Für einen Jugendraum müssen Ärmel hoch gekrempelt werden

Harbacher schreiben Zuschüsse für Bauvorhaben ab

thor Harbach. »Ärmel hoch krempeln, anpacken und durch.« So nannte es Ortsbürgermeister Hans Dücker. Bürgermeister Wolfgang Müller sah die Sache ähnlich, drückte sich allerdings etwas »staatsmännischer« aus: Es gelte, »das bürgerliche Engagement anzusprechen«. Was die Beiden damit in der gestrigen Sitzung des Ortsgemeinderats meinten, war der geplante Bau eines Jugendraums im Bürgerhaus. Immer mehr wird deutlich, dass sich die Harbacher in absehbarer Zeit kaum noch Hoffnungen auf Zuschüsse von Land oder Kreis zur Realisierung des Bauvorhabens machen dürfen.

Angesichts der allgemein leeren Kassen (und düsterer Prognosen) ist nicht erkennbar, ob überhaupt einmal Geld fließen wird, da hilft auch kein noch so schön formulierter (weil abgelehnter) Antrag auf Zuschüsse aus dem Investitionsstock des Landes. Nun soll laut Ortsbürgermeister Dücker geprüft werden, ob der Jugendraum – »in abgespeckter Form« - nicht auch in Eigenleistung gebaut werden kann. Hier seien nun eben »Hand- und Spanndienste« gefragt. Handwerkliches Geschick sei in der Gemeinde schließlich ausreichend vorhanden.

Über Einzelheiten müsse im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen diskutiert werden, so Dücker. Auch Bürgermeister Müller riet dem Harbacher Rat zu diesem Weg. Die Sache müsse auf mehrere Schultern verteilt werden.

Einstimmig verabschiedeten die Ratsmitglieder den aktuellen Nachtragsetat, der von Kämmerer Franz-Josef Brühl vorgestellt wurde. Auch hier war der Jugendraum präsent, mussten doch die für 2002 veranschlagten Baukosten wieder heraus genommen werden.

Sinkende Steuereinnahmen

Das Zahlenwerk macht deutlich, dass auch die kleine Ortsgemeinde Harbach von sinkenden Steuereinnahmen betroffen ist. Der Anteil an der Einkommensteuer ging um knapp 6200 Euro auf 118500 Euro zurück, bei der Gewerbesteuer erzielt man nur noch 6000 Euro, 4500 Euro weniger als erwartet. Allerdings konnten durch Einsparungen an anderer Stelle diese Ausfälle nahezu ausgeglichen werden.

Ferner vergab der Rat den Auftrag zur Lieferung von Natursteinplatten für den Friedhof. Da diese Anschaffung teurer als ursprünglich berechnet ausfällt, kündigte Hans Dücker für die nächste Ratssitzung das Thema »Friedhofsgebühren« an.

Sorgen bereitet immer noch das alte Sägewerksgelände, das – zwar mittlerweile von einem rechtlich notwendigen Zaun umgeben – immer noch wie eine Müllhalde aussieht. Alfred Köhler berichtete, dass hier bereits die Untere Abfallbehörde der Kreisverwaltung aktiv sei. Wie der »Schandfleck« aber endgültig beseitigt werden kann, das vermag derzeit niemand zu sagen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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