SZ

Martin Baethcke sammelt in Eigenregie Müll am Flüsschen ein
Für eine saubere Asdorf

Die Asdorf (hier bei Wehbach) ist eigentlich ein Bilderbuch-Flüsschen des Siegerlands. An vielen Stellen fließt sie noch in einem „natürlichen Bett“, im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Sieg.
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  • Die Asdorf (hier bei Wehbach) ist eigentlich ein Bilderbuch-Flüsschen des Siegerlands. An vielen Stellen fließt sie noch in einem „natürlichen Bett“, im Gegensatz zu ihrer großen Schwester, der Sieg.
  • Foto: Rainer Schmitt
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

thor Kirchen/Freudenberg. Er macht es einfach so. Aus freien Stücken. Ohne Auftrag. Ohne Zwang. Ohne Unterstützung. Martin Baethcke ist ganz allein regelmäßig entlang der Asdorf unterwegs, um das Gewässer selbst und vor allem die Uferbereiche von Müll und Unrat zu befreien. Der kleine Fluss, der im Quellgebiet des Löffelbergs zwischen Büschergrund und Hünsborn als Weibe entspringt und nach rund 21 Kilometern in Kirchen in die Sieg mündet, hat es ihm angetan.
Ein Naturfreund und „Fluss-Fan“Baethcke, der früher in Freudenberg gewohnt hat und jetzt in Olpe lebt, spricht von einem kleinen Naturparadies – das aber unter der Sorglosigkeit und Ignoranz der Menschen leidet. Er sei ein Naturfreund und „Fluss-Fan“, sagt Baethcke, von der SZ nach seiner Intention befragt.

thor Kirchen/Freudenberg. Er macht es einfach so. Aus freien Stücken. Ohne Auftrag. Ohne Zwang. Ohne Unterstützung. Martin Baethcke ist ganz allein regelmäßig entlang der Asdorf unterwegs, um das Gewässer selbst und vor allem die Uferbereiche von Müll und Unrat zu befreien. Der kleine Fluss, der im Quellgebiet des Löffelbergs zwischen Büschergrund und Hünsborn als Weibe entspringt und nach rund 21 Kilometern in Kirchen in die Sieg mündet, hat es ihm angetan.

Ein Naturfreund und „Fluss-Fan“

Baethcke, der früher in Freudenberg gewohnt hat und jetzt in Olpe lebt, spricht von einem kleinen Naturparadies – das aber unter der Sorglosigkeit und Ignoranz der Menschen leidet. Er sei ein Naturfreund und „Fluss-Fan“, sagt Baethcke, von der SZ nach seiner Intention befragt. Und im Grunde war ihm das Flüsschen immer ganz nah. „Die Schönheit der Asdorf ist mir aber eigentlich erst im vergangenen Jahr so richtig bewusst geworden. Mir gefällt die Region unheimlich gut.“ Das Gewässer und seine Zuflüsse zeichneten sich durch eine hohe Biodiversität aus. Der Eisvogel jage hier, und im Bereich von Wehbach habe er auch schon Flusskarpfen und Hechte gesehen. „Was erst einmal für eine gute Wasserqualität spricht“, meint Baethcke. Er selbst kennt auch noch andere Zeiten, als die Asdorf stark unter den zahlreichen Industriebetrieben in ihrem Tal litt.

Große Mengen unterschiedlichster Abfälle

Der Olper entdeckt bei seinen regelmäßigen und grenzüberschreitenden Streifzügen jede Menge Müll: „Es sammeln sich große Mengen unterschiedlicher Abfälle, Kunststoffteile, Folien, Flaschen, Styropor, sogar Pkw- und Lkw-Reifen.“ Baethcke schafft das Kleinzeug meist allein beiseite.
Im Fall von größeren „Fundstücken“ informiert er aber auch die örtlichen Bauhöfe. Es gebe auch gewisse Schwerpunkte, zum Beispiel das Einkaufszentrum in Büschergrund. Wobei Baethcke wahrscheinlich auch die Folgen des wachsenden Corona-Mülls sieht und zudem organisierte Aufräumaktionen derzeit nicht stattfinden können. Gerade beim Styropor habe er aber auch den Verdacht, dass Firmen nicht richtig auf Verpackungen auf ihrem Gelände achten würden.

Achtsamkeit gegenüber der Natur

Nun erwartet der Naturfreund nicht, dass ihm Hunderte gleichtun und ebenfalls mit Säcken bewaffnet die Ufer absuchen. „Es reicht schon, wenn die Leute sensibler werden und achtsamer mit der Natur umgehen.“ Denn die Kette der Verschmutzung reiche schließlich von kleinen Flüssen wie Asdorf und Weibe über die Sieg und den Rhein bis in die Meere. „Jeder Einzelne und jeder an den Fließgewässern gelegene Betrieb ist aufgefordert, aktiv dazu beizutragen, dass eine Verschmutzung der Asdorf und ihrer Zuflüsse unterbleibt und die Flora und Fauna dieser wunderbaren Region geschützt bleiben.“

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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