Politik treibt Pläne voran
Gewerbegebiet Brachbach an Bundesstraße anschließen

Es liegt nahe, das Brachbacher Gewerbegebiet direkt an die Bundesstraße (im oberen Bilddrittel) anzuschließen. Die Ortsgemeinde treibt ihre Planungen weiter voran.
  • Es liegt nahe, das Brachbacher Gewerbegebiet direkt an die Bundesstraße (im oberen Bilddrittel) anzuschließen. Die Ortsgemeinde treibt ihre Planungen weiter voran.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

damo Brachbach. Ein einziger Blick auf den Brachbacher Straßenplan reicht aus, um zwei Dinge zu erkennen: Die bestehende Anbindung des Brachbacher Gewerbegebiet ist alles andere als glücklich – und es gibt eine naheliegende Alternative. Und genau daran arbeiten die Brachbacher mittlerweile mit Hochdruck. Die aktuelle Situation ist in vielerlei Hinsicht unbefriedigend. Das größte Problem ist, dass der Schwerverkehr durch den Ort kurven muss, um die Firmen in der Industriestraße zu erreichen. Und spätestens, wenn die einzige Anbindung, die Austraße, ausgebaut wird, wird’s richtig finster. Kein Wunder also, dass die Gewerbetreibenden vor einigen Monaten angesichts dieses Horrorszenarios Alarm geschlagen haben.

Gewerbegebiet Brachbach an B62 anschließen

Aber ihr Hilferuf ist angekommen: Die Überlegungen, das Gewerbegebiet direkt an die B62 in der Nähe des „Durchbruchs“ anzubinden, werden mit immer größerem Nachdruck verfolgt. Stefan Strunk aus dem Kirchener Bauamt hat am Donnerstag im Bauausschuss eine Skizze präsentiert, und er hat durchaus Hoffnungen geweckt, dass sich diese Variante auch technisch umsetzen lässt.

So hat er berechnet, dass die Steigung – immerhin muss der Hang bis zur B62 bewältigt werden – in einem erträglichen Maß bleiben würde: An der steilsten Stelle geht Strunk von einer Steigung von 7 bis 8 Prozent aus. Und auch die Tatsache, dass die Zuwegung über den Bahntunnel führen würde, sollte aus Sicht eines Technikers kein Ausschlusskriterium sein: „Wenn ich sehe, dass Amprion dort ein Podest für die Masten mit einer viel höheren Punktlast bauen durfte, kann eine Straße nicht das Problem sein.“

Amprion-Masten bleiben nicht rot

Erste Gespräche mit Gewerbetreibenden laufen bereits

In diesem Wissen haben Ortsgemeinde und Bauamt mittlerweile erste Gespräche mit dem Gewerbetreibenden geführt, über dessen Grundstück der unterste Teil der neuen Trasse führen könnte. „Wir müssen wissen: Dürfen wir überhaupt so denken?“, erklärte Strunk. Noch steht die Antwort aus, aber Ortsbürgermeister Steffen Kappes hat das Gespräch als sehr konstruktiv erlebt.

Auch mit den Mudersbacher Nachbarn haben die Brachbacher gesprochen, denn: „Das Problem ist vielschichtiger“, sagte Kappes, und dabei wird er mit Sicherheit an den Bahnübergang gedacht haben.
Gesetzt den Fall, dass jetzt aus dem Gewerbegebiet grünes Licht kommt, sollen im nächsten Schritt Vermessungsarbeiten und eine exakte Wegeplanung folgen. „Und dann könnten wir auf den Kreis und den Landesbetrieb Mobilität zugehen“, stellte Kappes in Aussicht.
Dieses Vorgehensweise fand im Ausschuss breite Zustimmung.

Autor:

Daniel Montanus (Redakteur) aus Betzdorf

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