Wird Schulanbau nach Maik Köhler benannt?
Gewerbesteuereinnahmen in Brachbach explodieren

Ein schöner Ort für Feste: Hütte und Freifläche im Brachbacher Wernsbergtal. Ein Verein soll dafür als „Partner“ gewonnen werden.
  • Ein schöner Ort für Feste: Hütte und Freifläche im Brachbacher Wernsbergtal. Ein Verein soll dafür als „Partner“ gewonnen werden.
  • Foto: rai
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nb Brachbach. Mit dem Gedenken an den verstorbenen Bürgermeister Maik Köhler begann am Dienstagabend die gemeinsame Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Vereins- und Kulturausschusses Brachbach. Ortsbürgermeister Steffen Kappes hob das vielfältige Engagement Köhlers hervor, der in vielem ein Vorbild gewesen sei.

Kirchen in Schockstarre: Maik Köhler verstorben

Stark eingebracht habe sich Köhler auch beim Thema Weiterentwicklung der Ganztagsschule Brachbach. Just in dieser Woche war bekanntgeworden, dass die Verbandsgemeinde Kirchen für den Anbau eine Leader-Förderung in Höhe von 500.000 Euro erhält. Und der neue Flügel der Grundschule könnte zukünftig den Namen des verstorbenen Bürgermeisters tragen. Steffen Kappes stellte zumindest die Idee in den Raum, den Anbau nach Maik Köhler zu benennen.
Bei aller Betroffenheit galt es aber auch für die Brachbacher Gremien, wieder zum Tagesgeschäft überzugehen, und da hatten die Mitglieder am Dienstag einiges „vor der Brust“.

Steuerquelle in Brachbach sprudelt

Gewerbesteuereinnahmen: Kappes hatte den Gremien diverse Neuigkeiten und Mitteilungen zu servieren. Unter die Kategorie „gute Nachrichten“ fiel dabei eindeutig diese: Brachbach kann für das Haushaltsjahr 2020/21 laut Prognose mit gut 2 Millionen Euro an Gewerbesteuern rechnen – trotz Corona. Bisher hatte die Verwaltung rund 750 000 Euro prognostiziert. 2 Millionen Euro Gewerbesteuer, das war in der Gemeinde noch nie da. Entsprechend frohlockte der Ortschef: „Eine extrem unerwartbare Entwicklung.“ Allerdings darf die Ortsgemeinde das Geld nicht „unterjährig“, also noch nicht in diesem Jahr, verwenden und, so mahnte Kappes, Kreis und Verbandsgemeinde werden umlagetechnisch auch noch die Hände aufhalten.
Die Steuerprognose, so Kappes auf Nachfrage der SZ, zeige auch die Wichtigkeit des Industriegebietes am Ortsausgang. Und die Wichtigkeit einer besseren Verkehrsanbindung des Industriegebietes, an der Brachbach konzeptionell arbeite.

Diskussionen um Hütte und Festplatz im Wernsbergtal

Hütte und Festplatz im Wernsbergtal: Derzeit ist die Hütte gesperrt, weil die Decke nicht mehr tragfähig ist. Ohnehin haben der Zahn der Zeit und Wasser an der kleinen Hütte genagt. „Wenn wir die Grundsubstanz erhalten wollen, dann müssen wir was tun“, so Ortschef Kappes. Die Frage war also: Was tun? Daniel Müller äußerte sein Bedauern über den Ist-Zustand: „Der Platz wird gar nicht genutzt, das ist eine Schande.“ Und auch sonst ging der Tenor früh in Richtung: Die Hütte soll nutzbar gemacht werden und der davor liegende Festplatz weiter für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Eine allwochenendliche Party-Hochburg soll allerdings aus dem Ensemble nicht werden.
Dietmar York verwies auf fehlende Parkplätze und regte an, dass die Örtlichkeit nur den Brachbacher Vereinen zu Verfügung stehen sollte. Auf das rege Vereinsleben im Dorf hatte zuvor schon Bennet Schäfer abgehoben. Sein Vorschlag: einen Verein oder eine Gruppierung suchen, die sich der Hütte und des Festplatzes annimmt und quasi die Oberhoheit hat.
Die Partnerschaft mit einem Verein sei sicher das Mittel der Wahl, befand auch Kappes, der gleich auch schon mal seinen Blick durch die Peter-Hussing-Halle schweifen ließ. Denn: Im „Zuschauerraum“ hatten einige Mitglieder des neuen Mountain-Bike-Vereins „Schachts Pädchen“ (die SZ berichtete über die Gründung) Platz genommen.
Und Vorsitzender Lukas Zöller signalisierte auf jeden Fall Interesse: „Wir sind auf jeden Fall zu Gesprächen bereit.“

Amprion wird bauen

Amprion: Bekanntermaßen nicht das positiv besetzte Thema in Brachbach. Georg Seidenfuß hatte nach dem Stand der Dinge gefragt. Mit dem Bau des dritten Masten ist noch nicht begonnen worden. „Liegt alles an Corona“, so Kappes sarkastisch. Unterdessen kursierten Gerüchte im Ort, dass auf dem Bahntunnel gar nicht gebaut werden könne. Auf Nachfrage nach der Verzögerung werde aber darauf verwiesen, dass gebaut werden wird, so Kappes, der das Unternehmen auch noch mal darauf hinweisen will, dass seiner Meinung nach nun eine Anfahrt der Baustelle von unten – als nicht mehr länger über das Härdtchen – möglich sei.

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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