegeben.

Standort im Gewerbekomplex Jung-Jungenthal war schnell gefunden

Der (private) Kontakt zur Familie Herrmann hatte durch den Wohnort schon vorher bestanden, daher war der Standort schnell gefunden. „Für mich ist es ein echtes Heimspiel.“ Bei der wahrlich gelungenen Inneneinrichtung konnte die Neu-Unternehmerin dann ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Das führte dann auch dazu, dass Kluge nicht als Einzelkämpferin starten musste. Denn eines Tages schaute Steffani Würden vorbei, und die Friseurin aus Betzdorf war von der Lage und der Ausstattung begeistert: „Hätte ich einen Meister, hätte ich das auch gemacht.“ Beide haben in den vergangenen Wochen schon viele Kunden begrüßen dürfen, für die insgesamt sieben Plätze zur Verfügung stehen. „Ich freue mich schon auch schon wieder auf die Zeit, wo alle wieder den Laden betreten können“, sagt Kluge mit Blick auf die momentan noch geltenden Einschränkungen in Rheinland-Pfalz.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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