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Erfolgreicher Abschluss des Breitband-Projekts im Kreis
Glasfaser „bis nach Hawaii“

Sie zogen beim Breitbandprojekt gemeinsam an einem Glasfaserkabel: Ralph Remlinger (Telekom), Frank Krüger (Bundesministerium), Bürgermeister Maik Köhler, Landrat Dr. Peter Enders und Innenminister Roger Lewentz (v.l.).
  • Sie zogen beim Breitbandprojekt gemeinsam an einem Glasfaserkabel: Ralph Remlinger (Telekom), Frank Krüger (Bundesministerium), Bürgermeister Maik Köhler, Landrat Dr. Peter Enders und Innenminister Roger Lewentz (v.l.).
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thor Kirchen. Wenn die Herren denn gewollt hätten, wäre am Montag Mittag im Kirchener Rathaus eine Fußball-Phrase nach der anderen gedroschen worden, ganz vorneweg die: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Doch Innenminister Roger Lewentz outete sich eher als Freund des Wassersports: „Wir müssen weiter hart am Wind segeln.“ Was er damit meinte: Auch wenn gestern im Kreis der hauptamtlichen Bürgermeister und Abgeordneten die kreisweite Fertigstellung des Breitbandprojekts gefeiert wurde, so ist das kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen und nicht mehr zu investieren. Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Reden. Gleichwohl war das ein klassischer „Schnittchen-Termin“, wo man sich auch mal gegenseitig auf die Schulter klopfen konnte.

thor Kirchen. Wenn die Herren denn gewollt hätten, wäre am Montag Mittag im Kirchener Rathaus eine Fußball-Phrase nach der anderen gedroschen worden, ganz vorneweg die: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Doch Innenminister Roger Lewentz outete sich eher als Freund des Wassersports: „Wir müssen weiter hart am Wind segeln.“ Was er damit meinte: Auch wenn gestern im Kreis der hauptamtlichen Bürgermeister und Abgeordneten die kreisweite Fertigstellung des Breitbandprojekts gefeiert wurde, so ist das kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen und nicht mehr zu investieren. Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die Reden. Gleichwohl war das ein klassischer „Schnittchen-Termin“, wo man sich auch mal gegenseitig auf die Schulter klopfen konnte.

Viel war in Kirchen von „Meilensteinen“ zu hören, ja sogar von einem „Quantensprung“. Und in der Tat durften alle Beteiligten recht zufrieden sein, zeigte sich bei dem Projekt doch, dass in Deutschland manche große Maßnahme doch noch zügig abgewickelt werden kann. Darauf ging auch Landrat Dr. Peter Enders ein. Der Startschuss sei vor gerade einmal vier Jahren erfolgt, die Landkreise Altenkirchen und Neuwied seien seinerzeit Vorreiter bei dem Förderaufruf gewesen.

Von den Gesamtkosten von 13,18 Mill. Euro übernimmt der Bund knapp 7 Mill. Euro, vom Land fließen 5,27 Mill. Euro – den Rest steuern die 70 beteiligten Ortsgemeinden bei. Laut Enders konnten in den vergangenen Jahren 17 000 Haushalte angeschlossen werden. Hinzu kommen etwa 2500 Firmen. Dazu wurden 453 Kilometer Glasfaserkabel im AK-Land verlegt. Im Kreis verfügten nun 98,5 Prozent der Menschen über die Möglichkeit, mit mindestens 30 Mbit/s zu surfen. „Das hätte vor drei Jahren niemand gedacht“, sagte der Landrat. Aber: „Es geht weiter.“ Schulen und Gewerbegebiete müssten nun versorgt werden und auch die restlichen weißen und grauen Flecken auf der Landkarte verschwinden, schließlich sei die Digitalisierung „der größte Umbruch unserer Zeit.“

Wie sich die Ansprüche verändert haben, verdeutlichte auch Innenminister Lewentz. Als er 2006 ins Ministerium gekommen sei, habe man noch von einem Mbit gesprochen. Bei diesem Projekt nun sei es richtig gewesen, auf eine Cluster-Bildung zu setzen. 22 Landkreise in Rheinland-Pfalz hätten sich so auf den Weg gemacht. Lewentz unterstrich mit einigen Zahlen die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land. Nun müsse zügig der 5G-Ausbau kommen – dazu gehöre aber auch die Akzeptanz von neuen Masten.

Nach Angaben von Lewentz sind in Rheinland-Pfalz rund 11 500 km an Glasfasern verlegt worden: „Von hier bis Hawaii.“ Das nächste Ziel müsse aber die Gigabit-Gesellschaft sein, sagte der Vertreter der Landesregierung und lud Landrat Enders ein, mittelfristig dem Beispiel von neun Landkreisen zu folgen, die schon die nächste Etappe in Angriff genommen haben.

Frank Krüger vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erklärte dazu, dass man bundesweit nunmehr über 33 Prozent gigabitfähige Netze verfüge. Die 100 sollen bis zum Jahr 2025 erreicht sein. Ziel der Bundesregierung sei es, weiter Zuschüsse zur Verfügung zu stellen, dabei aber auch den Mittelabfluss zu beschleunigen.

Auf eine „aufregende und anspruchsvolle Zeit“ blickte Ralph Remlinger vom Projektpartner Telekom zurück. Trotz mancher Probleme zu Beginn „haben wir zu keiner Zeit das Ziel aus den Augen verloren“. Bürgermeister Maik Köhler erinnerte an die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und dankte explizit den Ortsbürgermeistern und den Räten. Eine schnelle Datenautobahn sei insbesondere auch für Zuzüge wichtig. Das merke man auch und gerade in der Verbandsgemeinde Kirchen. Noch vor wenigen Jahren seien die Bandbreiten eher abschreckend gewesen.

Autor:

Thorsten Stahl (Redakteur) aus Betzdorf

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